DGI-Blog

Category Archives: Informationskompetenz

Wechsel beim Arbeitskreis Bildung und Informationskompetenz (IKB)

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Die Stärkung der Informationskompetenz ist heute aktueller denn je: In Zeiten, die von zahlreichen Schlagzeilen zu Desinformation und Fake News beherrscht werden, bildet Informationskompetenz eine der Schlüsselqualifikationen der modernen Informationsgesellschaft. Die Förderung individueller Informationskompetenz und die Vermittlung ihres Nutzens ist eine Kernkompetenz der DGI.

Eine frühzeitige Vermittlung tragfähiger Konzepte durch Informationsfachleute, die Entfaltung der Informationskompetenz in der Schul-, Berufs- und Weiterbildung, sowie der Transfer der Kenntnisse in die Gesellschaft sind – aus Sicht der Informationsexperten der DGI – für eine erfolgreiche Berufskarriere und die informationelle Selbstbestimmung der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland unverzichtbar. Der Erwerb dieser Fähigkeit ist die Basiskompetenz für eine mündige Teilhabe am demokratischen Gemeinwesen. Gerade junge Menschen dafür zu sensibilisieren, bildet die Voraussetzung für die Achtung demokratischer und ethischer Werte im Zeitalter allgegenwärtiger digitaler Kommunikation.

Die DGI-Fachgruppe AK Bildung und Informationskompetenz widmet sich der Stärkung der Informationskompetenz und weiterer verbundener Konzepte wie digitale Kompetenzen oder digitale Souveränität. Eine Auswahl bisheriger Aktivitäten sind auf der aktuellen Webseite zu finden (https://dgi-info.de/wissenschaft-praxis/dgi-fachgruppen/ikb/)

Wenn Sie mitwirken möchten und sich für die Arbeiten des AK interessieren, tragen Sie sich in die Mailverteilerliste ein. Dazu melden Sie sich gerne in der DGI-Geschäftsstelle. Wir freuen uns auf neue Perspektiven und Ihre Ideen!

Die verantwortlichen DGI-Vorstandsmitglieder des AK sind aktuell Gesine Andersen, Sylvia Kullmann und Tamara Heck.

Faktencheck-Organisationen fordern wirksame Maßnahmen gegen Desinformation

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Faktencheck-Organisationen fordern wirksame Maßnahmen gegen Desinformation

Mehr als 80 professionelle Faktencheck-Organisationen aus über 40 Ländern haben an die Chefin von YouTube, Susan Wojcicki, einen offenen Brief geschickt.
In dem Brief fordern sie Wojcicki auf, mindestens vier Schritte zu unternehmen, damit das Unternehmen nicht mehr „einer der wichtigsten weltweiten Kanäle für Online-Desinformation und Fehlinformationen“ ist.Zu den Organisationen, die den offenen Brief unterschrieben haben, gehören neben CORRECTIV.Faktencheck unter anderem die britischen Faktenchecker von Full Fact, Lupa aus Brasilien, Maldita aus Spanien, Africa Check sowie das Faktencheck-Team der Washington Post.

Die Faktencheck-Organisationen führen in ihrem Schreiben Beispiele für YouTube-Videos aus verschiedenen Ländern auf, die im realen Leben echten Schaden angerichtet haben, ohne dass die aktuellen Unternehmensrichtlinien gegriffen haben. Für die Faktencheck-Community sind dies nur einige Beweise dafür, dass die von YouTube eingeführten Maßnahmen zur Bekämpfung von Desinformation „unzureichend“ sind und „nicht funktionieren“.

Die Faktencheck-Organisationen betonen, dass die Situation in nicht-englischsprachigen Ländern und im globalen Süden, wo die Richtlinien weniger effizient umgesetzt werden, noch schlimmer ist.

Im Brief stellen die Faktencheck-Organisationen vier Forderungen an die Chefin von YouTube:

Ein transparenter Umgang in Bezug auf die Verbreitung von Desinformationen auf der Plattform und die öffentliche Bekanntmachung von Maßnahmen zur Bekämpfung von Desinformation.

Konzentration auf die Bereitstellung von Kontext statt auf das Löschen von Videos. Dies kann durch eine sinnvolle und strukturierte Zusammenarbeit mit Faktencheck-Organisationen und durch Investitionen in deren Arbeit erreicht werden.

