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Category Archives: Informationswissenschaft

„… in jeden Quark begräbt er seine Nase“* – gfwm THEMEN 13 – Neugier

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THEMEN ist die hochwertig gestaltete Fachpublikation der Gesellschaft für Wissensmanagement e. V. Der Schwerpunkt der neuen Ausgabe: „Neugier“.

gfwm THEMEN 13 als PDF oder als Flippage online

Wann waren Sie das letzte Mal richtig neugierig auf etwas Ihnen Unbekanntes? „Neugier“ ist ein Konstrukt, das unterschiedlichste Bewertungen erfahren hat. Die AutorInnen dieser Ausgabe berichten mit Blick auf praxisnahe und auch ungewöhnliche Anlässe über Erfahrungen und oft überraschende Erkenntnisse, die sie mit der Methode „Neugier“ gemacht haben.

Die Beiträge dieser Ausgabe:
– Neugier als Leitmotiv anwenden … und aushalten
– Neugier – Wichtige Voraussetzung für die berufliche Leistung von Wissensarbeitern? von Nicolas Walter (TU Darmstadt)
– Informationseinrichtungen im Wandel. von Gabriela Lüthi-Esposito (Pädagogische Hochschule Bern – PHBern)
– Entwicklungskorridore des Wissens in der Digitalisierung. von Prof. Dr. Heidi Schuhbauer (TH Nürnberg Georg Simon Ohm)
– Curiosity as method. von Marie Jakobsgaard Ravn (Project manager and specialist consultant)
– Neugier auf unser digitales Erbe – Access denied. von Stefan Zillich (re:Quest Berlin+Frankfurt Main)

Ideen entwickeln, kommentieren, Kontakt zu Redaktion und Herausgeber
stefan.zillich@gfwm.de

* J.-W. Goethe, Faust I (Prolog im Himmel)

IWP Heft 2-3/2017 nun online!

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Guten Tag,
Heft 2-3/2017 der IWP ist inzwischen online veröffentlicht worden. DGI-Mitglieder können über den Mitgliederbereich der DGI-Website gratis auf die Zeitschrift zugreifen. Sollten Sie damit Probleme haben, melden Sie sich bitte unter mail@dgi-info.de bei der Geschäftsstelle. Dort helfen wir Ihnen gerne weiter.
Mit dem Klick auf die Links in dem unten stehenden eTOC Alert gelangen Sie gratis nur bis zur Abstractseite.

mit den besten Grüßen,

Margarita Reibel-Felten

De Gruyter
Sehr geehrte Nutzerin, sehr geehrter Nutzer,

eine neue Ausgabe von Information – Wissenschaft & Praxis ist jetzt auf De Gruyter Online verfügbar.

Bitte folgen Sie den Links, um die Beiträge anzuzeigen:

Information – Wissenschaft & Praxis Volume 68, Issue 2-3


Titelseiten

Page i


Stabwechsel in der Redaktion
Karger, Reinhar
Page 121


Performance und Inszenierungen als „Objekte“ in Portalen
Schild, Margret
Page 123


Kennzahlen und Visualisierungen zur Analyse des personalen Wissensaustauschs in Unternehmen
Semar, Wolfgang / Odoni, Fabian / Mastrandrea, Elena
Page 133


Zum Vorschlag der EU-Kommission für eine neue Urheberrechtsrichtlinie
Kuhlen, Rainer
Page 139


Replikationen, Reputation und gute wissenschaftliche Praxis
Fecher, Benedikt / Fräßdorf, Mathis / Hebing, Marcel / Wagner, Gert G.
Page 154


DataWiz: Integration von Open-Science-Praktiken in den Forschungszyklus
Weichselgartner, Erich
Page 159


Opening Scholarly Communication in Social Sciences by Connecting Collaborative Authoring to Peer Review
Sadeghi, Afshin / Wilm, Johannes / Mayr, Philipp / Lange, Christoph
Page 163


Effektivität von Altmetrics in transdisziplinären Forschungsfeldern
Vogler, Elisabeth / Schindler, Christoph / Rittberger, Marc
Page 171


EMiL – Emulationsbasierte Langzeiterhaltung in Gedächtnisinstitutionen
Lubetzki, Nathalie
Page 177


Open Educational Resources (OER) in Deutschland fördern
Mollenhauer, Luca / Blees, Ingo / Rittberger, Marc
Page 179


