DGI-Blog

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Zurück zu mir: Reclaim Social Media!

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Reclaim Social Media – wir wollen unsere Daten zurück. Sascha Lobo präsentierte bei einer etwas holprigen Präsentation auf der Re:publica in Berlin ein Projekt, das perfekt in die Zeit passt. Laut seiner Aussage, seine Idee – es sei ihm gegönnt. Er trifft auf jeden Fall den Puls der Zeit!

Die Idee ist konsequent und schwebt bereits seit mehreren Jahren im Raum. Endlich ein Mittel finden, um auf einfache Weise Herr zu werden, über die eigenen Daten. Sascha Lobo scheint es aufgrund seiner starken Reputation im Netz besonders wichtig gewesen zu sein. Er kam auf eine Idee, die viele haben, aber keiner umsetzt. Eine Plattform, auf der Herr Lobo seine Daten wieder vereint hat – aus allen Plattformen, auf denen er aktiv ist. Lobo hat gemacht, zusammen mit Felix Schwenzel. Das Ergebnis ist einfach und doch fantastisch umgesetzt: ein WordPress-Plugin. 

Ein ähnliche Idee, nur noch konsequenter hat es die Maloon GmbH umgesetzt. Social Media Hub  heißt das Drupal-Modul, mit dessen Hilfe man nicht nur in der Lage ist, die Social Media-Inhalte auf die eigene Plattform zu ziehen, sondern sowohl die Inhalte als auch die Kommentare von der eigenen Plattform in die Social Networks zu pushen: “Anschließend synchronisiert es die Kommentare Ihrer Follower zurück in Ihre sozialen Netzwerke, Webseite und Apps”, schreibt das Unternehmen auf seiner Website.

Es geht einerseits um die eigene Kontrolle, andererseits um das Monitoring der eigenen Social Media-Aktivitäten. Freuen wir uns über diese Lösung und warten auf die nächste, noch konsequentere Lösung. Ideen gibt es – doch diese sind eher etwas für ein persönliches Gespräch.

Und zum Schluss eine Frage an Euch: Kennt ihr weitere Lösungen, wie die oben beschriebenen?

 

 

 

Die agile DGI – ein Club für Informationsphilosophen und -pragmatiker

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Die Namensänderung der DGI hat für Furore gesorgt. Das kann ich verstehen, jedoch nur aus euphorisch positiven Gründen. Alle Gründe dagegen habe ich ehrlich gesagt nicht verstanden. Alle Meinungen, die ich in den letzten Tagen gelesen habe, meist aus der Informationswissenschaft, lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Information und Wissen ist zu flach im Vergleich zum alten Titel Informationswissenschaft und Informationspraxis.

Ich bin verblüfft, in diesem Falle als studierter Informationswissenschaftler. Tiefgehender und umfassender könnten die Begriffe Information und Wissen gar nicht sein. Zudem ist der neue Name der DGI konkreter als „Informationswissenschaft und -praxis“ und leitet einen Paradigmenwechsel ein, vom institutionellen Denken zum inhaltlichen Austausch.

Erlauben Sie mir einen kleinen Exkurs

Ich will kurz auf den Begriff der Informationswissenschaft eingehen. Denn, mal ehrlich, haben Sie auf die Frage, was denn Informationswissenschaft sei, einmal eine Antwort in einem Satz bekommen? Mein „Kurz“ ist wörtlich zu nehmen, da ich um diesen Begriff nicht herumschwafeln will – dabei werde ich diese wissenschaftliche Disziplin richtigerweise mit zwei weiteren Disziplinen umschreiben:

Die Informationswissenschaft ist die Soziologie der Informatik

Damit ist alles gesagt. Wir machen uns darüber Gedanken, inwiefern alte und neue Technologien sowie Methoden die Speicherung, Archivierung und Dokumentation von Inhalten fördern bzw. verhindern. Dahinter steckt ein Ziel: der erfolgreiche Fluss der Information. Der Mensch will wissen!

In der DGI sind viele Wissenschaften unter einem Dach: die Informationswissenschaft wie auch die Informatik, die geistige Quelle der Informationswissenschaft. Aber auch die Kommunikationswissenschaften dürfen wir nicht vergessen gleichwohl alle weiteren FH-Studiengänge zu diesem Thema bis hin zu den Medienwissenschaften und zur Soziologie.

Kommen wir zurück zu unserem neuen Namen: Deutsche Gesellschaft für Information & Wissen

Wissenschaftlich und praktisch ist es interessant, wie der Weg von der Information zum Wissen stattfindet. Welche technologischen Mittel stehen uns zur Verfügung? Welche menschlichen Fähigkeiten sind gefordert, Informationen zu bergen und zu befördern? Was verändert sich gesellschaftlich durch neue technologische Möglichkeiten, Informationen in unvorstellbaren, galaktischen Dimensionen fließen zu lassen? Was verstehen wir heute von Dokumentation? Welche dokumentarischen Methoden funktionieren heute noch? Welche sollten wir heute nur noch in Geschichtsbüchern nachlesen? .. so beschäftigen viele weiteren Fragen die Informationsphilosophen und -pragmatiker.