Maßnahmen gegen Wiederholungstäter, die Inhalte produzieren, die ständig als Desinformation gekennzeichnet sind, und Unterbindung, dass ihre Videos von den Algorithmen des Unternehmens empfohlen oder gefördert werden.

Ausweitung dieser Bemühungen auf andere Sprachen als Englisch und Bereitstellung von länder- und sprachspezifischen Daten sowie von effektiven Transkriptionsdiensten.

Die Faktencheck-Organisationen weisen die Versuche von YouTube zurück, die Debatte als eine ausschließliche Wahl zwischen dem Löschen oder Nicht-Löschen von Videos darzustellen. Sie erinnern das Unternehmen an die mittlerweile verfügbaren Nachweise für die Wirksamkeit zusätzlicher, geprüfter Informationen, anstatt Videos einfach verschwinden zu lassen. Diese Lösung, so die Unterzeichnenden des Schreibens, „wahrt die Meinungsfreiheit und mindert gleichzeitig das Risiko einer Beschädigung von Leben, Gesundheit, Sicherheit und demokratischen Prozessen“.

In ihrer Mitteilung an Wojcicki drückten die Unterzeichnenden ihre Bereitschaft aus, mit YouTube zusammenzuarbeiten, um diese Forderungen umzusetzen und „YouTube zu einer Plattform zu machen, die wirklich ihr Bestes tut, um zu verhindern, dass Desinformation und Fehlinformation gegen ihre Nutzer und die Gesellschaft insgesamt eingesetzt werden“.

In einem Treffen mit Wojcicki planen die Faktencheck-Organisationen, die in dem Schreiben angesprochene Problematik zu erörtern.

Diese und ähnliche Fragen werden übrigens auch in der DGI-Fachgruppe Information und Gesellschaft behandelt. Bei Interesse an einer Mitarbeit wenden Sie sich gerne an infoges@dgi-info.de

 

Marlies Ockenfeld

Redaktion IWP

DGI-Praxistage erfolgreich online

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Erfolgreiche Premiere: DGI-Praxistage 2020 als Web-Konferenz

30.10.2020 Die Deutsche Gesellschaft für Information und Wissen (DGI) e. V. hat heute erstmalig und erfolgreich die DGI-Praxistage als eintägige Web-Konferenz durchgeführt. Unter dem Motto „Alles, was Recht ist! – Wege durch den Paragrafendschungel für Information Professionals“ wurden für die über 80 angemeldeten Teilnehmer*innen praxisnahe juristische Fragen zum Umgang mit Information durchleuchtet.

Sechs Vorträge erfahrener Expertinnen und Experten wurden in drei moderierten Online-Sessions vom Kuratorenteam der Praxistage 2020 präsentiert. Im Fokus: relevante rechtliche Aspekte beim Umgang mit digitaler Information.

Den Start machte Prof. Dr. Caroline Volkmann. Sie lehrt Informationsrecht an der Hochschule Darmstadt und gab ein praxisnahes Update über aktuelle Entwicklungen beim Urheberrecht im digitalen EU-Binnenmarkt. Dr. Katrin Lehnert archiviert historische Dokumente für das Digitale Deutsche Frauenarchiv und informierte in ihrem Beitrag über Rechtsfragen bei der digitalen Archivierung von Bildern und Texten aus sozialen Bewegungen. Prof. Dr. Peter Preuss lehrt Wirtschaftsinformatik an der FOM – Hochschule für Ökonomie und Management und wies in seinem Vortrag auf wichtige Fragen zur Vereinbarkeit von Blockchain-Technologien und Datenschutz-Grundverordnung hin. In ihrem darauf folgenden Beitrag fasste Annika Selzer (Rechtswissenschaftlerin am Fraunhofer SIT) Änderungen und Entwicklungen bei der Nutzung von Cloud-Computing-Services nach zwei Jahren DSGVO zusammen. Die dritte Session der Veranstaltung startete mit dem Beitrag von Prof. Dr. Franziska Boehm (Bereichsleiterin für Immaterialgüterrechte in verteilten Informationsinfrastrukturen bei FIZ Karlsruhe). Sie stellte relevante Blickwinkel der beteiligten Nutzer*innen vor, die digitale Forschungsdaten erzeugen und anwenden. Zum Abschluss der Web-Konferenz informierte Dr. Till Kreutzer (Rechtsanwalt bei iRights.Law) über aktuelle Entwicklungen zu Schutzrechten beim Einsatz Künstlicher Intelligenz.