Projekt Internationales Informationsmanagement für Geflüchtete an der Hochschule Hannover
Schult, Thomas J. / Schulte, Mareike
Page 182


Präsentation und Live-Demo von SowiDataNet – Fachrepositorium für sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Forschungsdaten
Linne, Monika / Jensen, Uwe
Page 185


Zurück in die Zukunft? Die etwas andere Sichtweise auf die APE-Konferenz 2017
Weilenmann, Anne-Katharina / Weisel, Luzian
Page 189


„Informationskompetenz – Informationsverhalten – Informationsverarbeitung“
Doß, Brigitte / Weisel, Luzian
Page 192


Informationen

Page 195


Buchbesprechung

Page 199


Personalien

Page 201


Nachrichten

Page 208


Aus der DGI

Page 211


Terminkalender

Page 214


Corrigendum to: Praxishandbuch Urheberrecht für Bibliotheken und Informationseinrichtungen
Eckenweber-Black, Christine
Page 216

gfwm THEMEN 12 im März 2017 – Schwerpunkt „Gatekeeper“

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gfwm THEMEN ist die hochwertig gestaltete Fachpublikation der Gesellschaft für Wissensmanagement e. V. Der Schwerpunkt dieser Ausgabe: „Gatekeeper“.

gfwm THEMEN 12 als PDF oder als Flippage online

Gatekeeper (Torwächter) sind das Bindeglied im Informationsnetzwerk zwischen Organisation und ihrer Umwelt. Sie unterstützen und steuern den Fluss von Information und Wissen nach innen und nach aussen.

Unter anderem in dieser Ausgabe:
– „Dem freien Geist keine Grenzen setzen und das Unkonventionelle denken“ – Interview mit Prof. Dr. Alexander Wöll, Präsident der Europa-Universität Viadrina (Frankfurt Oder)
– Open Access Revisited – Die Debatte um die Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens geht weiter
– Gatekeeper mit Gateway-Funktion – Das Projekt „Willkommen Standort Oberösterreich“
– Information Risk Management – too much Focus on Damage Prevention/Control currently

Ideen entwickeln, kommentieren, Kontakt:
Homepage gfwm THEMEN

Fachinformationsdienst Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft bewillligt!

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Diese nicht mehr ganz taufrische, aber sehr erfreuliche Nachricht von Dr. Thomas Stäcker, Wolfenbüttel, dass „die DFG der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Leipzig die Einrichtung eines Fachinformationsdienstes (FID) für Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft bewilligt hat“ begeistert die Vorstandsmitglieder der DGI. Und weiter heißt es „Der FID steht in der Tradition des früheren SSG b2i, wird aber nach Maßgabe der neuen Richtlinien andere Akzente setzen.“

So hat sich der gemeinsame Einsatz  für den FID mit unserer Ausbildungssektion KIBA – stellvertretend sei hier die Vorsitzende Frau Prof. Schade von der HAW Hamburg genannt – gelohnt, für unsere Communities eine Anlaufstelle in der Bildung und für die Forschung zu bieten.

Näheres hierzu finden Sie unter: http://www.inetbib.de/listenarchiv/msg60151.html

BG Ihr Luzian Weisel

IWP 5/6 2016 ist nun online

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Liebe DGI-Mitglieder,
nun ist es wieder soweit: Das letzte IWP-Heft für das Jahr 2016 ist online verfügbar. Die Druckexemplare werden Ende des Monats ausgeliefert. Einen unentgeltlichen Zugang zu allen Volltexten der Online-Ausgabe erhalten Sie als Mitglied der DGI über den Mitgliederbereich der DGI-Website.

Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen

Ihre IWP-Redaktion

Was Sie in der aktuellen Ausgabe lesen können, zeigt Ihnen der unten aufgeführte Überblick. Die Redaktion freut sich auf Ihre Reaktionen und auf Ihre Themenvorschläge und Beiträge.

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Adressbüros, Fragämter und Intelligenz-Comptoirs – zur Geschichte der ersten Suchmaschinen

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Adressbüros, Fragämter und Intelligenz-Comptoirs – zur Geschichte der ersten Suchmaschinen

Des Sonntags soll der Mensch ja eigentlich ruhen und sich erbaulichen Gegenständen widmen. Aber was soll er machen, wenn das Erbauliche so schön mit seiner Alltagsbeschäftigung zusammenfällt wie in den aktuellen „Zwischentönen“ des Deutschlandfunks, einem kurzweiligen Interview-Format am Sonntagnachmittag?

