DGI-Blog

Category Archives: Internet und Gesellschaft

In 10 Jahren dann Industrie 6.0 – Markus Beckedahl (@netzpolitik) zu den Chancen und Gefahren der zunehmenden Vernetzung

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Markus Beckedahl (* 1976 in Bonn) ist ein netzpolitischer Aktivist und Journalist aus Berlin. Er wurde vor allem durch das von ihm 2002 gegründete und hauptsächlich betreute Blog Netzpolitik.org bekannt, in dem Themen der Informationsgesellschaft behandelt werden. Netzpolitik.org ist einer der bekanntesten deutschsprachigen Blogs und wurde 2014 mit dem Grimme-Online-Award ausgezeichnet. (Mehr zu Beckehal auf Wikipedia).

Markus Beckedahl ist Redner auf dem Wittenberger Forum „True Fiction: Die Digitalisierung unseres Alltags“ vom 24. bis 26. September.

Hallo Markus, danke, dass Du dir Zeit genommen hast für ein kurzes Interview zu Deinem Vortrag auf dem Wittenberger Forum über “Private Öffentlichkeit und intime Privatheit – von sozialen Netzwerken auf privaten Plattformen und intimen Daten für private Services”. Read More

Bibliotheken 2015 – Facebook zum Anfassen und öffentliches Wohnzimmer

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Bibliotheken 2015:
Facebook zum Anfassen und öffentliches Wohnzimmer
ekz-Gruppe als zentraler Dienstleister wächst weiter und baut Produktprogramm aus

Brauchen wir heute noch Bibliotheken? Die Bürger beweisen es per Abstimmung mit den Füßen: Rund 217 Millionen Besuche im vergangenen Jahr zeigen, dass Bibliotheken im digitalen Zeitalter ein zentraler Umschlagplatz für analoge und digitale Informationen sowie einer der beliebtesten nicht-kommerziellen Aufenthaltsorte sind. Als Innovationskraft der Branche gelingt es der ekz-Gruppe, mit bewährten Produkten und Services, aber vor allem auch mit zukunftsfähigen Eigenentwicklungen Bibliotheken bei den großen Herausforderungen der Gegenwart wie Bildung und sozialer Vernetzung zu unterstützen. (mehr…)

ekz-Gruppe Fakten

Ansprechpartner

Neue vernetzte Welt: Interview mit Reinhard Karger bei hr-iNFO

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Die neue vernetzte Welt bietet viele neue Chancen auf der einen Seite und beängstigt auf der andere Seite die Menschen. Reinhard Karger, DGI-Präsident, erklärt im Interview mit HR-iNFO (www.hr-inforadio.de), dass wir uns im Grunde keine Sorgen machen müssen.

Sharing, nicht Economy!

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Von Reinhard Karger

Die Sharing Economy ist nicht nur ein Spleen vereinzelter Geschäftsmodelle wie Uber oder Airbnb. Sie hat Auswir­kungen auf die ganze Gesellschaft,

Teilen ist keine Erfindung der Neuzeit, das Gemeinschaftliche nicht neu. Die Allmende, der Dorfacker und dessen gemeinsame Ver­waltung und Nutzung waren über Jahrhun­derte üblich. Jetzt befinden wir uns in der „Sharing Economy”. Einige Angebote sind bemerkenswert erfolgreich. Die bekannte­ren sind Airbnb – die Vermittlung von priva­ten Übernachtungsmöglichkeiten – und Uber – die Vermittlung von privaten inner­städtischen Fahrten. Sie adressieren die Wurzeln der alternativen Szene, bieten sehr gute Services an, sind aber mutiert zu In­vestitionsobjekten mit erstaunlicher Markt­bewertung.

