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DGI-Jahrestagung 2026

Veränderung der Handlungspraktiken durch KI für Wissensarbeit und Forschung – Standortbestimmung und Ausblick

Ein Rahmen für fachlichen Austausch zu KI-gestützten Arbeitsprozessen in Bibliotheken, Wissenschaft, Forschung, Lehre und Wissensmanagement.

5. & 6. November 2026
DIPF Frankfurt am Main
Präsenzveranstaltung
🎟 Early-Bird-Ticket sichern – bis 24. September 2026
Über die Tagung

KI im Fokus der Wissensarbeit

Am 5. und 6. November 2026 findet in Frankfurt am Main die diesjährige Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Information und Wissen (DGI) statt. Sie bietet einen Rahmen für den persönlichen fachlichen Austausch zwischen Mitgliedern und der Fachcommunity.

Im Mittelpunkt steht der Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf Arbeitsprozesse – insbesondere in den Bereichen Informationsinfrastrukturen, Informationsversorgung, Bibliotheken, Museen, Archive, Wissensmanagement, Wissenschaft, Forschung, Lehre sowie Markt- und Wettbewerbsbeobachtung. Wie verändern KI-Werkzeuge die Art, wie wir Informationen erschließen, verarbeiten und weitergeben? Welche institutionellen Anpassungen sind notwendig? Wo liegen Chancen – und wo Grenzen?

Diese Fragen werden aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet: von der individuellen Arbeitspraxis über institutionelle Infrastrukturen bis hin zu gesellschaftlichen und ethischen Implikationen.

Themenschwerpunkte
  • Gesellschaftliche Implikationen von KI auf Arbeit
  • Änderung der Arbeitspraktiken
  • KI in Kulturerbeeinrichtungen
  • KI in Informationsinfrastrukturen
  • KI in Competitive & Market Intelligence
Programm

Vorläufiges Programm

Stand: Juli 2026 — Änderungen vorbehalten.

