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Terminologie und Künstliche Intelligenz (KI)

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Im Nachgang zu ihrer öffentlichen Sitzung bei den DGI-Praxistagen am 8. November 2018, hat die DGI-Fachgruppe AKTS (Arbeitskreis Terminologie und Sprachfragen) ein Positionspapier zu Terminologie und Künstlicher Intelligenz verfasst, das wir hiermit zur Diskussion stellen.

Positionspapier der DGI-Fachgruppe AKTS

Terminologie und Künstliche Intelligenz (KI)

Die DGI als Fachgesellschaft und ihre Mitglieder sind an Entwicklung und Umsetzung von KI direkt oder indirekt beteiligt. Sowohl die Arbeitsplätze im Informationsbereich als auch das private Umfeld sind unmittelbar betroffen.

Der Begriff „Künstliche Intelligenz“ (en „artificial intelligence“, fr „intelligence artificielle“) steht für die Nutzung fortgeschrittener IT-Verfahren, wie das maschinelle Lernen, die sachlich-sprachliche Zusammenhänge analysieren, daraus Situationen selbstständig erkennen und Probleme lösen können. KI ihrerseits verwendet sprachgestützte Interfaces zur Kommunikation zwischen Mensch und Maschine.

„Big Data“, d.h. vorliegende empirische Datenbestände in großer Zahl, bilden die Grundlage vieler KI-Anwendungen. Da in vielen Bereichen der KI die menschliche Sprache eine wesentliche Rolle spielt, ist der terminologische Aspekt klarer und sorgfältiger Sprachverwendung von ausschlaggebender Bedeutung für einen verantwortungsvollen KI-Einsatz. Deshalb ist für sinnvolle und verantwortungsvolle Anwendung von KI die Qualität der zugrunde liegenden sprachlichen Äußerungen entscheidend. Sorgfältig überprüfte und begrifflich sauber ausgearbeitete Daten sind erforderlich, wo mittels KI-Algorithmen Entscheidungen getroffen und ausgeführt werden.

Terminologie als planmäßige Sichtung, Entwicklung und Bereitstellung von Begriffen kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu, weil sie in besonderer Weise geprüfte und sachlich zutreffende Daten bereitstellt.

Insbesondere im Bereich der Fachkommunikation kommt es auf eindeutige begriffliche Grundlagen an. So drückt sich auch die Entwicklung von KI in den terminologischen, begrifflichen, sprachlichen Fassungen aus, die in der wissenschaftlichen und öffentlichen Kommunikation über KI ihre Rolle spielen. Systematische Terminologiearbeit dient also auch dem Selbstverständnis der KI und kann aus dem sich im Laufe der Jahre verändernden Begriffsverständnis die erfolgte Entwicklung aufzeigen.

Eine effektive Fachkommunikation innerhalb der interdisziplinären KI-Gemeinschaften aus Entwicklern und Anwendern ist deshalb nur mit einer sorgfältig angewendeten Fachsprache gewährleistet. Daneben kommt es aber auch darauf an, dass in der öffentlichen Kommunikation gesellschaftlich und ethisch verantwortbare Inhalte Ausdruck finden.

Aus Sicht der Informationswissenschaft und Informationspraxis gilt daher:
Künstliche Intelligenz braucht Terminologie!

DGI-AKTS, Januar 2019

Save the Date: Presse-Preview „The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben“

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Save the Date – 15.01.2015, Frankfurt am Main – Gemeinsame Presseeinladung von DFKI, DGI und Nuance. Das Biopic „The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben“ ehrt Alain Turing und würdigt die Leistungen des Teams in Bletchley Park. In den Hauptrollen: Benedict Cumberbatch und Keira Knightley.

Alain Turing (1912-1954) war ein überragender Logiker und gilt als das größte Zahlengenie seiner Zeit. 15 Jahre bevor 1956 die wissenschaftliche Disziplin der Künstlichen Intelligenz erdacht wurde, entwickelten Computerwissenschaftler die ersten Rechner, um gemeinsam mit Kryptologen die Funksprüche Nazi-Deutschlands zu entschlüsseln. Sie waren erfolgreich, halfen alliierte Geleitzüge zu schützen und verkürzten damit den Zweiten Weltkrieg.