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Künstliche Intelligenz

Wittenberg

DGI-Forum Wittenberg – KI macht Schule

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Das DGI-Forum Wittenberg stellt eine Neuausrichtung der seit 1962 erfolgreichen Veranstaltungsreihe „Oberhofer Kolloquium“ dar. Diese prominente, internationale Fachtagung zu Information und Kommunikation fand alle zwei bis drei Jahre statt, mit z.T. hochkarätigen Teilnehmern (Joseph Weizenbaum, MIT). Inzwischen dient das DGI-Forum Wittenberg als Plattform für einen offenen wissenschaftlichen und gesellschaftspolitischen Diskurs rund um das vielschichtige Thema „Information und Wissen“. 2019 steht unter dem Motto „KI macht Schule“ das Thema Bildung in Zeiten von KI und Digitalisierung im Mittelpunkt. Wenn Sie einen Beitrag dazu leisten möchten, schreiben Sie uns bitte an wittenberg2019@dgi-info.de.

DGI-Forum Wittenberg 2019

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Teilnahmegebühren

Der Fokus dieser Dialogveranstaltung richtet sich auf das Thema des Wissenschaftsjahres 2019 ‚Künstliche Intelligenz‘ und zwar auf deren Bedeutung im und für den Bildungsbereich. Stehen bislang im Bildungswesen noch ganz andere Themen auf den vordersten Plätzen der Agenda, so ist doch absehbar, dass ‚Künstliche Intelligenz‘ auch beim Lehren und Lernen Veränderungen nach sich zieht, auf alle Fälle aber die konstruktiv-kritische Beschäftigung über Fachgrenzen hinweg erfordert. So soll die Tagung auch das Interesse außerhalb der Fachgemeinschaft der Information Professionals wecken.

 

Online Umfrage

 

Bis zum 8. August 2019 hat eine Umfrage stattgefunden. Es ging um die Fragen: Was stellen Sie sich unter dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Bereich der Bildung vor? Was erwarten, befürchten oder wünschen Sie? Unter welchen Voraussetzungen können Sie sich automatisierte Entscheidungshilfen oder technologiegestützte Ansätze zur Weiterentwicklung des institutionellen Lehrens und Lernens vorstellen?

Die Umfrageergebnisse werden auf dem vom 16. bis 18. September stattfindenden DGI-Forum Wittenberg 2019 öffentlich präsentiert und diskutiert.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, an unserer Umfrage teilzunehmen!

 

Wenn Sie Interesse an den Ergebnissen der Umfrage haben oder  Informationen zur Tagung wünschen, freuen wir uns über Ihre Anfrage an: mail@dgi-info.de

KI macht Schule  - Positionen

Im Nachgang der öffentlichen Sitzung der DGI-Fachgruppe Arbeitskreis Bildung und Informationskompetenz (IKB) bei den DGI-Praxistagen am 8. November 2018 wurden Positionen (s. unten) erarbeitet, die erste Denkanstöße für die Tagung geben und zur Einreichung von Vortragsvorschlägen ermutigen sollen. Durch Fachvorträge und viel Diskussion will das DGI-Forum Wittenberg den genannten Positionen nachspüren, sie spezifizieren und auf ihre Gültigkeit bzw. Anwendbarkeit hin überprüfen.

Positionspapier der DGI-Fachgruppe Bildung und Informationskompetenz

Im Spannungsfeld von Künstlicher Intelligenz und Bildung

Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) stehen vor den Toren unserer Bildungsinstitutionen oder haben sie bereits passiert. Diese Entwicklung gilt es kritisch-konstruktiv zu begleiten, denn:

1. KI im Bildungswesen ist per se weder gut noch schlecht. Die fortschreitende Digitalisierung erzwingt jedoch eine Bewertung der Möglichkeiten und Grenzen von KI-Technologien im und für den Bildungsbereich – und dies immer wieder aufs Neue.

2. „Automation der Entscheidung“ als grundlegende Funktionalität der KI-Technologien führt zu einem herausforderndem Verlust von persönlicher Autonomie, der eine kritische Neubewertung der Mensch-Maschine-Interaktion vor dem Hintergrund einer demokratischen Gesellschaft erfordert.