Tag 1 Donnerstag, 5. November 2026
Session — Gesellschaftliche Implikationen von KI auf Arbeit 13:00 – 15:00 Uhr
Höher, schneller, weiter mit kommerzieller generativer KI — aber wer zahlt den Preis? Ein kritischer Blick auf die Praktiken von Big Tech — Dr. Argie Kasprzik, Leitung Automatisierung der Sacherschließung (AutoSE), ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft
Abstract
Die Gier von Big Tech nach Energie, Wasser, Land, Rohstoffen, Arbeitskraft, Daten und weiteren essentiellen Ressourcen, um kommerzielle Dienste auf der Basis generativer Künstlicher Intelligenz (genKI) zu entwickeln und zu betreiben, steigt weiterhin ungebremst. Diese Art der aggressiven profitorientierten Expansion ohne Rücksicht auf Verluste wird teilweise als unumgängliche, alternativlose Notwendigkeit dargestellt und teilweise verschleiert durch Taktiken wie „Greenwashing“ oder das demonstrative Ziehen ethischer roter Linien, die dann bei Bedarf bedenkenlos zurückgenommen und überschritten werden. Der anhaltende, kommerziell getriebene Hype erzeugt vor allem eines: den Druck, in Bezug auf Technologieeinsatz und Kenntnisstand nicht abgehängt zu werden. Dieser Vortrag sammelt eine breite Palette von Aspekten, inwiefern die aktuelle Generation von KI-Methoden und insbesondere deren kommerzielle Verwertung ihren Fußabdruck auf Umwelt und Gesellschaft hinterlässt, und beleuchtet Herangehensweisen für Individuen und Institutionen, wie dieser Fußabdruck verkleinert werden kann.
Arbeiten im Zeitalter von KI — Prof. Dr. Mascha Will-Zocholl, Professorin für Soziologie der Digitalisierung von Arbeit und Organisation, Hessische Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit (HöMS)
Abstract
Abstract folgt.
KI & die Zukunft der Arbeit – Gewerkschaftliche Perspektive — Oliver Suchy, Leiter der Abteilung „Grundsatz und Gute Arbeit“, Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)
Abstract
Abstract folgt.
Kann KI unseren Wohlstand sichern? — Dr. Gerd Zika, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Forschungsbereich „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)
Abstract
Abstract folgt.
☕ Pause — 15:00 bis 15:30 Uhr
Session — Änderung der Arbeitspraktiken 15:30 – 18:45 Uhr (inkl. Pause 17:00–17:15)
Responsible AI – Architektur eines quellenbasierten KI-Systems am Beispiel der GENIOS-KI — Matthias Dießner, Leiter Content & KI, & Jürgen Schmidl, Data Scientist KI-Systeme, GBI-Genios Deutsche Wirtschaftsdatenbank GmbH
Abstract
Abstract folgt.
Human in the Loop – Wenn die KI zur Kollegin wird — Thiemo Kremser, Daten- und Informationsspezialist beim Hessischen Rundfunk (hr) und Referent für die DGI und den Verein für Medieninformation (VfM)
Abstract
Der Einsatz generativer KI verändert die Wissensarbeit grundlegend. Während KI-Assistenz- und Agentensysteme zunehmend operative Aufgaben übernehmen, verschiebt sich die Rolle von Informationsfachleuten von der ausführenden zur kuratierenden Tätigkeit. Der Beitrag systematisiert diese Entwicklung anhand der eigenen Arbeitspraxis als Daten- und Informationsspezialist im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. So optimistisch der Blick auf die Produktivitätsgewinne ausfällt, so kritisch bleibt die Frage nach Ethik, Qualität und Glaubwürdigkeit in der professionellen Wissensarbeit.
Forschungstrends zu KI-bezogenem Informationsverhalten und ihre informationspraktische Relevanz — Prof. Dr. Antje Michel, Forschungsprofessorin für Informationsdidaktik und Wissenstransfer, Fachhochschule Potsdam & Prof. Dr. Joachim Griesbaum, Professor für Informationswissenschaft, Universität Hildesheim
Abstract
In Freizeit, Beruf und Wissenschaft können wir alle derzeit in einem großen Realexperiment ohne methodische Begleitung wahrnehmen, dass generative KI unseren Umgang mit Information verändert. Anhand von Ergebnissen eines systematischen Literaturberichts werden folgende Fragen beleuchtet: Wie spiegelt sich dies in der aktuellen Forschung? Zu welchen Fragestellungen wird geforscht? Welche gesellschaftlichen Bereiche und welche Zielgruppen stehen im Fokus? Angereichert durch Erkenntnisse aus mehreren Workshops der Fachgruppe Informationskompetenz der KIBA wird diskutiert, wie die aktuellen Entwicklungen das informationspraktische Arbeitsfeld der Vermittlung von Informationskompetenz beeinflusst.
Buch-Indexing in Zeiten von KI — Walter Greulich, Publishing and more
Abstract
ChatGPT, Claude und andere KI-Tools können prinzipiell zum Erstellen von Registern eingesetzt werden. Eigene Tests und Tests der American Society of Indexing zeigen allerdings, dass die Ergebnisse nur bedingt brauchbar sind. Der Zeitaufwand zum Generieren von Indexen per KI ist relativ gering, dafür muss viel Zeit in die Bearbeitung gesteckt werden, wenn die Qualität ein Niveau erreichen soll, das dem von manuell erzeugten Indexen vergleichbar ist. KI-generierte Indexe sollten immer durch einen Vergleich mit dem Inhalt eines Dokuments geprüft und nachbearbeitet werden. Im Vortrag wird anhand von Beispielen illustriert, welche Schwächen KI-generierte Indexe haben, und es wird die Frage diskutiert, ob KI-Tools in absehbarer Zeit in der Lage sein werden, die Registererstellung durch Menschen zu ersetzen.