In der Sendung vom 6. November 2016 interviewt Michael Langer seinen Studiogast, den Wiener Historiker Anton Tantner.

Der hat nicht nur sehr abwechslungsreiche Musik mit ins Kölner Studio gebracht, sondern berichtet auch sehr anschaulich und bildhaft über sein im vergangenen Jahr bei Wagenbach erschienenes Buch „Die ersten Suchmaschinen: Adressbüros, Fragämter, Intelligenz-Comptoirs.“

Sein Faible für Registrierungs- und Identifizierungstechniken, die Beschäftigung mit der Geschichte der Hausnummern, mit französischen Theoretikern wie Michel Foucault und Gilles Deleuze fallen zusammen mit einer breit angelegten Musikauswahl von Gisela May, den Sex Pistols, Fehlfarben, Stimmgewitter bis hin zu Velvet Underground.

Die komplette Sendung mit Musikauswahl lässt sich nachhören bis zum 13. November 2016 – anschliessend als reines Interview.

Zur Mediathek

DGI-Hinweis: 7. Studentischer Workshop für informationswissenschaftliche Forschung (SWiF), Kiel, 18. und 19.11.2016

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Gerne leite ich die nachfolgende Ankündigung von Frau Dr. Weller weiter …

7. Studentischer Workshop für informationswissenschaftliche Forschung (SWiF) – Beitragseinreichungen bis 15.10.2016

Ankündigung für den diesjährigen Studentischen Workshop informationswissenschaftlicher Forschung (SWiF).

SWIF findet diesmal am 18. und 19.11.2016 an der ZBW Leibniz-Informationszentrum in Kiel statt (siehe auch www.swif2016.jimdo.com).

Ziel dieser Veranstaltung ist es, dass sich Studierende aus verschiedenen Hochschulen kennenlernen können, um sich zum einen über allgemeine Aspekte des Studiums auszutauschen und zum anderen fachlich über eigene Interessensgebiete zu diskutieren.

Der fachliche Austausch basiert dabei vor allem auf Vorträgen zu studentischen Forschungsarbeiten mit anschließender Diskussion im Plenum. Zur Präsentation eignen sich alle studentischen Forschungsarbeiten, beispielsweise Ergebnisse aus Bachelor- oder anderen Abschlussarbeiten oder aus Projekten (Team- und Forschungsprojekte, usw.).

Interessierte Studierende der Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft und verwandter Fächer sind herzlich eingeladen, sich mit ihren Thema um eine Teilnahme zu bewerben. Hierzu sollte ein kurzes Abstract bis zum 15.10.2016 bei den Organisatoren eingereicht werden (weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Webseite).

Natürlich sind auch betreuende ProfessorInnen / DozentInnen herzlich eingeladen, Ihre Studerende zum Workshop zu begleiten.

Wir hoffen, dass wir es auch im 7. Jahr von SWiF schaffen, ein spannendes Programm auf die Beine zu stellen und den Studierenden die Teilnahme zu ermöglichen.

Bei Fragen können Sie uns gerne kontaktieren.

Herzliche Grüße aus Kiel, Köln und Hamburg

Isabella Peters, Katrin Weller und Dirk Lewandowski

Dr. Katrin Weller

GESIS Leibniz Institute for the Social Sciences

Dept. Computational Social Science

Unter Sachsenhausen 6-8

D-50667 Köln

Germany

E-Mail: katrin.weller@gesis.org

Twitter: @kwelle

Web: http://katrinweller.net

Erfahrung trifft Neugier: Rückblick auf die studentische Konferenz „open.access – alles offen?!“ in Düsseldorf

By | Allgemein, DGI, Informationskompetenz, Informationswissenschaft, Junge DGI, Nachwuchsförderung, Projekte | No Comments

Sehr geehrte Interessierte der Informations-Community,

die DGI engagiert sich stärker bei den Lernenden, Lehrenden und Forschenden in den Hochschuleinrichtungen für den Informationsnachwuchs. Davon haben Sie vielleicht schon gehört.

Es begann vor den Sommerferien mit der Kampagne Studierende vernetzt Euch!.