Mitfahrzentralen haben die gemein­schaftliche Mobilität unterstützt und die Fahrzeugauslastung verbessert, im Wesent­lichen zwischen Städten, nicht innerstäd­tisch. Sie blieben aber über 50 Jahre eine Nische, führten nie zu Massenprotesten und hatten nie eine Milliardenbewertung. Der Hauptunterschied zu Uber liegt in der Motivation des Fahrers und dem Anlass für die Fahrt: Bei der Mitfahrgelegenheit hatte der Fahrer ein Ziel, der Mitfahrer beteiligte sich an den Kosten. Darum geht es bei Uber nicht, denn Uber eröffnet seiner Website zufolge Fahrern neue Geschäftsmodelle, und auch Airbnb wirbt mit Verdienstmög­lichkeiten.

Damit agiert der Anbieter gewerblich, steht in Konkurrenz zu kommerziellen An­bietern und müsste folglich ein Gewerbe anmelden. Denn auch der Buchungskanal

Internet verändert nicht die gesetzlichen Regelungen der jeweiligen Dienstleistung. Es kann nicht sein, dass neue Anbieter die bestehenden Pflichten zum Beispiel für die Beherbergung oder den Transport von Per­sonen übergehen. Brandschutzverordnun­gen und Personenbeförderungsscheine sind entweder notwendig oder überflüssig.

Wenn die solidarische Seite des Teilens zu einem Geschäftsmodell mit einseitigen Pro­fiten und offensichtlichen Gewinnern mu­tiert und einige wenige globale Plattformen einen neuen Markt kommerziell abschöp­fen, gefährden sie den Erfolg eines gesell­schaftlich wichtigen Konzepts.

Aus dem Heft: Innovationsmanager | Heft 32 | Dezember 2014

Digitale Agenda der Bundesregierung: … Medien- und Informationskompetenz der Menschen in unserem Land … steigern …

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Update:

Pressemitteilung der DGI vom 22.08.2014

Medien- und Informationskompetenz der Menschen in unserem Land steigern!

http://www.dgi-info.de/index.php/presse/pressemitteilungen/693-medien-und-informationskompetenz-der-menschen-in-unserem-land-steigern

MFG Luzian Weisel

 

 

Sehr geehrte Mitlesende,

mit dem nachfolgenden Auszug aus der Digitalen Agenda der Bundesregierung sehe ich eines der strategischen Kernthemen unseres DGI-Programms aus 2012 bestätigt und uns alle aufgefordert, jetzt aktiv zu werden:

Die Förderung von Informationskompetenz in Bildung, Beruf und Gesellschaft und die Vermittlung von deren Bedeutung

(Das gesellschaftspolitische Anliegen der DGI!)

Wie sehen Sie es?

Mit den besten Grüßen

Ihr Luzian Weisel

 

21.08.2014

http://www.digitale-agenda.de/DA/Redaktion/DE/Standardartikel/Handlungsfelder/4-2_Digitale-Medienkompetenz-fuer-alle-Generationen-staerken.html

Digitale Medienkompetenz für alle Generationen stärken

Wir wollen, dass sich jede und jeder Einzelne sicher, informiert und aktiv in der digitalen Gesellschaft verwirklichen kann.

  • Die Bundesregierung strebt an, die Medien- und Informationskompetenz der Menschen in unserem Land zu steigern, und zwar in den verschiedenen Rollen, die sie dabei einnehmen. Immer häufiger sind sie nicht nur Nutzerinnnen und Nutzer, sondern produzieren selbst mediale Inhalte und Daten oder entwickeln Software. Hierzu werden wir Informationsplattformen einrichten.

