Studie der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM), der Hays AG und des Beratungsunternehmens PAC – „Wissensarbeiter zu stark mit Routinearbeiten beschäftigt“

Mannheim, 10.10.2017

Laut der aktuellen „Hays-Wissensarbeiterstudie 2017 (Wissensarbeit im digitalen Wandel. Neue Spannungs- und Handlungsfelder)“ wenden Wissensarbeiter mehr als ein Drittel ihrer Arbeitszeit (36 Prozent) für Routinetätigkeiten auf. Wissensbasierte Tätigkeiten liegen gleichauf (36 Prozent) – für’s Knobeln an komplexen Problemen stehen demnach nur noch 29 Prozent der Gesamtarbeitszeit zur Verfügung. Dieses Verhältnis, das sich übrigens seit der letzten Erhebung im Jahre 2013 kaum verändert hat, sollte Anlass zur Optimierung der IT-Infrastrukturen in den Unternehmen geben. Unterstützt wird diese Massnahme von 54 Prozent der befragten Führungskräfte und sogar 60 Prozent der Wissensarbeiter.

Nach wie vor wird die Rolle der Wissensarbeiter in den Organisationen hoch geschätzt: Für 51 Prozent der befragten Führungskräfte haben Wissensarbeiter eine herausragende Bedeutung (2013: 57 Prozent). Dies sehen jedoch nur gut ein Drittel der befragten Wissensarbeiter selbst so (37 Prozent im Vergleich zu 49 Prozent in 2013).

Sollten diese Entwicklungen auf mangelhafte Unterstützung der Wissensarbeiter durch ihr Management hindeuten, wird auch klar, warum die Hälfte der Wissensarbeiter eher an ihren Themen, als am jeweiligen Unternehmen hängen (51 Prozent). Noch deutlicher wird dies bei der Wechselbereitschaft der Wissensarbeiter – 53 Prozent würden für eine fachliche Weiterentwicklung das Unternehmen wechseln.

85 Prozent der befragten Führungskräfte halten Wissensarbeiter für schwer ersetzbar – von diesen selbst schätzt das aber nur jeder Zweite so ein (51 Prozent).

Ein Fazit der Studie: Zur Vermeidung eines „Tunnelblicks“ sollten Wissensarbeiter die Möglichkeit bekommen, sich auch mit „anderen Inhalten zu beschäftigen“. Strategische Fähigkeiten und jene, sich in neue Frage- und Problemstellungen einzuarbeiten, seien „wichtige Kompetenzen“, so der Vorstand der Hays AG, Christoph Niewerth.

Insgesamt nahmen an der Online-Befragung 1.215 Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen und Organisationen im deutschsprachigen Raum teil. 100 Prozent der Befragten hatten eine akademische Ausbildung – die Hälfte Führungskräfte und die andere Hälfte „Wissensarbeiter ohne Führungsverantwortung“.

Hays-Wissensarbeiterstudie 2017 / Wissensarbeiter zu stark mit Routinearbeiten beschäftigt / Maßnahmen zur Unterstützung der Wissensarbeit.

Quelle: „obs/Hays AG/©Hays 2017“

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Weitere Infos und Downloadmöglichkeit der Studie auf der Website der Hays AG

 

 

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