DGI-Blog

Wechsel beim Arbeitskreis Bildung und Informationskompetenz (IKB)

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Die Stärkung der Informationskompetenz ist heute aktueller denn je: In Zeiten, die von zahlreichen Schlagzeilen zu Desinformation und Fake News beherrscht werden, bildet Informationskompetenz eine der Schlüsselqualifikationen der modernen Informationsgesellschaft. Die Förderung individueller Informationskompetenz und die Vermittlung ihres Nutzens ist eine Kernkompetenz der DGI.

Eine frühzeitige Vermittlung tragfähiger Konzepte durch Informationsfachleute, die Entfaltung der Informationskompetenz in der Schul-, Berufs- und Weiterbildung, sowie der Transfer der Kenntnisse in die Gesellschaft sind – aus Sicht der Informationsexperten der DGI – für eine erfolgreiche Berufskarriere und die informationelle Selbstbestimmung der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland unverzichtbar. Der Erwerb dieser Fähigkeit ist die Basiskompetenz für eine mündige Teilhabe am demokratischen Gemeinwesen. Gerade junge Menschen dafür zu sensibilisieren, bildet die Voraussetzung für die Achtung demokratischer und ethischer Werte im Zeitalter allgegenwärtiger digitaler Kommunikation.

Die DGI-Fachgruppe AK Bildung und Informationskompetenz widmet sich der Stärkung der Informationskompetenz und weiterer verbundener Konzepte wie digitale Kompetenzen oder digitale Souveränität. Eine Auswahl bisheriger Aktivitäten sind auf der aktuellen Webseite zu finden (https://dgi-info.de/wissenschaft-praxis/dgi-fachgruppen/ikb/)

Wenn Sie mitwirken möchten und sich für die Arbeiten des AK interessieren, tragen Sie sich in die Mailverteilerliste ein. Dazu melden Sie sich gerne in der DGI-Geschäftsstelle. Wir freuen uns auf neue Perspektiven und Ihre Ideen!

Die verantwortlichen DGI-Vorstandsmitglieder des AK sind aktuell Gesine Andersen, Sylvia Kullmann und Tamara Heck.

Mit Volldampf voraus in Richtung „Openness“: Kompetenzen und Infrastrukturen mit Perspektiven

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Podiumsdiskussion

Freitag, 25. März 2022, 14-15.30

Anmeldung

Eine Veranstaltung in der Reihe: Quo vadis offene Wissenschaft? Eine virtuelle Open Access Woche für Berlin-Brandenburg.

Wissenschaftspolitische Strategien auf nationaler und europäischer Ebene fordern seit Jahren, das „Prinzip Offenheit“ in der Wissenschaft zu verankern. In diesem Prozess braucht es nicht nur die oft geforderten digitalen Infrastrukturen und angepassten Governance- und Finanzierungsmodelle. Auch die Kompetenzprofile des wissenschaftsunterstützenden Personals – fachliche, methodische wie soziale Kompetenzen – müssen sich verändern. Dies gilt besonders für Bibliotheken und ist für diese Herausforderung und Chance zugleich. Ob Digital Humanities oder neue Publikationsformate wie „ausführbare“ Publikationen, digitale Langzeitarchivierung oder die Umsetzung der FAIR-Prinzipien, die Unterstützung der Arbeit mit Forschungsdaten und -software oder der Einsatz von Forschungsinformationssystemen, in allen diesen Themenfeldern sind Aspekte der offenen Wissenschaft (Open Research) präsent. Zugleich erheben Bibliotheken aufgrund ihres Selbstverständnisses den Anspruch, hier als Partnerin aufzutreten und die Diskurse entscheidend mitzuprägen. Dies erscheint auch vor dem Hintergrund bedeutsam, dass kommerzielle Akteur*innen in diesen Feldern neue Märkte für sich erschließen.

Für das Personal selbst bieten sich damit vielfältige Entwicklungsoptionen, etwa in den Bereichen Datenkompetenz (data literacy), Projektmanagement oder Strategieentwicklung. Somit erscheinen Bibliotheken zunehmend als spannende Stationen in der beruflichen Qualifizierung, auch für den Quereinstieg.

Der Raum Berlin/Brandenburg mit seinen beiden wissenschaftlichen Ausbildungseinrichtungen – dem Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft (IBI) der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Fachbereich Informationswissenschaft der Fachhochschule Potsdam – und einer Vielzahl verschiedenster Bibliotheken als Ausbildungs- wie auch Beschäftigungsorte spielt für die Entwicklung des bibliothekarischen und informationswissenschaftlichen Personals eine zentrale Rolle.

