Category Archives: Internet der Dienste

IWP 5/6 2016 ist nun online

By | Allgemein, Ankündigung, CeBIT, DGI, Industrie 4.0, Informationspraxis, Informationswissenschaft, Internet der Dienste, Internet und Gesellschaft | No Comments
Liebe DGI-Mitglieder,
nun ist es wieder soweit: Das letzte IWP-Heft für das Jahr 2016 ist online verfügbar. Die Druckexemplare werden Ende des Monats ausgeliefert. Einen unentgeltlichen Zugang zu allen Volltexten der Online-Ausgabe erhalten Sie als Mitglied der DGI über den Mitgliederbereich der DGI-Website.

Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen

Ihre IWP-Redaktion

Was Sie in der aktuellen Ausgabe lesen können, zeigt Ihnen der unten aufgeführte Überblick. Die Redaktion freut sich auf Ihre Reaktionen und auf Ihre Themenvorschläge und Beiträge.

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Tipp des Tages: arte-Dokumentation „Schichtwechsel, die Roboter übernehmen“

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Eine sehr sehenswerte Dokumentation zur Zukunft der Arbeit und Industrie 4.0, aktuell zu sehen in der Kurzfassung bei der ARD-Themenwoche und in der Langfassung auf der arte Mediathek, noch zu sehen bis zum 12.12.2016:

Schichtwechsel, die Roboter übernehmen (Langfassung arte)

http://www.arte.tv/guide/de/055859-000-A/schichtwechsel-die-roboter-ubernehmen?country=DE

oder hier die kürzere Fassung von der ARD

http://www.ard.de/home/themenwoche/Schichtwechsel_die_Roboter_uebernehmen_ARD_Themenwoche/3577346/index.html

Wir stehen vor eine industriellen Revolution, die nicht nur die Automatisierung der Arbeit weiter vorantreibt und Menschen durch Maschinen ersetzt. Die Dokumentation zeigt eindrücklich, dass mit dem Wandel auch ein Umdenken stattfinden muss, wie wir uns Menschen sehen, unsere Gesellschaft gestalten wollen. Man darf das Thema nicht nur technisch oder renditeorientiert begreifen, auch wenn das im Augenblick nahe liegt. Den Wert, den der Mensch mit seinen kreativen und empathischen Fähigkeiten besitzt, könnte vielleicht wieder steigen und wichtiger werden. Auch das wäre eine Chance. Momentan denken wir noch in den Gesetzmäßigkeiten der „alten“ industriellen Welt.

In Minute 12 sagt man das Ende des Bibliothekars voraus, in Minute 24 hören wir, dass der Clickworker um die 10 EUR Stundenlohn bekommt und ganze Branchen, die bisher noch Wissensarbeiter beschäftigen, von Algorithmen abgelöst werden. Wie schnell und wie umfassend die Veränderungen sein werden, ist noch nicht zu sagen. Sind wir darauf vorbereitet und beschäftigen wir uns genug damit? Deshalb der Tipp des Tages.

Zukunft für die Informationswissenschaft in Düsseldorf!

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Für die einen ist es „eines der wichtigsten Fächer für das digitale Internetzeitalter“ für die anderen ein möglicher Auslaufkandidat: Informationswissenschaft. Am 26. Januar diskutiert der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät über die Schließung der Düsseldorfer Informationswissenschaft. Die Rheinische Post berichtete, der Hashtag auf Twitter ist #saveIWS, via change.org rief der Fachschaftsrat der Düsseldorfer Informationswissenschaft zur Unterstützung seiner Petition auf für die Erhaltung des Studienfaches Informationswissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität.