Es folgte die Unterstützung einer Veranstaltung an der Abteilung für Informationswissenschaft der Heinrich-Heine-Universität (HHU) Düsseldorf.

Hierzu mein kurzer Bericht:

Die Konferenz </open.access> – alles offen?! wurde im Rahmen eines Seminars von Studierenden der HHU konzipiert, organisiert und von Frau Tamara Heck, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung, geleitet. Am 19.07. wurden zwischen 10-14 Uhr die Ergebnisse der Seminardiskussionen vorgestellt, die im Laufe des Sommersemesters erarbeitet wurden. Die Teilnahme war für Gäste kostenfrei.

„Frei zugängliches Wissen für jeden: Open Access – Was ist das? – Wie finde ich dieses freie Wissen? – Welche Auswirkungen hat Open Access auf Studierende, Wissenschaftler. Bibliotheken, Verlage und die Gesellschaft? – Welche Tools und Wege können mir im Studium weiterhelfen? – Welche Chancen bieten sich und worin liegen Vor- und Nachteile?“

Diese und weitere Fragen wurden von den Studierenden in Kurzreferaten vor- und zur Diskussion gestellt.

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Bild 1. Seminarteilnehmende und Gäste

Beim Abschlusspodium (Bild 2) beeindruckten die Studierenden mit ihrem erarbeiteten Wissen. Sie argumentierten jeweils in den Rollen eines Verlegers, Bibliothekars, Forscher, Studierenden sowie eines Bürgers. Ein Lerneffekt der Runde: „es gibt keine einfachen Lösungen, wir müssen kontinuierlich im Gespräch bleiben!“

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Bild 2. Teilnehmende des Abschlusspodiums

Die Deutsche Gesellschaft für Information und Wissen e.V. (DGI) unterstützte die Studierendenkonferenz. Neben dem gesponserten Catering waren bei der Konferenz Schatzmeisterin Sigrid Riedel, Vorstand WTI-Frankfurt,  und Vizepräsident Dr. Luzian Weisel, FIZ Karlsruhe, vertreten. Gefragt bei den Studierenden war die Praxis-Erfahrung der beiden Firmenvertreter – die in ihrer Informationsarbeit mit den oben genannten „OA-Markteilnehmern“ regelmäßig und seit vielen Jahren zu tun haben. Im Gegenzug nahmen sie aktuelle Informationen zu Open Access, zu Kollaborationswerkzeugen, zu MOOCs und speziell zur Online-Plattform Sci-Hub mit, die Millionen Fachartikel illegal im Netz verfügbar macht.

Besten Dank, sehr geehrte Frau Heck, für dieses innovative Format und die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch!

An dieser Stelle mein Aufruf an andere Ausbildungsstandorte: falls Sie als Studierende oder Lehrende innovative Formate haben und sich eine Unterstützung durch den Verband der Informationsfachleute Deutschlands wünschen – bitte nehmen Sie mit mir  über die DGI-Geschäftsstelle Kontakt auf.

Weitere Informationen zur Konferenz unter http://openaccess.phil.hhu.de/ bzw. demnächst in der Zeitschrift Information in Wissenschaft und Praxis (IWP).

Mit den besten Grüßen

Ihr Luzian Weisel

Vizepräsident DGI

DGI unterstützt studentische Open Access Konferenz „ – alles offen?!“ in Düsseldorf

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Eine Konferenz, organisiert von Studierenden für Studierende in Düsseldorf!:

</open.access> – alles offen?!

Wann:  

Dienstag, 19.07.2016     10-14 Uhr,

Wo:                           

Gebäude 24.53., Raum 01.81, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Aus der Ankündigung der Studierenden:

Frei zugängliches Wissen für jeden: Open Access.
Was ist das? Wie finde ich dieses freie Wissen?
Welche Tools und Wege können mir im Studium weiterhelfen? Welche Chancen bieten sich und worin liegen Vor- und Nachteile? Wenn dieses Thema dich interessiert, dann besuche unsere Konferenz!

Die Konferenz wird im Rahmen eines Seminars von Studierenden der HHU konzipiert und organisiert. Am 19.07. werden die Ergebnisse der Seminardiskussionen vorgestellt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich über das aktuelle Thema zu informieren und zu diskutieren. Die Teilnahme ist kostenfrei.

