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Category Archives: Netzpolitik

DGI zieht Fazit nach DGI-Forum in Wittenberg: Kein digitaler Wandel ohne Information Professionals! Wir brauchen sie mehr denn je!

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Nach dem DGI-Forum in Wittenberg vom 24. bis 26. September zum Thema „„True Fiction: Die Digitalisierung unseres Alltags“ zieht der DGI-Präsident Reinhard Karger Bilanz: „Beim DGI-Forum in Wittenberg haben wir zentrale Aspekte des digitalen Wandels diskutiert, konkrete Chancen benannt und die abstrakten Risiken nicht vergessen.“

Das Ergebnis formuliert Karger kompakt:

„Menschliche Erfahrung, Informationsinfrastruktur und algorithmische Exzellenz müssen zusammen gedacht und zusammen gebracht werden. Das zu tun, ist eine gigantische Aufgabe und generiert Jobchancen für engagierte Information Professionals!“

Bilder und Aufnahmen zu den Vorträgen folgen in Kürze.

In 10 Jahren dann Industrie 6.0 – Markus Beckedahl (@netzpolitik) zu den Chancen und Gefahren der zunehmenden Vernetzung

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Markus Beckedahl (* 1976 in Bonn) ist ein netzpolitischer Aktivist und Journalist aus Berlin. Er wurde vor allem durch das von ihm 2002 gegründete und hauptsächlich betreute Blog Netzpolitik.org bekannt, in dem Themen der Informationsgesellschaft behandelt werden. Netzpolitik.org ist einer der bekanntesten deutschsprachigen Blogs und wurde 2014 mit dem Grimme-Online-Award ausgezeichnet. (Mehr zu Beckehal auf Wikipedia).

Markus Beckedahl ist Redner auf dem Wittenberger Forum „True Fiction: Die Digitalisierung unseres Alltags“ vom 24. bis 26. September.

Hallo Markus, danke, dass Du dir Zeit genommen hast für ein kurzes Interview zu Deinem Vortrag auf dem Wittenberger Forum über „Private Öffentlichkeit und intime Privatheit – von sozialen Netzwerken auf privaten Plattformen und intimen Daten für private Services“. Read More

Sharing, nicht Economy!

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Von Reinhard Karger

Die Sharing Economy ist nicht nur ein Spleen vereinzelter Geschäftsmodelle wie Uber oder Airbnb. Sie hat Auswir­kungen auf die ganze Gesellschaft,

Teilen ist keine Erfindung der Neuzeit, das Gemeinschaftliche nicht neu. Die Allmende, der Dorfacker und dessen gemeinsame Ver­waltung und Nutzung waren über Jahrhun­derte üblich. Jetzt befinden wir uns in der „Sharing Economy“. Einige Angebote sind bemerkenswert erfolgreich. Die bekannte­ren sind Airbnb – die Vermittlung von priva­ten Übernachtungsmöglichkeiten – und Uber – die Vermittlung von privaten inner­städtischen Fahrten. Sie adressieren die Wurzeln der alternativen Szene, bieten sehr gute Services an, sind aber mutiert zu In­vestitionsobjekten mit erstaunlicher Markt­bewertung.

Mitfahrzentralen haben die gemein­schaftliche Mobilität unterstützt und die Fahrzeugauslastung verbessert, im Wesent­lichen zwischen Städten, nicht innerstäd­tisch. Sie blieben aber über 50 Jahre eine Nische, führten nie zu Massenprotesten und hatten nie eine Milliardenbewertung. Der Hauptunterschied zu Uber liegt in der Motivation des Fahrers und dem Anlass für die Fahrt: Bei der Mitfahrgelegenheit hatte der Fahrer ein Ziel, der Mitfahrer beteiligte sich an den Kosten. Darum geht es bei Uber nicht, denn Uber eröffnet seiner Website zufolge Fahrern neue Geschäftsmodelle, und auch Airbnb wirbt mit Verdienstmög­lichkeiten.

Damit agiert der Anbieter gewerblich, steht in Konkurrenz zu kommerziellen An­bietern und müsste folglich ein Gewerbe anmelden. Denn auch der Buchungskanal

Internet verändert nicht die gesetzlichen Regelungen der jeweiligen Dienstleistung. Es kann nicht sein, dass neue Anbieter die bestehenden Pflichten zum Beispiel für die Beherbergung oder den Transport von Per­sonen übergehen. Brandschutzverordnun­gen und Personenbeförderungsscheine sind entweder notwendig oder überflüssig.