 

GfWM THEMEN 4 / Januar 2013

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Mit ihrer fachlichen Publikationen GfWM THEMEN stellt das Redaktionsteam der Gesellschaft für Wissensmanagement gleich zu Jahresbeginn vier hoch interessante Beiträge vor, die mitunter durchaus berechtigte, ja vielleicht sogar fordernde Fragen stellen:

  • Alumni-Netzwerke als Beitrag zum betrieblichen Wissensmanagement mittels Social Media , von Kai Fetzer, Prof. Dr. Alexander Mädche, Susanne Ransweiler
  • GfWM Diskussionspapier – Wissensarbeit in modernen Arbeitswelten: Ein Zukunftsbild, von Dr. Stefan Rehm, Georg Bremer, Stefan Zillich, Dr. Hein Reuter, Gabriele Vollmar
  • Komplexe Zusammenhänge sichtbar machen und bewerten – So funktioniert „Exzellente Wissensorganisation“, von Christian Keller
  • „Maybe Knowing II“ – some further aspects on cross-fertilization of knowledge and art, von Günther M. Szogs

Kostenfreier Download als PDF http://www.gfwm.de/files/GfWMTHEMEN4-Januar2013.pdf

Homepage http://www.gfwm.de/node/8

BBK Workshop: “Zwischen Bibliothekaren und Bücherwürmern: Gesellschaftliches und politisches Engagement von Information Professionals”

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Am kommenden Dienstag (27.11.2012) findet im BBK (am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft, Humboldt Universität zu Berlin) eine Diskussionsveranstaltung zum Thema ‘Gesellschaftliches und politisches Engagement von Information Professionals’.

Schwerpunkt der Diskussion ist die Rolle der Lehre und Forschung als Institutionen, die diese wichtigen Themen als integralen Teil des fachlichen Diskurses etablieren können sowie gesellschaftlich und politisch bewussten Information Professionals ausbilden können.

Das Abstract der Veranstaltung:

In der Epoche der Informations- und Wissensgesellschaft, mehr als je zuvor, haben Information Professionals (Bibliothekar_Innen sowie andere Informationsberufe) einen wichtigen Beitrag zu öffentlichen, gesellschaftlichen und politischen Debatten zu leisten. Tagtäglich geschehen Ereignisse, die aus einer fachlichen und informationsethischen Sicht betrachtet werden sollen und von der Information Community nicht unkommentiert gelassen werden können. Letzten Endes haben diese Ereignisse eine bedeutende Wirkung auf die Praxis der Informationsberufe, und noch wichtiger – auf die Gesellschaft, in der diese Berufe agieren. Doch inwieweit findet eine solche Diskussion innerhalb des Berufsumfeldes statt? Und wie wird diese nach außen kommuniziert? Welche Rolle erfüllen Forschung, Lehre, Praxis und professionelle Verbände? Als Forschungs- und Ausbildungseinrichtung muss sich das IBI mit diesen Fragen auseinandersetzen, um diese Themen als festen Bestandteil des beruflichen Diskurses zu etablieren. Für diese BBK-Veranstaltung ist eine Diskussion zum Thema vorgesehen.

 

Den Bericht über den Workshop sowie eine Aufzeichnung des Vortrags finden Sie auf dem Drawer 2.0 Blog.

Umfrage – Weniger Meinungsfreiheit wäre ok!?

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Die für Informationsspezialisten überraschende Information kam in der Moderation des ZDF-Politbarometers vom 28.09. eher beiläufig daher und verschwand angesichts der aktuellen Politikerbenotungen schnell hinter Zahlen und Informationen. Drum sei nochmal darauf hingewiesen: Laut der hier vorgestellten Ergebnisse würden annährend die Hälfte der befragten Personen (47 Prozent) ein Verbot religionskritischer Darstellungen befürworten, selbst wenn damit Einschränkungen der Meinungsfreiheit verbunden wären.

Die Meinungsfreiheit wird in Deutschland in Artikel 5 Abs. 1 des Grundgesetzes definiert: Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten […] Eine Zensur findet nicht statt.

Ein Blick in Geschichtsbücher und die Aussagen von Historikern bestätigen, dass der geschichtliche und politische Entwicklungsweg bis zu dieser Definition lang, mühevoll und mit Repressionen, Gewalt und Rückschlägen verbunden war.

