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Globale Erwärmung beschleunigt sich – Die DGI unterstützt den gemeinsamen Klimaaufruf 2025 der DPG und DMG zu entschlossenem Handeln

Die Deutsche Meteorologische Gesellschaft (DMG) veröffentlichte im September 2025 zusammen mit der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) einen Aufruf zum Handeln an die Politik und Gesellschaft. Der Klimawandel schreitet ungebremst voran und beschleunigt sich. In den Jahren 2023 und 2024 lagen die globalen Durchschnittstemperaturen erstmals 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Es ist sogar möglich, dass die in Paris beschlossene 1,5 Grad-Grenze der globalen Erwärmung bereits dauerhaft überschritten sein könnte. Die Wissenschaftler fordern daher die politischen Akteurinnen und Akteure unter anderem dazu auf, Entscheidungen für eine drastische Reduktion der Treibhausgasemissionen zu treffen sowie wirksame Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Vermeidung dieser Emissionen deutlich attraktiver wird.

Die Deutsche Gesellschaft für Information und Wissen (DGI) schließt sich diesem Aufruf an.

Ihr Vereinszweck ist die Förderung von Wissenschaft, Forschung und Anwendung in den Bereichen Information und Wissen. Sie hat sich damit zugleich der Bekämpfung von Desinformation verpflichtet und unter anderem eine Fachgruppe „Information und Gesellschaft“ gegründet. Desinformation zu und Misstrauen in Forschung und Wissenschaft haben in Krisenzeiten gerade auch in der Wahrnehmung der Klimakrise sowie ihrer Ursachen und Wirkungen Konjunktur.

Deshalb engagiert sich die DGI bereits seit dem Jahr 2022 im Fachausschuss Klimakommunikation der DMG. Sie bringt hier ihre Kompetenz und die Expertise der Mitglieder bei der Förderung der Informationskompetenz zum menschgemachten Klimawandel und dessen Folgen ein. Für eine seriöse Klimakommunikation und den Aufbau von Vertrauen ist faktenbasierte und qualitätsgeprüfte Information unerlässlich. In den Zeiten von Falschinformation, Filterblasen und Verschwörungserzählungen zur Klimakrise ist die Recherche nach Fachleuten, die Dokumentation von Hintergrundinformationen und die Erfassung der Medienresonanz zur Klimakommunikation unerlässlich.

Der Klimaaufruf von DMG und DPG hat eine enorme Resonanz in der Wissenschaft aber auch darüber hinaus in der interessierten Öffentlichkeit und der Politik erzeugt. In der Folge haben sich über den Jahreswechsel Personen aus den vier Communities der Meteorologie (DMG), Physik (DPG), Geographie (DGfG) und der Informationswissenschaft und -praxis (DGI) zusammengesetzt und diskutiert, wie die Kräfte zur Verbesserung der Klimakommunikation gebündelt und die Wahrnehmung der Thematik über den Wissenschaftsbereich in das soziokulturelle Umfeld gesteigert werden können. Geplant ist als erste Maßnahme die Organisation eines Workshops, mit dem sich Mitglieder der beteiligten Fachgesellschaften auf dem Gebiet der Klimakommunikation theoretisch und praktisch weiterbilden sowie vernetzen  können. Vermittelt wird in diesem Workshop einen Überblick über verschiedene Initiativen der einzelnen Fachgesellschaften sowie Strategien und Techniken der Klimakommunikation u.a. auch in Bezug auf jugendliche Zielgruppen und Schulen.

Nominiert hat jede Fachgesellschaft, die sich am Workshop beteiligen will, eine Person für das Organisationsteam, damit der Workshop auch nach außen als gemeinsames Vorhaben sichtbar wird. Für die DGI hat sich Frau Dr. Fahrer vom DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation in Frankfurt bereit erklärt, im Orgateam für den Workshop der vier Fachgesellschaften DPG, DMG, DGfG und DGI mitzuwirken. Mit Frau Fahrer gewinnen die drei wissenschaftlichen Fachgesellschaften und das Vorhaben eine ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet der Bildungsinformation, der für eine solche Initiative notwendigen Informationskompetenz sowie dem Orientierungswissen aus der Bildungsforschung und -praxis.

Weitere Informationen zum Klimaaufruf 2025 von DMG und DPG sind zu finden unter:

https://www.dpg-physik.de/veroeffentlichungen/publikationen/stellungnahmen-der-dpg/klima-energie/klimaaufruf/

Luzian Weisel, Vizepräsident DGI                                                                      Karlsruhe, 7.4.2026

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