DGI unterstützt open access Konferenz

Die Deutsche Gesellschaft für Information und Wissen e.V. (DGI) unterstützt die Studierendenkonferenz. Neben dem gesponserten Catering werden bei der Konferenz Schatzmeisterin Sigrid Riedel  und Vizepräsident Dr. Luzian Weisel vertreten sein, um mit den Teilnehmern über aktuelle Meinungen zu Open Access zu diskutieren.

Weitere Informationen zur Konferenz: http://openaccess.phil.hhu.de/

Zukunft baut auf Erfahrung: Perspektiven vom Mundaneum bis heute

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Bericht von der DGI-Konferenz, 19. und 20. Mai 2016 in Frankfurt am Main von Elgin Helen Jakisch

Eine spannende DGI-Konferenz liegt hinter uns. Die Referenten ermöglichten hochinteressante Einblicke in ihre jeweiligen Erfahrungen und nahmen Bezug zu ihrer Geschichte und den Herausforderungen der Gegenwart. Viele Methoden haben mit der Digitalisierung Schritt gehalten. Viele der Ansätze waren zwar nicht neu, rückten aber die Stärken der „IuD-ler“ wieder mehr ins Bewusstsein. Wer ehrlich ist, bekennt, wie viel Arbeit wirklich gute Wissensorganisation bedeutet. Die DGI-Konferenz 2016 hat zur Konzentration auf diese wesentlichen Fragen einen guten Beitrag geleistet. Soweit so positiv. Doch allen Referenten und Teilnehmern wurde wieder einmal klar: der Nutzen des eigenen Tuns für Praxis und potentielle Kunden ist groß, muss jedoch erheblich besser kommuniziert werden. Der Auftrag lautet, sich als Infoprofi auf die Kernkompetenzen zu fokussieren und damit deutlicher zu werben.

Reinhard Karger, Präsident der DGI, eröffnete die Tagung mit der Aufforderung, die Infoprofis sollten die Diskussion über gesellschafts- und arbeitsmarktpolitische Veränderungen zentral anführen. Wissensmanagement findet heute auf allen Ebenen stattErfahrungen sind ein Fundament, damit Informationskompetenz und -qualität nicht verschwinden. Karger diskutierte den Querschnitt seines in der IWP 2+3/2016 erschienenen Plädoyers über die Positionen der DGI.

Über Paul Otlets Visionen der Organisation des Weltwissens war von Prof. Dr. Frank Hartmann von der Bauhaus-Universität Weimar zu erfahren. Otlet wollte die Information aus den Büchern herausholen und die Fakten erschließen, in einer Zeit des Aufbruchs von Telegraphie, ersten globalen Denkens und Weltausstellungen. Denkt man die Vision zu Ende, ist die Wissensallmende logisch – Wissen sollte Gemeingut sein. Otlet wusste, dass vor der Information die Dokumentation steht und entwarf Ideen zur Vernetzung des Wissens – lange vor Google. Doch geriet Otlet in Vergessenheit, weil er nicht über seine Visionen kommuniziert hatte?

Prof. Dr. Eric Hilgendorf, Universität Würzburg, referierte über das „RobotRecht“. Computer und Recht verzahnen sich, der Rechtsbegriff erweitert sich durch die Schnittstelle Maschine, Mensch und Netz. Der Mensch muss vor Folgen geschützt werden, die seiner Person oder der Gesellschaft schaden könnten, selbst wenn die Begeisterung über neue Wege der Datengenerierung und Vernetzung die Auswirkungen verschleiern.

Hauke Janssen von der Dokumentation des Magazins „Der Spiegel“ erläuterte das Fact-Checking und die Tätigkeiten der Informationsarbeiter seit Gründung der Zeitschrift. Hier ist eine ganze Abteilung mit der Verifikation aller Fakten in Artikeln beschäftigt – ein höchster Anspruch an Informationsqualität, unter dem Druck medialer Aufmerksamkeit in Echtzeit und permanenter interner Lobbyarbeit für die Dokumentation.