Wenn die solidarische Seite des Teilens zu einem Geschäftsmodell mit einseitigen Pro­fiten und offensichtlichen Gewinnern mu­tiert und einige wenige globale Plattformen einen neuen Markt kommerziell abschöp­fen, gefährden sie den Erfolg eines gesell­schaftlich wichtigen Konzepts.

Aus dem Heft: Innovationsmanager | Heft 32 | Dezember 2014

BBK Workshop: „Zwischen Bibliothekaren und Bücherwürmern: Gesellschaftliches und politisches Engagement von Information Professionals“

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Am kommenden Dienstag (27.11.2012) findet im BBK (am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft, Humboldt Universität zu Berlin) eine Diskussionsveranstaltung zum Thema ‚Gesellschaftliches und politisches Engagement von Information Professionals‘.

Schwerpunkt der Diskussion ist die Rolle der Lehre und Forschung als Institutionen, die diese wichtigen Themen als integralen Teil des fachlichen Diskurses etablieren können sowie gesellschaftlich und politisch bewussten Information Professionals ausbilden können.

Das Abstract der Veranstaltung:

In der Epoche der Informations- und Wissensgesellschaft, mehr als je zuvor, haben Information Professionals (Bibliothekar_Innen sowie andere Informationsberufe) einen wichtigen Beitrag zu öffentlichen, gesellschaftlichen und politischen Debatten zu leisten. Tagtäglich geschehen Ereignisse, die aus einer fachlichen und informationsethischen Sicht betrachtet werden sollen und von der Information Community nicht unkommentiert gelassen werden können. Letzten Endes haben diese Ereignisse eine bedeutende Wirkung auf die Praxis der Informationsberufe, und noch wichtiger – auf die Gesellschaft, in der diese Berufe agieren. Doch inwieweit findet eine solche Diskussion innerhalb des Berufsumfeldes statt? Und wie wird diese nach außen kommuniziert? Welche Rolle erfüllen Forschung, Lehre, Praxis und professionelle Verbände? Als Forschungs- und Ausbildungseinrichtung muss sich das IBI mit diesen Fragen auseinandersetzen, um diese Themen als festen Bestandteil des beruflichen Diskurses zu etablieren. Für diese BBK-Veranstaltung ist eine Diskussion zum Thema vorgesehen.

 

Den Bericht über den Workshop sowie eine Aufzeichnung des Vortrags finden Sie auf dem Drawer 2.0 Blog.

Über Netzpolitik, den Beitrag der Informationsberufe und verschenkte Chancen

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Eine Entwicklung, die nicht zu übersehen ist, findet zurzeit in der (deutschen und internationalen) Politik statt. Netzpolitische Themen, Begriffe wie Informations- und Wissensgesellschaft, Urheberrecht – alle spielen eine zunehmende Rolle im politischen und gesellschaftlichen Diskurs.

Spätestens seitdem die Piratenpartei in Deutschland an Aufmerksamkeit gewonnen hat, beschäftigen sich alle Parteien intensiv mit diesen Themen. Manche Parteien haben das auch früher gemacht.

Aber Netzpolitik ist kein neues Feld, sie ist eine weitere Instanz von Informationspolitik. Die Art Politik, die für die Informationsberufe schon immer von Bedeutung war.

Diese Entwicklung öffnet den Informationsberufen, deren Verbände und Vereine, einen politischen und gesellschaftlichen Handlungs- und Einflussspielraum – eine Gelegenheit, die nicht verpasst werden darf. Das  ist eine Gelegenheit, in der Diskussion einen wichtigen Beitrag zu leisten. Eine Gelegenheit, auf Entwicklungen Einfluss zu nehmen, die nicht nur die Zukunft der eigenen Berufe bestimmt, sondern auch die Zukunft der Gesellschaft, in der die Berufe agieren. Eine Gelegenheit, um aufzuhören den Kopf in den Sand zu stecken und anzufangen aktiv zu werden.