Einsatz von KI in einem Prüfungs- und Beratungsunternehmen — Dr. Ruth Elsholz, Senior Managerin, PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC)
Abstract
Abstract folgt.
🥂 Stehempfang — ab 18:45 Uhr
Tag 2 Freitag, 6. November 2026
Session — KI in Kulturerbeeinrichtungen 09:00 – 11:00 Uhr
Kulturerbe im Zeitalter der KI – Chancen und Risiken — Matthias Razum, Chief Information Officer & Bereichsleiter e-Research (komm.), FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur GmbH
Abstract
Die digitale Transformation gewinnt weiter an Dynamik. Methoden der Künstlichen Intelligenz wirken dabei als starker Beschleuniger. Der Vortrag zeigt anhand der digitalen Repräsentationen unseres kulturellen Erbes die Chancen und Risiken dieser Entwicklung: (semi-)automatische Erschließung und neuartige Recherchemöglichkeiten stehen möglichem Kontrollverlust und Halluzinationen gegenüber. Wie verändern sich im Zeitalter der KI die Prozesse der Informationsgenerierung und -rezeption? Wie können wir Faktentreue, digitale Souveränität und Innovationsfähigkeit unter einen Hut bringen?
KI in der Staatsbibliothek zu Berlin: Infrastruktur, Innovation und Anwendung — Reinhard Altenhöner, Ständiger Vertreter des Generaldirektors, Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Abstract
Abstract folgt.
Nach dem Piloten kommt die Arbeit: Drei Bedingungen, unter denen KI in der Wissensarbeit ankommt — Markus Stauffinger, Archipanion / 4eyes GmbH
Abstract
Auf vielen Tagungen sieht man dasselbe Muster: eindrucksvolle KI-Anwendungen werden präsentiert, doch beim Blick auf den Tagesbetrieb ist das Projekt oft beendet, hängt an einer einzelnen Person oder existiert weiter als Prototyp ohne klaren Übergang in den Routinebetrieb. Aus über 20 Implementierungen – KI-gestützte Metadatenextraktion sowie visuelle und audiovisuelle Suche – destilliert dieser Impuls drei Bedingungen, die diesen Übergang gelingen oder scheitern lassen. Mit konkreten Beispielen, ehrlichen Misserfolgen und einer kompakten Checkliste.
☕ Pause — 11:00 bis 11:15 Uhr
Session — KI in Informationsinfrastrukturen 11:15 – 12:45 Uhr
KI in der DNB — Wolfgang Stille, Chief Information Officer (CIO), Deutsche Nationalbibliothek (DNB)
Abstract
Abstract folgt.
Mit KI-Unterstützung durch das Dickicht der Bürokratie — Stefan Geißler, CEO Germany, Kairntech & Kai Lebeth, Experte für KI und Regulatory Compliance
Abstract
Heutige Große Sprachmodelle (LLMs) sind bemerkenswert gut darin geworden, Informationen in auch größeren Dokumenten zu finden, miteinander in Beziehung zu setzen und darauf aufbauende Schritte vorzuschlagen oder vorzunehmen. Dies macht sie zu einem mächtigen Werkzeug beim Umgang mit komplexen Formularen und den dahinterstehenden Regeln – ob Anträge auf Forschungsförderung, Bafög oder Steuerfragen. Der Vortrag beschreibt den Einsatz verfügbarer Modelle sowie weiterer Komponenten wie Browser-Erweiterungen, Benutzerführung und Dokumentenverarbeitung, um den Umgang mit komplexen bürokratischen Prozessen handhabbarer zu machen.
🥗 Mittagspause — 12:45 bis 13:15 Uhr
Session — KI in CI und MI 13:15 – 14:45 Uhr
Handlungspraktiken bei Intellectual Property, Value Creation und KI in innovationsgetriebenen Wissenssystemen — Ursula Teubert
Abstract
Abstract folgt.
Die Intelligence-Debatte: Autopilot oder Chefetage? Welchen Wert haben menschliche Expertise und technische Automatisierung morgen noch? — Panel mit Mitgliedern und Partnern des DCIF
Abschluss der Tagung
Zusammenfassung, Diskussion & Ausblick
Tagungsgebühren — 5. & 6. November 2026
DGI-Mitglieder & Partnervereinigungen 120 €
DGI-Mitglieder & Partnervereinigungen ✦ Early Bird bis 24.09. 95 €
Nicht-Mitglied 175 €
Nicht-Mitglied ✦ Early Bird bis 24.09. 150 €
Rentner/innen 85 €
Studierende 25 €
Alle Preise inkl. 7 % MwSt. Early-Bird gilt bis 24.09.2026. Ermäßigte Tarife nur mit Nachweis. Die Differenz zwischen Nicht-Mitglied- und Mitglieds-Tarif entspricht etwa einem halben DGI-Jahresbeitrag – ein Beitritt lohnt sich!
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Early-Bird-Preise gelten bis zum 24. September 2026.

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Bei Fragen: info@dgi-info.de

Veranstaltungsort

DIPF Frankfurt am Main

DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation

Rostocker Straße 6
60323 Frankfurt am Main
→ Anfahrt (DIPF-Website)

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