Lobby, Kommunikation über den Nutzen, gesellschaftliche Debatten – all dies setzte sich in der Podiumsdiskussion mit den Teilnehmern Reinhard Karger, Prof. Dr. Günther Neher (FH-Potsdam), Dr. Rafael Ball (ETH Zürich) und Dr. Hauke Janssen und unter reger Beteiligung des Publikums fort. Thema „Informationswissenschaft zwischen Krise und Renaissance“ – „Wege aus der Defensive“. Die Schließung des Studiengangs in Düsseldorf und das Urteil des Leibniz-Senats über die ZBMED stimmen nicht gerade optimistisch. Das Thema spielt in deutschen Medien jedoch keine Rolle, obwohl das anders sein sollte. Das Dilemma ist Uneinigkeit der Community in der eigenen Ausrichtung und mangelnde Kommunikation über den Nutzen des Berufsbildes mit fehlender Lobbyarbeit in der Politik. Fazit: das Eigenmarketing ist „verstaubt“, die Bekanntheit des Infoprofis schlecht. Dennoch finden Absolventen Jobs, vielleicht, weil sie ihren Beruf als „Kommunikationsoptionfür universelle Methoden begreifen- denn der Bedarf nach Ordnung des Wissens ist seit Otlet gleich geblieben.

Tag zwei startete mit der Präsentation der Neuausrichtung des IuD-Studiengangs an der FH-Potsdam, von Prof. Dr. Rolf Däßler, der betonte, dass IuD heute im Sinne von Datenmanagement verstanden werden muss. Ein Schwerpunt bildet die mathematischen Grundlagen – wichtig für jede Statistik. Viel Praxis, Werkstatt und Projektarbeit soll die Studenten fit für den Job machen. Danach präsentierten sich vier Studenten mit drei Projekt-, bzw. Masterarbeiten und stellten Ihre Ergebnisse und den Nutzen vor.

Prof. Dr. Marc Rittberger vom DIPF Frankfurt widmete sich den Erfahrungen der Logfileanalyse. Nichts in der webbasierten Welt geht ohne Tracking für die Webseitengestaltung und die Platzierung von Inhalten. Dabei ist das Verständnis über Nutzerverhalten genauso wichtig wie Quantitäten. Die Anpassung an mobile Geräte hat dem Thema erneut Schub gegeben.

Auch Prof. Dr. Ulrike Spree von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg fragte nach den Erfahrungen guter und schlechter Wissensorganisation in den letzten 20 Jahren. Ihr Fokus lag auf Inhaltserschließung und Wissenspräsentation. Die Wissensarbeiter heute tun immer noch zu viel in Handarbeit. Nutzerverhalten wird auch hier nur bei kommerziellen Produkten systematisch, aber sonst viel zu wenig in Betracht gezogen. „Theorie und Praxis arbeiten immer noch nicht gut zusammen“, so ihr Fazit.

Babette Bolle von STN stellte die Funktionalitäten der neuen high-performance-Plattform für die Patentsuche vor. „Wenn man Gutes bewahren will muss man Veränderungen zulassen“, so Babette Bolle und erläuterte den Wandel von der Expertenplattform hin zur intuitiven Selbstrecherche.

Was tun für die Zukunft Medizininformation? Dr. Helge Knüttel, Rechercheur und Fachreferent für Medizin an der UB Regensburg, stellt die hochwertige Informationsversorgung in der Medizin durch den möglichen Wegfall vom Literaturservice DIMDI und der ZBMED in Frage und befürwortete die Sicherung von Know-How in öffentlicher und zentraler Hand. Aus seiner Sicht wäre das für die Gesundheitsversorgung die bessere Entscheidung.

Ulrich Herb von der UB Saarbrücken widmete sich zum Schluss der Kommerzialisierung von Open Access. Aus seiner Sicht ist das Versprechen der Gemeinnützigkeit oder Wissensallmende nur halbherzig umgesetzt. Denn wieder einmal generieren Verlage die Gewinne und die Kosten wurden verlagert und zunehmend intransparent. Die Preise werden mit wachsender Nachfrage nach Open Access steigen – das ist die Marktlogik.

Nähere Infos:

Programm und Folien der Präsentationen finden Sie auf den Seiten des Veranstaltungskalenders.

Langfassungen der Vorträge erscheinen in den folgenden Ausgaben der IWP.

Karger, Reinhard: Perspektiven und Positionen der DGI: ein Plädoyer. – In: IWP, 2-3 (2016), S. 101, s.a. DOI: 10.1515/iwp-2016-0023

Karger, Reinhard: Informationskompetenz fördern: digitale Urteilsfähigkeit. – In: IHK-Wirtschaftsforum, 4 (2019), S. 41, s.a. http://www.frankfurt-main.ihk.de/presse/ihk-wirtschaftsforum/