Wir möchten auf diesem Podium mit Vertreter*innen der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Lehre, von Bibliotheken und der Wissenschaftspolitik folgende Aspekte diskutieren:

  • Sind Ausbildungs- und Studiengangs-Curricula ausreichend darauf angelegt, dem Wissensstand stetig und sogar vorausschauend angepasst werden zu können?
  • Bieten die institutionellen Rahmenbedingungen genug Flexibilität für die rasche Entwicklung neuer Tätigkeitsfelder?
  • Sind die Bibliotheken in der Lage, im Bereich Personal- und Organisationsentwicklung notwendige Maßnahmen umzusetzen?
  • Wie können sich Bibliotheken aufstellen, um ihre Rolle als Mittlerin zwischen Wissenschaft und anderen gesellschaftlichen Bereichen zu stärken, etwa durch Engagement in den Feldern Citizen Science, OpenGLAM oder kollaborativer Wissensgenerierung und -verknüpfung (z.B. Wikidata)?
  • Wie kann die Hochschulpolitik den Wandel praktisch unterstützen und dabei für gute Arbeitsbedingungen sorgen?

Es diskutieren unter der Moderation von Dr. Dominik Scholl, Leitung Bildung, Wissenschaft & Kultur bei Wikimedia Deutschland

Elisa Herrmann, Abteilungsleitung Informationsbeschaffung und Informationsmanagement, Museum für Naturkunde – Leibniz-Institut für Biodiversität

Prof. Dr. Ariane Jeßulat, Erste Vizepräsidentin der Universität der Künste

Prof. Dr. Antje Michel, Professorin für Informationsdidaktik und Wissenstransfer an der Fachhochschule Potsdam

Prof. Vivien Petras, PhD, Professorin für Information Retrieval an der Humboldt-Universität zu Berlin

Dr. Jan-Hauke Plaßmann, Referent in der Abteilung Wissenschaft und Forschung des Brandenburgischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung

Die Bibliotheksgesellschaft braucht Ihre Unterstützung!

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Liebe Mitglieder, Freund:innen und Unterstützer:innen,

 
wie Sie wissen, begeht die Bibliotheksgesellschaft Potsdam e.V. in diesem Jahr ihr 20jähriges Bestehen. Zusammen mit dem Jubiläum der Landesbibliothek, die 100 wird, und dem der SLB, die als solche 30 wird, ist 2022 ein wirklich besonderes Jahr, das wir mit vielen Veranstaltungen und Aktionen, gerne mit Ihnen feiern möchten.
 
Zusammen mit der Bibliothek haben wir uns etwas ganz Wunderbares ausgedacht (Dank an Frau Sell und Frau Weber!). Wir wollen einige Schätze aus der Landesbibliothek in Form eines großformatigen immerwährenden Kalenders aus dem Magazin holen, Ihnen zeigen und ggf. mitgeben. Dazu benötigen wir aber dennoch Ihre zusätzliche Unterstützung.
 
Als kleiner Verein können wir die Ko-Finanzierung des Projektes nicht ohne weiteres stemmen und kamen deshalb auf die Idee, über die Crowdfunding Plattform der Stadtwerke Potsdam weitere Mittel zu akquirieren. Dieses Angebot ist schon für andere Potsdamer Unterstützungsaktionen, z.B. auch für den Förderverein des Potsdam Museums, recht erfolgreich eingesetzt worden. Mehr dazu auch auf unserer Website: bibliotheksgesellschaft-potsdam.de.
 
Wir möchten Sie deshalb ganz herzlich bitten, einen Beitrag zum Gelingen unserer Aktion zu leisten auf:
 
 
Das Projekt wurde heute Vormittag gestartet und es ist schon jetzt eine beachtliche Summe zusammengekommen. Schauen Sie mal.
 
Wir danken Ihnen für Ihre persönliche Unterstützung und würden uns freuen, wenn Sie diese initiative durch Weitervermittlung an Freunde und Bekannte mit zum Erfolg führen könnten.
 
Herzliche Frühlingsgrüße – bleiben Sie gesund und zuversichtlich!
 