Nach ihren Beiträgen gingen die Referent*innen auf Fragen und Hinweise der Teilnehmer*innen ein, moderiert vom Praxistage-Kuratorenteam.

„Wir haben das Ziel der Veranstaltung erreicht, nämlich den Austausch anzuregen über aktuelle und künftige Entwicklungen der Rechtsbereiche, mit denen wir im Berufsalltag zu tun haben.“ … so fassen die Mitglieder des Kuratorenteams Elgin Jakisch, Barbara Reißland und Stefan Zillich ihre Eindrücke nach der Veranstaltung zusammen.

Der erfolgreiche Verlauf und zahlreiche positive Rückmeldungen der Teilnehmer*innen bestätigen: die Online-Premiere der DGI-Praxistage ist gut gelungen – Fachleute, Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis tauschten sich  aus zu hochqualifizierten und relevanten Inhalten, die in der Online-Konferenz vorgestellt wurden.

Die Präsentationen werden nach Freigabe durch die Referent*innen auf der Website der Veranstaltung zur Verfügung gestellt (https://dgi-info.de/dgi-praxistage-2020-programm/). Die Veranstaltung wurde nicht aufgezeichnet.

Kontakt zum Kuratorenteam: praxistage2020@dgi-info.de

KI in der Bildung = Didaktik statt Technik: Blogbeiträge zum DGI-Forum Wittenberg 2019

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Die Beiträge von Prof. Dr. Matthias Ballod zum DGI-Forum Wittenberg 2019 sind auf dem Blog der Deutschdidaktik MLU online einsehbar.
Ebenso die Videos der Veranstaltung.

Den Blog der Deutschdidaktik MLU mit allen Beiträgen zum DGI-Forum und den Ergebnissen der Online-Umfrage von Mai 2019 finden Sie hier:

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von deutschdidaktik.uni-halle.de zu laden.

Inhalt laden

Soviel sei verraten, es gibt ein eindeutiges Votum: Didaktik statt Technik.

Viel Spaß beim Lesen und Teilen der gewonnenen Erkenntnisse.

Breaking News: Poynter Receives $3 Million Grant From Google.org to Lead a Program to Teach Teens to Tell Fact From Fiction Online

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Diese Schlagzeile aus PR Newswire überschwemmt gerade einschlägige Newsdienste nicht nur in der Neuen Welt!  Worum gehts? Was hat diese Nachricht mit unseren Aktivitäten in der DGI zu tun?

Die Unterstützung erfolgt aus  The Google News Initiative: Building a stronger future for news.

Abendliche Grüße Ihr Luzian Weisel

Kommentar zu „SOWIPORT-Daten – ein Opfer des OPEN ACCESS“

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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in Zeiten von Fake News in der Politik und im Alltagsleben sowie Betrug und Fälschung in der Wissenschaft ist es ein falsches Signal, eine Quelle mit belastbaren fachlich ausgewählten und erschlossenen Dokumenten aus den Sozialwissenschaften zu schließen und den Zugang zu vertrauenswürdigen Informationen so zu erschweren. In diesem Sinne unterstützt der Vorstand der DGI die Aufforderung von Benno Homann  (http://www.inetbib.de/listenarchiv/msg62219.html) und Marcell Schorer (http://www.inetbib.de/listenarchiv/msg62211.html) und appelliert an GESIS, sich dafür einzusetzen, die über SOWIPORT angebotenen Datenbanken über das neue Rechercheportal weiterhin zugänglich zu halten oder einen alternativen Zugangsweg zu eröffnen.

Mit freundlichen Grüßen

Marlies Ockenfeld

Vorstand DGI

gfwm newsletter 3/2017 gerade veröffentlicht

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Gerade hat die Redaktion der Gesellschaft für Wissensmanagement e. V. die aktuelle Ausgabe des gfwm newsletters veröffentlicht. AutorInnen und Redaktion wünschen Ihnen sonnige Frühsommertage und eine informative Lektüre.

