DGI-Blog

Category Archives: Informationspraxis

GfWM THEMEN 4 / Januar 2013

By | Ankündigung, Informationskompetenz, Informationspraxis, Informationswissenschaft, Internet und Gesellschaft, Social Media | No Comments

Mit ihrer fachlichen Publikationen GfWM THEMEN stellt das Redaktionsteam der Gesellschaft für Wissensmanagement gleich zu Jahresbeginn vier hoch interessante Beiträge vor, die mitunter durchaus berechtigte, ja vielleicht sogar fordernde Fragen stellen:

  • Alumni-Netzwerke als Beitrag zum betrieblichen Wissensmanagement mittels Social Media , von Kai Fetzer, Prof. Dr. Alexander Mädche, Susanne Ransweiler
  • GfWM Diskussionspapier – Wissensarbeit in modernen Arbeitswelten: Ein Zukunftsbild, von Dr. Stefan Rehm, Georg Bremer, Stefan Zillich, Dr. Hein Reuter, Gabriele Vollmar
  • Komplexe Zusammenhänge sichtbar machen und bewerten – So funktioniert „Exzellente Wissensorganisation“, von Christian Keller
  • „Maybe Knowing II“ – some further aspects on cross-fertilization of knowledge and art, von Günther M. Szogs

Kostenfreier Download als PDF http://www.gfwm.de/files/GfWMTHEMEN4-Januar2013.pdf

Homepage http://www.gfwm.de/node/8

BBK Workshop: „Zwischen Bibliothekaren und Bücherwürmern: Gesellschaftliches und politisches Engagement von Information Professionals“

By | Bildungspolitik, Informationspraxis, Informationswissenschaft, Internet and Society, Internet und Gesellschaft, Netzpolitik | No Comments

Am kommenden Dienstag (27.11.2012) findet im BBK (am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft, Humboldt Universität zu Berlin) eine Diskussionsveranstaltung zum Thema ‚Gesellschaftliches und politisches Engagement von Information Professionals‘.

Schwerpunkt der Diskussion ist die Rolle der Lehre und Forschung als Institutionen, die diese wichtigen Themen als integralen Teil des fachlichen Diskurses etablieren können sowie gesellschaftlich und politisch bewussten Information Professionals ausbilden können.

Das Abstract der Veranstaltung:

In der Epoche der Informations- und Wissensgesellschaft, mehr als je zuvor, haben Information Professionals (Bibliothekar_Innen sowie andere Informationsberufe) einen wichtigen Beitrag zu öffentlichen, gesellschaftlichen und politischen Debatten zu leisten. Tagtäglich geschehen Ereignisse, die aus einer fachlichen und informationsethischen Sicht betrachtet werden sollen und von der Information Community nicht unkommentiert gelassen werden können. Letzten Endes haben diese Ereignisse eine bedeutende Wirkung auf die Praxis der Informationsberufe, und noch wichtiger – auf die Gesellschaft, in der diese Berufe agieren. Doch inwieweit findet eine solche Diskussion innerhalb des Berufsumfeldes statt? Und wie wird diese nach außen kommuniziert? Welche Rolle erfüllen Forschung, Lehre, Praxis und professionelle Verbände? Als Forschungs- und Ausbildungseinrichtung muss sich das IBI mit diesen Fragen auseinandersetzen, um diese Themen als festen Bestandteil des beruflichen Diskurses zu etablieren. Für diese BBK-Veranstaltung ist eine Diskussion zum Thema vorgesehen.

 

Den Bericht über den Workshop sowie eine Aufzeichnung des Vortrags finden Sie auf dem Drawer 2.0 Blog.