DGI-Präsident Reinhard Karger hat bereits am 22.01. im Namen des Gesamtvorstands an die Rektorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und den Dekan der Philosophischen Fakultät geschrieben. Wir veröffentlichen hier den ungekürzten Text:

Betreff: Zukunft für die Informationswissenschaft in Düsseldorf! 22.01.2016

Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Steinbeck,

ich habe theoretische Linguistik in Wuppertal studiert, der Austausch mit der Heinrich-Heine-Universität war intensiv und fruchtbar – das war in den 80gern. Heute bin ich Unternehmenssprecher des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, DFKI, aber ich wende mich an Sie als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Information und Wissen, DGI, und im Namen des Gesamtvorstandes. In den vergangenen Tagen haben wir erfahren, dass der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät bei seiner nächsten Sitzung am 26. Januar über die Schließung der Düsseldorfer Informationswissenschaft – nach der Pensionierung des Lehrstuhlinhabers Wolfgang G. Stock – diskutiert. Und unsere erste Reaktion war ehrliche Bestürzung.

Smart Data verspricht Big Business und Data Scientists werden überall gesucht – in dieser Situation würde man die Informationswissenschaft expandieren!

Bitte lassen Sie mich feststellen, dass ich selbstverständlich den finanziellen Druck auf den Haushalt verstehe. Aber lassen Sie mich bitte inhaltliche und perspektivische Argumente in die Diskussion einbringen, um zu bewirken, dass Sie diesen möglichen Beschluss nicht treffen, sondern die Chancen der Informationswissenschaft für Düsseldorf und die Informationswirtschaft erhalten:

Die Digitalisierung verändert unsere Lebenswelten drastisch. Der Prozess ist atemberaubend, die Entwicklung arbeitsteilig: die Physiker verbessern die Prozessoren, die Informatiker die Algorithmen, die Betriebswirte entwerfen die Geschäftsmodelle. Das ist viel, aber das reicht nicht aus!

Informationswissenschaft fokussiert Informationskompetenz und Datenanalyse als Basis wissensbasierter und mündiger Entscheidungen, adressiert damit gleichzeitig die Entwickler der algorithmischen Lösungen und die Nutzer der digitalen Dienste.

Informationswissenschaft liefert eine tragende Säule für die demokratische Ausgestaltung der Digitalisierung. Es geht ihr um die Verlässlichkeit der Information, um die Beurteilung der Inhalte, um Informationsqualität und noch viel mehr um die Urteilsfähigkeit der Bürger als informierte Akteure der digitalen Gesellschaft!

Die Digitalwirtschaft ist herausragend erfolgreich. Die Berichterstattung fokussiert auf die Unternehmenserfolge des Silicon Valley und den Zustand, dass große Marktbereiche von wenigen amerikanischen Platzhirschen besetzt sind. Natürlich ist diese Analyse gegenwärtig korrekt, aber die Zukunft ist noch nicht entschieden. Wir erleben erst die Frühphase der entstehenden digitalen Gesellschaft.

Die Informationswissenschaft ist im konzeptionellen Herz der Internetwirtschaft und der neuen Geschäftsmodelle für das Internet der Dinge und Industrie 4.0., für Smart Factories, Smart Services und Smart Cities. Die neuen Dienste, die neuen Wertschöpfungsketten müssen gestaltet, verstanden, beworben, erläutert und gewartet werden und können so zu neuen erfolgreichen Produkten, Abteilungen und Ausgründungen führen.

Mein Appell als DGI-Präsident: Unterstützen Sie die Informationswissenschaft in Düsseldorf! Sie ist einmalig in Nordrhein-Westfalen! Werben Sie für den weiteren interdisziplinären und interkulturellen Aufbau von Informationskompetenz! Bitte nutzen Sie den Generationenwechsel als Chance und Neuanfang für die Düsseldorfer Informationswissenschaft!

Beste Grüße

Reinhard Karger, M.A.
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Information und Wissen e.V. (DGI)

Neue vernetzte Welt: Interview mit Reinhard Karger bei hr-iNFO

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Die neue vernetzte Welt bietet viele neue Chancen auf der einen Seite und beängstigt auf der andere Seite die Menschen. Reinhard Karger, DGI-Präsident, erklärt im Interview mit HR-iNFO (www.hr-inforadio.de), dass wir uns im Grunde keine Sorgen machen müssen.