3. Die Bewertung der Rolle von KI in Bildungsprozessen und -institutionen muss dabei die dynamischen Veränderungen durch die Digitalisierung in den Blick nehmen und zugleich Zukünftiges antizipieren. Dies bedeutet vor allem, KI-Algorithmen nicht nur anhand technischer Leistungsfähigkeit zu bewerten, sondern gesellschaftliche Auswirkungen ihrer Anwendung einzubeziehen. Daher müssen ethische Aspekte und Datenschutz ebenso wie relevante Erkenntnisse aus der Maschine-Mensch-Interaktion in die Bildungsdebatte einfließen.

4. KI im Bildungsbereich erfordert kontinuierliches gemeinsames „Gestalten statt Verwalten“! Künstliche Intelligenz ersetzt nicht die menschliche Intelligenz, sondern bedarf deren kontinuierlichen Kontrolle.

5. Der sinnhafte pädagogische Einsatz sowie der Umgang, auch das Wahrnehmen von KI-Technologien erfordert spezifische Fähigkeiten (cognitive literacy), die im Sinne einer Ausweitung des Konzepts der Informationskompetenz (information literacy) bereits in der Schule eingeübt werden müssen.
6. Die bisherige Geschichte der Lehrmedien warnt davor, die Technologie als Ausgangspunkt der Entwicklung zu setzen, diese Rolle müssen vielmehr Ziele und Aufgaben von Bildung einnehmen. Zentral ist daher die Forderung, dass die pädagogischen oder unterrichtlichen Ziele den möglichen und sinnvollen Einsatz von KI definieren und nicht umgekehrt.

7. Der Einsatz von KI-Anwendungen im Feld des Lernens umfasst viele Bereiche: Learning Analytics, Open Educational Resources, Gamification, adaptive und automatisierte Lern- und Testverfahren. Im Bereich von Individualisierung und Differenzierung von Lernprozessen liegen große Potenziale für KI-Anwendungen, wobei die sozial-affektiven Aspekte gemeinsamen Lernens nicht vernachlässigt werden dürfen.
8. Für den Einsatz von KI in der Bildung ist ein gesamtgesellschaftliches Konzept zu entwickeln, das in konkreten Bildungskontexten erprobt und optimiert werden kann. Dazu bedarf es eines breiten öffentlichen Diskurses, an dem alle Akteure zu beteiligen sind. Bildungspolitik und Bildungsadministration sind aufgefordert, diesen Prozess dezentral zu organisieren.

9. Aus Sicht der Informationswissenschaft und Informationspraxis gilt also:

Keine Künstliche Intelligenz ohne Informationskompetenz!

Stand: Januar 2019

Anreise und Unterkunft

LEUCOREA

Collegienstraße 62

06886 Lutherstadt Wittenberg

Das Gebäude der LEUCOREA befindet sich im Südosten der Wittenberger Innenstadt zwischen Collegienstraße und Wallstraße.

Mit der Bahn lässt sich die Lutherstadt Wittenberg durch den ICE-Haltepunkt auf der Strecke zwischen Berlin und Halle/Leipzig sehr gut erreichen. Vom Berliner Hauptbahnhof aus fährt man mit dem ICE in etwa 45 Minuten nach Wittenberg, von Leipzig aus sind es mit dem ICE/IC etwa 40 Minuten Fahrtzeit, von Halle mit dem IC ebenfalls etwa 40 Minuten, vom Flughafen Halle/Leipzig (LEJ) 55 Minuten, vom Flughafen Berlin-Schönefeld (SXF) oder Tegel (TXL) ca. 80 Minuten mit Umsteigen in Berlin-Hauptbahnhof. Alle Verbindungen werden in der Regel im Stundentakt bedient, zusätzliche Verbindungen ergeben sich aus dem Regionalverkehr. Vom Bahnhof Wittenberg ist die Stiftung LEUCOREA ca. 15 Minuten Fußweg entfernt.

Mit dem Auto gelangen Sie zur LEUCOREA über die Wallstraße. Die Collegienstraße ist Fußgängerzone. Den Nutzern der LEUCOREA steht eine begrenzte Zahl von Parkplätzen auf der Westseite des Hofes zur Verfügung; öffentliche Parkmöglichkeiten finden sich in der Wallstraße.

 

Wie bereits in der Vergangenheit haben wir in der Leucorea günstige Einzel- und Doppelzimmer reserviert, die nach dem Windhundprinzip vergeben werden. Wer seine Teilnahme bereits fest eingeplant hat, kann ab sofort eines der begehrten Zimmer unter wittenberg2019@dgi-info.de für sich buchen.