Hans-Christoph Hobohm

Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm
Vorsitzender

Potsdamer Bibliotheksgesellschaft e.V.
Geschäftsstelle: Stadt- und Landesbibliothek
im Bildungsforum Potsdam
Am Kanal 47 | 14467 Potsdam
https://bibliotheksgesellschaft-potsdam.de
https://twitter.com/PBG_SLB
E: bibliotheksgesellschaft@bibliothek.potsdam.de 
T: +49 331 50574390
Terminvereinbarungen: hobohm.youcanbook.me

9. Digitale Bibliothek „Digitale Daten: Offen für alle?“

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Sehr geehrte Damen und Herren,

die Digitale Bibliothek an der Universität Graz ist Schaufenster für neue Entwicklungen im Bereich der Wissenspräsentation und -speicherung für Bibliotheken, Museen, Archive und Forschungseinrichtungen. Nach pandemie-bedingter Pause freuen wir uns diese Plattform für Diskurs und Wissensaustausch im Herbst wieder anbieten zu können.
Wir laden Sie herzlich zur

9. Digitalen Bibliothek „Digitale Daten: Offen für alle?“
vom 22.-23. September 2022 ein!

Die Digitale Bibliothek 2022 wird neue Methoden und aufkommende Technologien für das Management von kulturellen Daten und Forschungsergebnissen im Zeitalter von Open Innovation und Open Science diskutieren und vorstellen.

Tagungstitel:

„Digitale Daten – Offen für alle?“
Freier Zugang zu Forschung und Bildung in Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen
Realität und Vision

Zur Veranstaltung können ab sofort Beiträge aus der Perspektive von Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen zum Erhalt und der leichteren Zugänglichkeit zu digitalen Ressourcen vorgestellt werden, wobei auch die Diskussion von Erfahrungen und Strategien für die Bewältigung globaler Herausforderungen Teil der Ausführungen sein kann. Einreichungen können Themen wie Langzeitverfügbarkeit, rechtliche und ethische Aspekte (FAIR Prinzipien), Verknüpfung bestehender Informationsspeicher und Strategien zur Vermeidung von Barrieren in der Forschungskooperation und Wissensvermittlung (Open Access, Open Collaboration…) behandeln.

Leitthemen sind:

  • Inklusion und Barrierefreiheit: Chancengleichheit durch Technologie?
  • COVID-19: Eine Pandemie als Impuls für digitale Transformation?
  • OPENNESS, FAIR, CARE: Lippenbekenntnis oder Realität?
  • Neue digitale Arbeitswelt: Gemeinsam forschen, arbeiten und Wissen vermitteln.

Detailinformationen zum Call finden Sie auf folgender Webseite:
http://www.europeana-local.at/index.php?option=com_content&view=article&id=127:digbib2022&catid=7:veranstaltungen&Itemid=22

PDF Version des Calls http://www.europeana-local.at/images/call%20for%20papers_2022_f_deu.pdf

Einsendeschluss für Beiträge ist der 15. April 2022.

Mit freundlichen Grüßen,
Gerda Koch

Information. Wissenschaft & Praxis 2022 | Band 73 | Heft 1

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Liebe Mitglieder der DGI, liebe interessierte Lesende,

die Redaktion der IWP hofft, dass Sie alle das Jahr 2022 wohlbehalten und zuversichtlich beginnen konnten, und wünscht Ihnen für den weiteren Verlauf Gesundheit und alles Gute im beruflichen und privaten Umfeld.
Heute wollen wir Sie auf das erste IWP-Heft des Jahrgangs 2022 hinweisen, das jetzt online für Sie zugänglich ist.

DGI-Mitglieder haben freien Zugriff auf die Zeitschrift über die de Gruyter-Website. Den für das Jahr 2022 geltenden Zugangscode finden Sie im DGI-Mitgliederbereich unserer Website unter der Kachel Information Wissenschaft & Praxis. Bei Schwierigkeiten wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle unter mail@dgi-info.de.

Das neue Heft enthält u.a. den lesenswerten Vortrag von Prof. Hobohm bei seiner Verabschiedung aus dem aktiven Dienst in Potsdam und einen ausführlichen Bericht über das Fachsymposium, außerdem vier Berichte über Tagungen im Herbst 2021. Die Druckausgabe wird voraussichtlich im Februar ausgeliefert.