GfWM THEMEN Ausgabe 3 / September 2012

By | Dokumentation, Informationskompetenz, Informationspraxis, Informationswissenschaft, Internet and Society, Internet und Gesellschaft, Netzpolitik, Social Media | No Comments

GfWM THEMEN 3 / September 2012

Mit ihrer neuen fachlichen Publikation GfWM THEMEN veröffentlicht die Gesellschaft für Wissensmanagement in der mittlerweile dritten, gerade vorgelegten Ausgabe Expertenbeiträge rund um das Thema Wissensmanagement. Das Redaktionsteam stellt Ihnen in dieser Ausgabe neben weiteren bemerkenswerten Fachbeiträgen auch diesen Artikel über kritische Aspekte des wissenschaftlichen Publizierens vor:

Leistungsschutzrecht, Acta, Urheberrecht und Open Access: Der Umgang mit Information und Wissen wird zunehmend komplexer gestaltet und beeinflusst auch den Bereich des wissenschaftlichen Publizierens: Elka Sloan schildert am Beispiel der Elsevier-Boykotts ausgewählte Aspekte der neuen Entwicklungen.

Die weiteren Beiträge dieser Ausgabe:

– Günther M. Szogs: „Maybe Knowing“ – an impulse regarding cross-fertilization of knowledge and art
– Stephan Tanneberger: Die Soziale Netzwerke-Pyramide
– Interview mit Dirk Lorber, db InfoCenter, Deutsche Bank Research: „ … durch konstante Leistung überzeugen“
– Dr. Siegfried Mauch: Wissensmanagement in Baden-Württemberg am Beispiel Feuerwehr im Main-Tauber-Kreis
– Prof. Dr. Gudrun Behm-Steidel: Qualifizierungen im Bereich Wissensmanagement – ein unübersichtlicher Dschungel?!

Kostenloser Download GfWM THEMEN 3 / September 2012 als PDF http://www.gfwm.de/files/GfWMTHEMEN3-September2012.pdf
Homepage GfWM THEMEN und GfWM newsletter http://www.gfwm.de/node/8

Dass Redaktionsteam wünscht eine interessante Lektüre und freut sich auf Ihre Rückmeldungen.
themen_at_gfwm.de

Digitale Demenz – Was hat Manfred Spitzers Buch mit der DGI zu tun und warum sollten wir dazu diskutieren?

By | Bildungspolitik, Dokumentation, Informationskompetenz, Informationspraxis, Informationswissenschaft, Internet and Society, Netzpolitik | 12 Comments

Das Buch von Manfred Spitzer „Digitale Demenz“ erregt derzeit, zu Recht wie ich finde, die öffentlichen Gemüter. Aussagen aus dem Spitzer-Buch tangieren dabei die Thematik Informationskompetenz, derjenigen der Laien sowie der (Informations-)Experten. Allerdings teile ich sein Lamento nicht und schon gar nicht die Verwendung von „Studienergebnissen“ aus der frühkindlichen Phase, die dann einfach mal auf die Verhältnisse bei Schulkindern und bei jungen Erwachsenen übertragen werden.

Schauen wir einmal in das Vorwort und die Einführung zu Spitzers Buch – Quelle:

http://www.droemer-knaur.de/livebook/LP_978-3-426-27603-7/downloads/livebook.pdf (Stand 06.09.2012).

Dort heißt es: Read More

Heiße Debatte um das Leistungsschutzrecht… Und wo bleiben die Bibliotheksverbände?

By | Bibliothek und Information, Informationspraxis, Internet und Gesellschaft | 4 Comments

Ich fühle eine Art Déjà vu. Ich habe es schon mal (ok, mehrmals) gesagt.

Sascha Lobo hat schön aufgezählt, wer alles an der Diskussion um das neue Leistungsschutzrecht für Presseverleger teilnimmt, das LSR kommentiert und kritisiert:

Es lohnt sich, genauer hinzuschauen, wenn sich so völlig unterschiedliche Teile der Gesellschaft gegen ein Gesetz stellen. Vor allem, weil BDI und Linkspartei ja nicht die einzigen sind. Der Bitkom, die Grünen, die Junge Union, die SPD, ungefähr alle Internetverbände, die “Netzgemeinde” in Komplettbesetzung, Netzpolitiker in der CSU, der Verband der Automobilindustrie, der DJV Berlin-Brandenburg, die Freischreiber, noch zwei Dutzend andere Verbände sowie naheliegenderweise die in Deutschland tätige Internet-Wirtschaft in toto. Schon rein statistisch erhöht sich dann die Chance, dass das Gesetz falsch ist.