Die Wissenschaft und die Praxis

Das „Und“ ist der Prozess, der Übergang von Theorie zur Praxis. Die Unternehmer lösen bereits Probleme, die in der Informationswissenschaft als theoretische Ansätze wieder und wieder diskutiert werden. Die modernen IT-Unternehmen von heute haben ihre eigene Informationswissenschaft, machen sich intern Gedanken, was neue Technologien auslösen können und stellen sich sofort den praktischen Herausforderungen. Die Erarbeitung theoretischer Modelle und praktische Umsetzung passieren simultan, werden in agilen Prozessen stetig erneuert und angepasst.

Wofür steht nun die DGI? Sie steht für Inhalte nicht Institutionen

Die DGI ist weder Wissenschaft noch Praxis, die DGI ist das „Und“ zwischen Wissenschaft und Praxis. Die DGI steht für den agilen Prozess von Information zum Wissen. In der Gestaltung dieses agilen Prozesses haben alle ihre Daseinsberechtigung, die sich für die Faszination hingeben, Informationen fließen zu lassen und immer verstehen wollen, wie sie fließen. Menschen, die verstehen wollen, wie sich Gesellschaft durch neue Informationstechnologien verändert und auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern sind.

In dieser agilen DGI kann es sich nur um Inhalte, nicht um Institutionen drehen. Diese DGI beschäftigt sich mit Information und Wissen. Wir laden Sie ein, mitzumachen, Ihre Gedanken einzubringen, neu zu denken und innovativ zu handeln.

Ich freue mich auf die nächsten gemeinsamen Veranstaltungen.

Neuer Name: DGI – Deutsche Gesellschaft für Information & Wissen e.V.

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Wir haben aufgeräumt. Der neue Name ist nicht nur einfacher zu lesen, er spiegelt eindeutiger die Realität wider. Die Branche rund um die Informationswissenschaft und -praxis lässt sich nicht mehr mit einem Wort beschreiben – sie ist in der Hinsicht faserig geworden. Aber eine Faszination betrifft sie alle: Der Prozess von Information hin zum Wissen und zurück – sei es aus kommunikativer, aus technischer oder konzeptuell inhalticher Sicht.

Deutsche Gesellschaft für Information und Wissen e.V. – DGI

steht für:

  1. Eine umfassende Kompetenz im Informationsbereich und in der Wissensaufbereitung
  2. Den professionellen Umgang mit Wissen als semantisch kontextualisierter Information
  3. Den nachhaltigen Umgang mit Informations- und Wissens-Ressourcen

Wir werden nun zeitnah die erforderlichen Schritte einleiten, um die entsprechende Eintragung im Vereinsregister vornehmen zu lassen, damit der neue Name auch rechtswirksam wird.

Übrigens, uns kontaktieren, um Mitglied zu werden, können Sie gleich hier:
http://blog.dgi-info.de/kontakt-mitgliedschaft/

Matching Points of Interest from Different Social Networking Sites

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On September 25, we (Tatjana Scheffler, Rafael Schirru, and Paul Lehmann) had the chance to present our work about data integration for points of interest from different community Web sites at the 35th German Conference on Artificial Intelligence in Saarbrücken.

POI matching has become an important task for different systems such as map applications and location recommendation systems. In recent years, users have contributed valuable information about locations (points of interest, POIs) in community projects such as OpenStreetMap (OSM) as well as in commercial social networks like Yelp or its German variant, Qype. These platforms often provide different types of information for the same objects, for example ratings (Qype), check-ins (Facebook Places), descriptions, categories, etc. For researchers and application developers it is often necessary to merge these distinct representations of POIs in order to obtain rich and complete information about the associated locations. Unfortunately the records representing the POIs do not share a common identifier across platforms thus making their matching a difficult task. In our work we present an approach matching POIs from Qype and Facebook Places to their counterparts in OSM. The algorithm uses different similarity measures taking the geographic distance of POIs into account as well as the string similarity of selected metadata fields. An evaluation of our system has shown that our proposed approach achieves an accuracy of 79% for data integration with Qype and 64% with Facebook Places while at the same time reducing the number of false matches compared to two baseline algorithms.

Details about the approach can either be found in our paper or can be directly obtained from the authors.

Wider das Schönsprech-Web – wie wir wieder Wahrheit wagen

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Ein grauenhafter Vortrag, unglaublich langweilig, und die Konferenz ist ehrlich gesagt ein Witz, schlecht obendrein. Genau das würde ich jetzt zu meinem Besten geben, weil es die von mir empfundene Wahrheit ist. Also warum nicht einfach tun:

Ich sitze also bei einer Konferenz im Vortrag, habe mein Smartphone in der Hand und entscheide mich endlich einmal die Wahrheit zu sagen. Egal, ob ich eine repräsentative Rolle einnehme, egal, auch wenn ich im Namen meines Arbeitgebers dort bin, egal, ob in zwei Jahren noch irgendjemand meinen Namen mit einer schlechten Konferenz in Verbindung bringt und egal, ob ich danach mit den Organisatoren dieser Konferenz alle Freundschaft gekündigt habe. Ich tue es! Read More