Und das erwartet Sie im einzelnen:

Information. Wissenschaft & Praxis 2022 | Band 73 | Heft 1

Inhaltsverzeichnis

Informationsgesellschaft
Hans-Christoph Hobohm
Information. Wissenschaft & Praxis 2022 | Band 73 | Heft 1ertrauen und Verantwortung. Kardinalprinzipien der („Informations-“) Infrastruktur. Vortrag auf dem Symposium „Verantwortung der Informationswissenschaften“, Potsdam 25. Juni 2021, S. 1

Informationsverhalten
Laurine Messner, Joachim Griesbaum und Anika Stooß
Daseinsbezogene Informationskompetenz in ländlichen Räumen (DILRA). Projektvorstellung und erste Ergebnisse, S. 12

Digitales Museum
Sonja Thäder
Das digitale Jüdische Museum Frankfurt, S. 19

Digitaler Stadtraum
Tanja Neumann
METAhub Frankfurt – Kultur im digitalen und öffentlichen Raum, S. 26

Informationswissenschaft
Rolf Däßler und Antje Michel
Zur gesellschaftlichen Verantwortung der Informationswissenschaften. Fachsymposium und feierliche Verabschiedung von Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm aus dem aktiven Dienst an der FH Potsdam, S. 31

Tagungsberichte
Frank von Hagel, Anett Sawall und Axel Ermert
Barrierefreiheit digital und analog gedacht. Berliner Herbsttreffen der Museumsdokumentation vom 4. bis 6. Oktober 2021, S. 36

Marlies Ockenfeld
Information Professionals sind Fachleute. Steilvorlagen für den Unternehmenserfolg am 20. Oktober 2021 im Livestream, S. 41

Margarita Reibel-Felten
Informationsvermittlung in Zeiten der Distanz. Das DGI-Forum online am 28. und 29. Oktober 2021, S. 47

Franziska Schmidt, Ramona Böcker, Hannah Mitera und Thomas Mand
Interdisziplinäre Forschungszugänge zu Wissenschaftskommunikation und Informationsverhalten in der Corona-Pandemie. InFoCoP-Konferenz online am 2. Juli 2021, S. 52

Nachrichten
Mehrheit würde eigene Mobilitätsdaten teilen, S. 55
Deutsches Zeitungsportal online, S. 55
dbv und IFLA fordern Regelung für E-Lending in Bibliotheken, S. 55
Lehmanns Media launcht lehmannsoa.de, S. 56
Erweiterte Suche in ZIS, S. 56
ZPID überarbeitet PsychArchives, S. 56
Sichern und Nachnutzen von Forschungsdaten in den Bildungswissenschaften, S. 56
Literarischer Nachlass von Leo Perutz jetzt digital zugänglich, S. 56
Bitkom fordert Recht auf digitale Bildung, S. 57
Arbeitnehmer sollen wieder ins Büro, S. 57

Informationen
Wissenschaftsbarometer 2021: Vertrauen in Wissenschaft und Forschung weiter hoch, S. 59
Automatische Extraktion von Relationen aus wissenschaftlichen Publikationen, S. 59
Tagesspiegel-Papierarchiv sucht neuen Standort, S. 60
Positionspapier zur Stärkung der MINT-Bildung, S. 61
Deepfakes sind Gefahr für die Demokratie, S. 61
Wie sich vertrauenswürdige KI-Systeme gestalten lassen, S. 62
Digitale Spaltung der Gesellschaft verschärft sich, S. 63
Blockchain im Compliance-Umfeld, S. 63
Digitalisierung von De Gruyter Book Archive abgeschlossen, S. 64
Whataboutism – Glaubenssätze statt Fakten, S. 64

Aus der DGI
DGI-Mitgliederversammlung und Wahl eines neuen DGI-Vorstands, S. 66
Vorstellung des neuen DGI-Vorstands, S. 66
DGI-Lehrgang Informationsassistenz 2022, S. 71
DGI-Praxisseminare im Winter/Frühjahr 2022, S. 70
Erratum, S, 72
Terminkalender 2022
Terminkalender Januar bis Juni 2022, S. 73
Ahead-of-Print finden Sie außerdem folgende Beiträge, die im Heft 2-3/2022 erscheinen werden, bereits im Online-Angebot:
Miriam Zeunert, Carsten Schneemann
Forschungsdatenmanagement als Arbeitsschwerpunkt für nformationswissenschaftler/innen
Katharina Munk
Semantische Wissensnetze – vertrauenswürdige KI für innovative Businessanwendungen
Margret Schild
Hinter den Kulissen – wie kommt zusammen, was eigentlich zusammen gehört?