CeBIT-Blog: 2015 wird das Jahr des Internet der Dinge

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Foto: DFKI / ZeMA

Foto: DFKI / ZeMA

Das Internet der Dinge wird Berufe und Arbeitsabläufe verändern, neue erwerbswirtschaftliche Perspektiven schaffen, gesellschaftliche Partizipation erleichtern. Der private Alltag und das Zuhause werden smarter, die Freizeit datenreicher. Die Aussagen sind nicht neu, nur die Anschauung fehlt noch. Aber: Rückblickend wird 2015 als das Jahr in Erinnerung bleiben, in dem die sich abzeichnende Bedeutung des Internet der Dinge das erste Mal konkret erlebbar wurde, so Reinhard Karger, DGI-Präsident und Unternehmenssprecher für das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Weiterlesen auf dem CeBIT-Blog

Die agile DGI – ein Club für Informationsphilosophen und -pragmatiker

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Die Namensänderung der DGI hat für Furore gesorgt. Das kann ich verstehen, jedoch nur aus euphorisch positiven Gründen. Alle Gründe dagegen habe ich ehrlich gesagt nicht verstanden. Alle Meinungen, die ich in den letzten Tagen gelesen habe, meist aus der Informationswissenschaft, lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Information und Wissen ist zu flach im Vergleich zum alten Titel Informationswissenschaft und Informationspraxis.

Ich bin verblüfft, in diesem Falle als studierter Informationswissenschaftler. Tiefgehender und umfassender könnten die Begriffe Information und Wissen gar nicht sein. Zudem ist der neue Name der DGI konkreter als „Informationswissenschaft und -praxis“ und leitet einen Paradigmenwechsel ein, vom institutionellen Denken zum inhaltlichen Austausch.

Erlauben Sie mir einen kleinen Exkurs

Ich will kurz auf den Begriff der Informationswissenschaft eingehen. Denn, mal ehrlich, haben Sie auf die Frage, was denn Informationswissenschaft sei, einmal eine Antwort in einem Satz bekommen? Mein „Kurz“ ist wörtlich zu nehmen, da ich um diesen Begriff nicht herumschwafeln will – dabei werde ich diese wissenschaftliche Disziplin richtigerweise mit zwei weiteren Disziplinen umschreiben:

Die Informationswissenschaft ist die Soziologie der Informatik

Damit ist alles gesagt. Wir machen uns darüber Gedanken, inwiefern alte und neue Technologien sowie Methoden die Speicherung, Archivierung und Dokumentation von Inhalten fördern bzw. verhindern. Dahinter steckt ein Ziel: der erfolgreiche Fluss der Information. Der Mensch will wissen!

In der DGI sind viele Wissenschaften unter einem Dach: die Informationswissenschaft wie auch die Informatik, die geistige Quelle der Informationswissenschaft. Aber auch die Kommunikationswissenschaften dürfen wir nicht vergessen gleichwohl alle weiteren FH-Studiengänge zu diesem Thema bis hin zu den Medienwissenschaften und zur Soziologie.

Kommen wir zurück zu unserem neuen Namen: Deutsche Gesellschaft für Information & Wissen

Wissenschaftlich und praktisch ist es interessant, wie der Weg von der Information zum Wissen stattfindet. Welche technologischen Mittel stehen uns zur Verfügung? Welche menschlichen Fähigkeiten sind gefordert, Informationen zu bergen und zu befördern? Was verändert sich gesellschaftlich durch neue technologische Möglichkeiten, Informationen in unvorstellbaren, galaktischen Dimensionen fließen zu lassen? Was verstehen wir heute von Dokumentation? Welche dokumentarischen Methoden funktionieren heute noch? Welche sollten wir heute nur noch in Geschichtsbüchern nachlesen? .. so beschäftigen viele weiteren Fragen die Informationsphilosophen und -pragmatiker.

