DGI-Blog

Monthly Archives: Oktober 2017

3sat-Interview mit Vincent F. Hendricks – Leiter des “Instituts zur Erforschung von Filterblasen und Fake News” in Kopenhagen

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Eine der zentralen Aufgaben der DGI, die Vermittlung von Informationskompetenz, steht auch ganz oben auf der Agenda des “Instituts zur Erforschung von Filterblasen und Fake News”. Professor Vincent F. Hendricks leitet diese weltweit einzigartige Einrichtung, die der Universität Kopenhagen angegliedert ist.

In einem spannenden Interview aus der SRF-Reihe “Sternstunde Philosophie” skizziert er gegenüber seinem Gesprächspartner Wolfram Eilenberger, selbst promovierter Philosoph (und wahrscheinlich der einzige mit einer DFB-Trainerlizenz), die Themenvielfalt des Instituts.

Dabei erweist sich Hendricks nicht nur als profunder Kenner auch der abendländischen Philosophen, sondern führt immer wieder deren jeweilige Kernaussagen als Motivation und Beleg seines aktuellen Forschungsgegenstands an.

Natürlich werden Themen wie Facebook und dessen Bedeutung für die Ausbildung von Filterblasen, Fake News und Echokammern thematisiert; auch Funktion und Einfluss von Social Bots auf die Meinungsbildung der Bevölkerung erläutern die beiden Diskutanten.

Am Beispiel des letzten amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfs und der Politik der amtierenden Trump-Administration werden die elementaren Gefahren von Fake News deutlich – Vincent F. Hendricks sieht denn auch “die Zukunft der Menschheit” in Gefahr, sollten wir uns in unserem Informationsverhalten und in der Bewertung bzw. Einordnung der gewonnenen Informationen nicht deutlich von vorgefertigten manipulativen Schablonen emanzipieren.

SRF-Interview mit Vincent F. Hendricks und Wolfram Eilenberger, ausgestrahlt am 17.9.2017 auf 3sat

Biographisches zu Professor Vincent F. Hendricks und Wolfram Eilenberger

Studie der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM), der Hays AG und des Beratungsunternehmens PAC – “Wissensarbeiter zu stark mit Routinearbeiten beschäftigt”

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Mannheim, 10.10.2017

Laut der aktuellen “Hays-Wissensarbeiterstudie 2017 (Wissensarbeit im digitalen Wandel. Neue Spannungs- und Handlungsfelder)” wenden Wissensarbeiter mehr als ein Drittel ihrer Arbeitszeit (36 Prozent) für Routinetätigkeiten auf. Wissensbasierte Tätigkeiten liegen gleichauf (36 Prozent) – für’s Knobeln an komplexen Problemen stehen demnach nur noch 29 Prozent der Gesamtarbeitszeit zur Verfügung. Dieses Verhältnis, das sich übrigens seit der letzten Erhebung im Jahre 2013 kaum verändert hat, sollte Anlass zur Optimierung der IT-Infrastrukturen in den Unternehmen geben. Unterstützt wird diese Massnahme von 54 Prozent der befragten Führungskräfte und sogar 60 Prozent der Wissensarbeiter.

Nach wie vor wird die Rolle der Wissensarbeiter in den Organisationen hoch geschätzt: Für 51 Prozent der befragten Führungskräfte haben Wissensarbeiter eine herausragende Bedeutung (2013: 57 Prozent). Dies sehen jedoch nur gut ein Drittel der befragten Wissensarbeiter selbst so (37 Prozent im Vergleich zu 49 Prozent in 2013).

Sollten diese Entwicklungen auf mangelhafte Unterstützung der Wissensarbeiter durch ihr Management hindeuten, wird auch klar, warum die Hälfte der Wissensarbeiter eher an ihren Themen, als am jeweiligen Unternehmen hängen (51 Prozent). Noch deutlicher wird dies bei der Wechselbereitschaft der Wissensarbeiter – 53 Prozent würden für eine fachliche Weiterentwicklung das Unternehmen wechseln.

85 Prozent der befragten Führungskräfte halten Wissensarbeiter für schwer ersetzbar – von diesen selbst schätzt das aber nur jeder Zweite so ein (51 Prozent).

Ein Fazit der Studie: Zur Vermeidung eines “Tunnelblicks” sollten Wissensarbeiter die Möglichkeit bekommen, sich auch mit “anderen Inhalten zu beschäftigen”. Strategische Fähigkeiten und jene, sich in neue Frage- und Problemstellungen einzuarbeiten, seien “wichtige Kompetenzen”, so der Vorstand der Hays AG, Christoph Niewerth.

Insgesamt nahmen an der Online-Befragung 1.215 Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen und Organisationen im deutschsprachigen Raum teil. 100 Prozent der Befragten hatten eine akademische Ausbildung – die Hälfte Führungskräfte und die andere Hälfte “Wissensarbeiter ohne Führungsverantwortung”.