Stichworte aus dieser Ausgabe: Fachgruppe Ethik und Wissensmanagement – GfWM Knowledge Camp 2017 #gkc17 – GfWM Mitgliederversammlung 2017 – Neuigkeiten zu GfWM Regionalveranstaltungen in Linz, München und Stuttgart – FÜR SIE AUSGEWÄHLT: aktuelle und relevante Termine 2017 zum Thema Information und Wissen

Zum Download als interaktives PDF
Homepage der Gesellschaft für Wissensmanagement e. V.
abonnieren, kommentieren, veröffentlichen: Ihr Kontakt zur Redaktion

Die DGI unterstützt den Science March Germany, 22. April 2017

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Warum?

Lassen wir zuerst die Initiatoren sprechen:

„Kritisches Denken und fundiertes Urteilen setzt voraus, dass es verlässliche Kriterien gibt, die es erlauben, die Wertigkeit von Informationen einzuordnen. Die gründliche Erforschung unserer Welt und die anschließende Einordnung der Erkenntnisse, die dabei gewonnen werden, ist die Aufgabe von Wissenschaft. Wenn jedoch wissenschaftlich fundierte Tatsachen geleugnet, relativiert oder lediglich „alternativen Fakten“ als gleichwertig gegenübergestellt werden, um daraus politisches Kapital zu schlagen, wird jedem konstruktiven Dialog die Basis entzogen…“

Das zentrale Anliegen der DGI unterstützt diese Initiative:

Die Förderung von Informationskompetenz – in Bildung, Beruf und Gesellschaft – und speziell als Basis guter wissenschaftlicher Praxis.

Deshalb haben wir uns angeschlossen.

Hier geht es zur Resolution.

Luzian Weisel, im Namen des DGI-Vorstandes

gfwm THEMEN 12 im März 2017 – Schwerpunkt „Gatekeeper“

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gfwm THEMEN ist die hochwertig gestaltete Fachpublikation der Gesellschaft für Wissensmanagement e. V. Der Schwerpunkt dieser Ausgabe: „Gatekeeper“.

gfwm THEMEN 12 als PDF oder als Flippage online

Gatekeeper (Torwächter) sind das Bindeglied im Informationsnetzwerk zwischen Organisation und ihrer Umwelt. Sie unterstützen und steuern den Fluss von Information und Wissen nach innen und nach aussen.

Unter anderem in dieser Ausgabe:
– „Dem freien Geist keine Grenzen setzen und das Unkonventionelle denken“ – Interview mit Prof. Dr. Alexander Wöll, Präsident der Europa-Universität Viadrina (Frankfurt Oder)
– Open Access Revisited – Die Debatte um die Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens geht weiter
– Gatekeeper mit Gateway-Funktion – Das Projekt „Willkommen Standort Oberösterreich“
– Information Risk Management – too much Focus on Damage Prevention/Control currently

Ideen entwickeln, kommentieren, Kontakt:
Homepage gfwm THEMEN

Fachinformationsdienst Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft bewillligt!

By | Bibliothek und Information, Dokumentation, Informationskompetenz, Informationswissenschaft, Projekte | No Comments

Diese nicht mehr ganz taufrische, aber sehr erfreuliche Nachricht von Dr. Thomas Stäcker, Wolfenbüttel, dass „die DFG der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Leipzig die Einrichtung eines Fachinformationsdienstes (FID) für Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft bewilligt hat“ begeistert die Vorstandsmitglieder der DGI. Und weiter heißt es „Der FID steht in der Tradition des früheren SSG b2i, wird aber nach Maßgabe der neuen Richtlinien andere Akzente setzen.“

So hat sich der gemeinsame Einsatz  für den FID mit unserer Ausbildungssektion KIBA – stellvertretend sei hier die Vorsitzende Frau Prof. Schade von der HAW Hamburg genannt – gelohnt, für unsere Communities eine Anlaufstelle in der Bildung und für die Forschung zu bieten.

Näheres hierzu finden Sie unter: http://www.inetbib.de/listenarchiv/msg60151.html

BG Ihr Luzian Weisel