Fällt noch jemand außer mir was auf?

Wo sind die Bibliotheken und Bibliotheksverbände? Oder Verbände anderer Information Professionals (z.B. DGI und GfWM)?

Wie kommt das, dass sie (wir) nichts dazu zu sagen haben? Oder noch schlimmer, sind wir nicht in der Lage, unsere Stellungsnahme an die Öffentlichkeit zu bringen?

Also nochmals:
Die Praxis der Informationsberufe, von BibliothekarInnen bis zu WissensmanagerInnen, von Archivare bis zu Web Designer, alle sind vom Urheberrecht betroffen. Früher waren es die Grenzen der Technologie und Ressourcenknappheit, die die Informationspraxis eingeschränkt haben. Heute ist das das Urheberrecht, das die Grenzen des möglichen definiert.

Und das Leistungsschutzrecht?
Ein klares Produkt des Verlage-Lobby, völlig an der (Netz-)Realität vorbei konzipiert und eigentlich, ein Schuss ins eigene Bein für Verlage.
Ob Blogger und Twitterer davon betroffen sind ist eine Auslegungssache (und der Gesetzentwurf lässt viel Raum für unangenehme Auslegungen).

Werden Bibliotheken auch davon Betroffen sein, auf Grund eines tollen digitalen Angebots z.B.? Vielleicht, vielleicht auch nicht.
Es geht aber nicht um die eigene Betroffenheit. Es geht darum, dass DIE FACHLEUTE, die eigentlich Ahnung von den Sachen haben (sollten) und ihre Praxis vom Urheberrecht nicht trennen können – sie müssen eine Stellungnahme in jeder Entwicklung (wenn man das Leistungsschutzrecht für Presseverleger als Entwicklung überhaupt bezeichnen kann) dieses Gesetztes haben.

Weiterhin, wenn sie noch an irgendwelche ethische Grundsätze glauben und wirklich an der Gesellschaft denken, in der sie agieren, dann müssen sie eine Meinung haben. Eine fachliche Meinung, die alle diskutierten (und nicht diskutierten) Aspekte dieses LSRs umfasst, die Argumente abwägt und erklärt, wohin diese Entwicklung wirklich hinführt.

Und wenn BibliothekarInnen, InformationswissenschaftlerInnen, WissensmanagerInnen, Information Brokers etc. das wirklich nicht wissen und nicht können, dann müssen sie dringend und ernst über ihren Beruf nachdenken.

Nachtrag:
Ich will an dieser Stelle weiter betonen – Es ist völlig klar, dass solche Stellungnahmen und Teilnahme an öffentlichen Diskussionen Ressourcen (v.a. Personal-Ressourcen) verlangen, aber es geht um viel mehr.
Das Leistungsschutzrecht für Presseverleger wird seit langer Zeit diskutiert und hat bereits drei Gesetzentwürfe. Es ist ein weiteres Beispiel dafür, wie informationsethischen und -politischen Themen von Informationsfachleuten in der Forschung, Lehre und Praxis undiskutiert und unkommentiert gelassen werden (ein paar weitere Beispiele: nur in den letzten Monaten hatten wir öffentliche Debatten um ACTA, Vorratsdatenspeicherung und den Staatstrojaner).

Das ist ein Alarmsignal für die Diskussionskultur und gesellschaftliches Bewusstsein unseres Berufsumfeldes.

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Original-Beitrag auch im Blog ‚Drawer 2.0‘ verfügbar:
https://drawer20.wordpress.com/2012/08/31/heisse-debatte-um-das-leistungsschutzrecht-wo-sind-die-bibliotheksverbande/