Ich erläutere mein Plädoyer an einem aktuellen Beispiel: Read More

GfWM THEMEN Ausgabe 3 / September 2012

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GfWM THEMEN 3 / September 2012

Mit ihrer neuen fachlichen Publikation GfWM THEMEN veröffentlicht die Gesellschaft für Wissensmanagement in der mittlerweile dritten, gerade vorgelegten Ausgabe Expertenbeiträge rund um das Thema Wissensmanagement. Das Redaktionsteam stellt Ihnen in dieser Ausgabe neben weiteren bemerkenswerten Fachbeiträgen auch diesen Artikel über kritische Aspekte des wissenschaftlichen Publizierens vor:

Leistungsschutzrecht, Acta, Urheberrecht und Open Access: Der Umgang mit Information und Wissen wird zunehmend komplexer gestaltet und beeinflusst auch den Bereich des wissenschaftlichen Publizierens: Elka Sloan schildert am Beispiel der Elsevier-Boykotts ausgewählte Aspekte der neuen Entwicklungen.

Die weiteren Beiträge dieser Ausgabe:

– Günther M. Szogs: „Maybe Knowing“ – an impulse regarding cross-fertilization of knowledge and art
– Stephan Tanneberger: Die Soziale Netzwerke-Pyramide
– Interview mit Dirk Lorber, db InfoCenter, Deutsche Bank Research: „ … durch konstante Leistung überzeugen“
– Dr. Siegfried Mauch: Wissensmanagement in Baden-Württemberg am Beispiel Feuerwehr im Main-Tauber-Kreis
– Prof. Dr. Gudrun Behm-Steidel: Qualifizierungen im Bereich Wissensmanagement – ein unübersichtlicher Dschungel?!

Kostenloser Download GfWM THEMEN 3 / September 2012 als PDF http://www.gfwm.de/files/GfWMTHEMEN3-September2012.pdf
Homepage GfWM THEMEN und GfWM newsletter http://www.gfwm.de/node/8

Dass Redaktionsteam wünscht eine interessante Lektüre und freut sich auf Ihre Rückmeldungen.
themen_at_gfwm.de

Digitale Demenz – Was hat Manfred Spitzers Buch mit der DGI zu tun und warum sollten wir dazu diskutieren?

By | Bildungspolitik, Dokumentation, Informationskompetenz, Informationspraxis, Informationswissenschaft, Internet and Society, Netzpolitik | 12 Comments

Das Buch von Manfred Spitzer „Digitale Demenz“ erregt derzeit, zu Recht wie ich finde, die öffentlichen Gemüter. Aussagen aus dem Spitzer-Buch tangieren dabei die Thematik Informationskompetenz, derjenigen der Laien sowie der (Informations-)Experten. Allerdings teile ich sein Lamento nicht und schon gar nicht die Verwendung von „Studienergebnissen“ aus der frühkindlichen Phase, die dann einfach mal auf die Verhältnisse bei Schulkindern und bei jungen Erwachsenen übertragen werden.

Schauen wir einmal in das Vorwort und die Einführung zu Spitzers Buch – Quelle:

http://www.droemer-knaur.de/livebook/LP_978-3-426-27603-7/downloads/livebook.pdf (Stand 06.09.2012).

Dort heißt es: Read More

Geht doch …!

By | Internet and Society, Internet und Gesellschaft, Netzpolitik | One Comment

Ich führte heute ein ermutigendes Gespräch mit einem Bundestagsabgeordneten der CSU und Mitglied der Bundestags-Enquete Internet und Gesellschaft.

Erstes Thema: Medienkompetenz vs. Informationskompetenz. Wieder einmal, nachdem gerade gestern die „Handlungsempfehlungen“ der Projektgruppe Bildung und Forschung der Enquete veröffentlicht wurden, in denen Informationskompetenz nicht ein einziges mal genannt ist und dafür Medienkompetenz sowie andere zusammengesetzte Wörter mit „Medien-„Anteilen umso massiver. Wir sind uns schnell einig, dass dies wahrscheinlich daran liegt, dass Menschen gerne das Neue in Begriffen des Alten fassen. Vor dem Digitalen gab es unterschiedliche Medien mit je eigenen, charakteristischen Formaten, die jedoch zunehmend in dem einen neuen digitalen Medium aufgehen – wir emulieren nur eine Zeitlang noch diese medienspezifischen Formate im Netz. Es ist also wichtig, den Begriff Informationskompetenz weiter zu thematisieren – und die DGI wird dabei von meinem Gesprächspartner als kompetenter Partner gesehen.

Zweites Thema: Read More