Artikel 5 des Grundgesetzes stellt auch einen zentralen Pfeiler für alle mit dem Bibliotheks- und Informationswesen verbundenen Berufe und der damit zusammenhängender Branchen dar. Und sein Inhalt dient als wichtiger Gradmesser für die Situation des Staates mit Blick auf demokratische Grundrechte, auch in Europa. Nicht nur Politiker und Vertreter der Wirtschaft betonen zudem die Vorteile der Informations- und Wissensgesellschaft als Fortschritt.

Doch wie reif ist eine Gesellschaft für die “Informations- und Wissensgesellschaft” tatsächlich, wenn fast die statistische Hälfte ihrer Teilnehmer zur Lösung aktueller Problemlagen gezielte Einschränkungen beim Zugriff auf Information hinnehmen würde?

Zeitungsleser im Hausgärtchen (Carl Spitzweg)

Selbst wenn man entschuldigend anführen möchte, dass die befragten Personen die Option “Einschränkung der Meinungsfreiheit” als ein naheliegendes und erfüllbares Angebot zur Auflösung eines Problems vorgestellt bekommen, so bleibt dennoch ein Unbehagen. Als aufmerksame Beobachter/innen erinnern Sie sich bestimmt an nicht lange zurückliegende Ereignisse und Diskussionen, bei denen deutlich wurde, dass bestimmten Interessengruppen auch in Deutschland an einer Einschränkung der Meinungsfreiheit und des Zugangs zu Information offenbar durchaus gelegen ist. – Und so könnte das Zwischenergebnis aus dem Politbarometer des ZDF ausgerechnet von diesen Interessengruppen als durchaus ermutigender Anhaltspunkt verstanden werden …

 

Die Meinungsfreiheit wurde 1798 in der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte in Frankreich als eines der kostbarsten Rechte des Menschen bezeichnet. Nach politischen Aufständen und deren Niederschlagung um 1848/1849 wurden einmal erreichte bürgerliche Rechte weitgehend wieder eingeschränkt. Zeitungen wurden in diesem Zusammenhang verboten oder nur nach strenger Zensur publiziert. Lesegesellschaften wurden geschlossen. Phasenweise war es für den Bürger ratsam, sich politisch nicht zu äußern. Nur der Rückzug in den privaten Raum bot Schutz vor der Zensur. Nur hier kann der Zeitungsleser wie auf dem Bild von Carl Spitzweg wenigstens mimisch missbilligen, was in der Zeitung steht. Das Bild entstand um 1845/1858. (Bildquelle: Wikipedia)

 

Über Netzpolitik, den Beitrag der Informationsberufe und verschenkte Chancen

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Eine Entwicklung, die nicht zu übersehen ist, findet zurzeit in der (deutschen und internationalen) Politik statt. Netzpolitische Themen, Begriffe wie Informations- und Wissensgesellschaft, Urheberrecht – alle spielen eine zunehmende Rolle im politischen und gesellschaftlichen Diskurs.

Spätestens seitdem die Piratenpartei in Deutschland an Aufmerksamkeit gewonnen hat, beschäftigen sich alle Parteien intensiv mit diesen Themen. Manche Parteien haben das auch früher gemacht.

Aber Netzpolitik ist kein neues Feld, sie ist eine weitere Instanz von Informationspolitik. Die Art Politik, die für die Informationsberufe schon immer von Bedeutung war.

Diese Entwicklung öffnet den Informationsberufen, deren Verbände und Vereine, einen politischen und gesellschaftlichen Handlungs- und Einflussspielraum – eine Gelegenheit, die nicht verpasst werden darf. Das  ist eine Gelegenheit, in der Diskussion einen wichtigen Beitrag zu leisten. Eine Gelegenheit, auf Entwicklungen Einfluss zu nehmen, die nicht nur die Zukunft der eigenen Berufe bestimmt, sondern auch die Zukunft der Gesellschaft, in der die Berufe agieren. Eine Gelegenheit, um aufzuhören den Kopf in den Sand zu stecken und anzufangen aktiv zu werden.

Ich erläutere mein Plädoyer an einem aktuellen Beispiel: Read More