Hays-Wissensarbeiterstudie 2017 / Wissensarbeiter zu stark mit Routinearbeiten beschäftigt / Maßnahmen zur Unterstützung der Wissensarbeit.

Quelle: “obs/Hays AG/©Hays 2017”

www.presseportal.de

Weitere Infos und Downloadmöglichkeit der Studie auf der Website der Hays AG

 

 

IWP 4/2017 online

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Guten Tag,

die Ausgabe 4/2017 der IWP ist online. Über den Mitgliederbereich der DGI haben DGI-Mitglieder gratis Zugriff auf alle Beiträge.

Information – Wissenschaft & Praxis Volume 68, Issue 4


Titelseiten
Page i


Klare Sprache als Mittel für Fachkommunikation und Wissenstransfer
Luttermann, Karin
Page 217


UrhWissG – das neue Wissenschaftsurheberrecht bleibt regulierungstechnisch überspezifisch problematisch
Kuhlen, Rainer
Page 227


Ten years after – Stand und Perspektiven der DGI‑Initiative für Informationskompetenz
Weisel, Luzian
Page 246


Zusammenführung mehrerer Thesauri zu einem gemeinsamen Begriffssystem
Dunckel, Pea
Page 253


brain drain der europäischen Informationswissenschaft
Hillebrand, Vera
Page 263


FREME – semantische und mehrsprachige Anreicherung selbstgemacht
Sasaki, Felix
Page 271


Design und Evaluation von Informationssystemen
Claessen, Valerie / Schmidt, Adrian
Page 274


Frankfurt International Indexing Conference 2016
Fassbender, Jochen / Robertson, Michael / Kingdom, Ann / Dienelt, Oliver / Steurer, Isabel
Page 277


Bericht über die Frühjahrstagung der Fachgruppe Dokumentation im Rahmen der Jahrestagung des Deutschen Museumsbundes
Schild, Margret
Page 281


Open Science ja, aber…
Weilenmann, Anne-Katharina
Page 288


PATINFO 2017 – „Europäische Schutzrechtssysteme im Wandel“
Mecke, Arndt
Page 291


Mitgliedschaft für Studenten, Auszubildende und Umschüler gratis 295
DGI-Mitgliederversammlung und Wahl eines neuen DGI-Vorstands 295
Die DGI auf dem Bibliothekartag 295
Neue Besetzung der DGI-Geschäftsstelle 296
Jahresbericht 2016 der DGI 296
Dieter Geiß † 296
Der neue Vorstand der DGI 296
Michael Borchardt 297
Christine Eckenweber-Black 298
Axel Ermert 298
Barbara Müller-Heiden 299
Marlies Ockenfeld 299
Margret Schild 300
Nadine Walger 300
Dr. Luzian Weisel 301
Page 295

Bibliothekartag 2017 302
KIBA-Podiumsdiskussion 302
Zukunftsgestalter in Bibliotheken 302
Ausgezeichnete studentische Team-Projekte 303
„The Living Value Network“ – die GfWM Frankfurt entwirft
Zukunftsperspektiven für Wissensarbeiter 304
Das neue GfWM-Forum: Michael Borchardt schildert seine ersten Eindrücke 304
Der Gatekeeper: Stefan Zillich über das Bindeglied im Informationsnetzwerk 06
Internationale Norm mit Fachsprache der Information und Dokumentation erschienen (ISO 5127) 307
Page 302

BIS und SAB wollen zu Bibliosuisse fusionieren 309
Neue Fachwirte für Informationsdienste 309
Anonymes crowdbasiertes Peer Review im Test 309
Millionen-Urteil für Elsevier gegen Sci-Hub 309
DIPF: Neue Informatik-Professur Educational Technologies 310
Schulungen zur IT-Sicherheit unzureichend 310
DVMD-Frühjahrssymposium am 2. März 2018 in Duisburg 310
Page 309

Bernd Lorenz und Vesna Steyer
Petra Hauke (Hrsg.): Praxishandbuch Ausstellungen in
Bibliotheken 311
Christian Hempel
Michael Kayser, Bartosz Makowicz und Reinhard
Preusche: Compliance Management. Fragen und
Antworten zu DIN ISO 19600 312
Joachim Griesbaum
Frauke Schade: Praxishandbuch Digitale Bibliotheksdienstleistungen:
Strategie und Technik der Markenkommunikation 313
Barbara Müller Heiden
Magnus Brechtken: Rezension eines Anhangs:
Albert Speer. Eine deutsche Karriere 315
Page 3011

Terminkalender
Page 317

Bei Problemen melden Sie sich bitte unter mail@dgi-info.de bei der Geschäftsstelle. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

mit den besten Grüßen,

Margarita Reibel-Felten