Die Wissenschaft und die Praxis

Das „Und“ ist der Prozess, der Übergang von Theorie zur Praxis. Die Unternehmer lösen bereits Probleme, die in der Informationswissenschaft als theoretische Ansätze wieder und wieder diskutiert werden. Die modernen IT-Unternehmen von heute haben ihre eigene Informationswissenschaft, machen sich intern Gedanken, was neue Technologien auslösen können und stellen sich sofort den praktischen Herausforderungen. Die Erarbeitung theoretischer Modelle und praktische Umsetzung passieren simultan, werden in agilen Prozessen stetig erneuert und angepasst.

Wofür steht nun die DGI? Sie steht für Inhalte nicht Institutionen

Die DGI ist weder Wissenschaft noch Praxis, die DGI ist das „Und“ zwischen Wissenschaft und Praxis. Die DGI steht für den agilen Prozess von Information zum Wissen. In der Gestaltung dieses agilen Prozesses haben alle ihre Daseinsberechtigung, die sich für die Faszination hingeben, Informationen fließen zu lassen und immer verstehen wollen, wie sie fließen. Menschen, die verstehen wollen, wie sich Gesellschaft durch neue Informationstechnologien verändert und auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern sind.

In dieser agilen DGI kann es sich nur um Inhalte, nicht um Institutionen drehen. Diese DGI beschäftigt sich mit Information und Wissen. Wir laden Sie ein, mitzumachen, Ihre Gedanken einzubringen, neu zu denken und innovativ zu handeln.

Ich freue mich auf die nächsten gemeinsamen Veranstaltungen.

Neuer Name: DGI – Deutsche Gesellschaft für Information & Wissen e.V.

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Wir haben aufgeräumt. Der neue Name ist nicht nur einfacher zu lesen, er spiegelt eindeutiger die Realität wider. Die Branche rund um die Informationswissenschaft und -praxis lässt sich nicht mehr mit einem Wort beschreiben – sie ist in der Hinsicht faserig geworden. Aber eine Faszination betrifft sie alle: Der Prozess von Information hin zum Wissen und zurück – sei es aus kommunikativer, aus technischer oder konzeptuell inhalticher Sicht.

Deutsche Gesellschaft für Information und Wissen e.V. – DGI

steht für:

  1. Eine umfassende Kompetenz im Informationsbereich und in der Wissensaufbereitung
  2. Den professionellen Umgang mit Wissen als semantisch kontextualisierter Information
  3. Den nachhaltigen Umgang mit Informations- und Wissens-Ressourcen

Wir werden nun zeitnah die erforderlichen Schritte einleiten, um die entsprechende Eintragung im Vereinsregister vornehmen zu lassen, damit der neue Name auch rechtswirksam wird.

Übrigens, uns kontaktieren, um Mitglied zu werden, können Sie gleich hier:
http://blog.dgi-info.de/kontakt-mitgliedschaft/

Wer die Gegenwart verpasst, kommt für die Zukunft zu spät

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Wir leben im Gestern, verpassen das Jetzt und ignorieren das Morgen. So meint es Reinhard Karger, Unternehmenssprecher des DFKI und ehrenamtlicher Innovations-Beauftragter. In seinem Vortrag in Köln, am 25. Januar 2013 auf der Veranstaltung „Gedanken tanken“ , geht Karger auf die Entwicklung des Internets ein. „Alte Kamellen“, so könnten Sie meinen. Doch eigentlich haben wir heute keine wirklichen Vorstellung davon, was vernetzt sein morgen bedeutet. Nach diesem Vortrag können Sie es vielleicht erahnen:

Ein Blog für Wissenschaft und Praxis

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Die Deutsche Gesellschaft für Informationswissenschaft und Praxis ist bekannt für ihr kompetentes Experten-Netzwerk aus der Informations- und Webbranche. Dieser Blog soll Autoren auf dem Gebiet der Informationswissenschaft und -praxis sowie dem großen Feld der Webforschung zu Wort kommen lassen. Es werden aktuelle Themen, aber auch historisch gewachsene Problemstellungen erörtert und diskutiert werden. Wir laden Sie herzlich ein, daran teilzunehmen.