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und freuen uns über Ihre Reaktionen oder Einreichungen für die kommenden Ausgaben Ihrer Fachzeitschrift.

Ihre Redaktion der IWP

IWP online – neuer Passcode für das Jahr 2022

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Liebe DGI-Mitglieder,

wie wir vom Verlag informiert wurden, gilt ab Januar 2022 für DGI-Mitglieder ein neuer Passcode für den kostenfreien Zugang zur digitalen Ausgabe der IWP. Sie finden diesen im DGI-Mitgliederbereich unserer Website und können ihn natürlich auch jederzeit gerne in der DGI-Geschäftsstelle (mail@dgi-info.de) erfragen.

Mit den besten Grüßen,

Margarita Reibel-Felten

Faktencheck-Organisationen fordern wirksame Maßnahmen gegen Desinformation

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Faktencheck-Organisationen fordern wirksame Maßnahmen gegen Desinformation

Mehr als 80 professionelle Faktencheck-Organisationen aus über 40 Ländern haben an die Chefin von YouTube, Susan Wojcicki, einen offenen Brief geschickt.
In dem Brief fordern sie Wojcicki auf, mindestens vier Schritte zu unternehmen, damit das Unternehmen nicht mehr „einer der wichtigsten weltweiten Kanäle für Online-Desinformation und Fehlinformationen“ ist.Zu den Organisationen, die den offenen Brief unterschrieben haben, gehören neben CORRECTIV.Faktencheck unter anderem die britischen Faktenchecker von Full Fact, Lupa aus Brasilien, Maldita aus Spanien, Africa Check sowie das Faktencheck-Team der Washington Post.

Die Faktencheck-Organisationen führen in ihrem Schreiben Beispiele für YouTube-Videos aus verschiedenen Ländern auf, die im realen Leben echten Schaden angerichtet haben, ohne dass die aktuellen Unternehmensrichtlinien gegriffen haben. Für die Faktencheck-Community sind dies nur einige Beweise dafür, dass die von YouTube eingeführten Maßnahmen zur Bekämpfung von Desinformation „unzureichend“ sind und „nicht funktionieren“.

Die Faktencheck-Organisationen betonen, dass die Situation in nicht-englischsprachigen Ländern und im globalen Süden, wo die Richtlinien weniger effizient umgesetzt werden, noch schlimmer ist.

Im Brief stellen die Faktencheck-Organisationen vier Forderungen an die Chefin von YouTube:

Ein transparenter Umgang in Bezug auf die Verbreitung von Desinformationen auf der Plattform und die öffentliche Bekanntmachung von Maßnahmen zur Bekämpfung von Desinformation.

Konzentration auf die Bereitstellung von Kontext statt auf das Löschen von Videos. Dies kann durch eine sinnvolle und strukturierte Zusammenarbeit mit Faktencheck-Organisationen und durch Investitionen in deren Arbeit erreicht werden.

Maßnahmen gegen Wiederholungstäter, die Inhalte produzieren, die ständig als Desinformation gekennzeichnet sind, und Unterbindung, dass ihre Videos von den Algorithmen des Unternehmens empfohlen oder gefördert werden.

Ausweitung dieser Bemühungen auf andere Sprachen als Englisch und Bereitstellung von länder- und sprachspezifischen Daten sowie von effektiven Transkriptionsdiensten.

Die Faktencheck-Organisationen weisen die Versuche von YouTube zurück, die Debatte als eine ausschließliche Wahl zwischen dem Löschen oder Nicht-Löschen von Videos darzustellen. Sie erinnern das Unternehmen an die mittlerweile verfügbaren Nachweise für die Wirksamkeit zusätzlicher, geprüfter Informationen, anstatt Videos einfach verschwinden zu lassen. Diese Lösung, so die Unterzeichnenden des Schreibens, „wahrt die Meinungsfreiheit und mindert gleichzeitig das Risiko einer Beschädigung von Leben, Gesundheit, Sicherheit und demokratischen Prozessen“.

In ihrer Mitteilung an Wojcicki drückten die Unterzeichnenden ihre Bereitschaft aus, mit YouTube zusammenzuarbeiten, um diese Forderungen umzusetzen und „YouTube zu einer Plattform zu machen, die wirklich ihr Bestes tut, um zu verhindern, dass Desinformation und Fehlinformation gegen ihre Nutzer und die Gesellschaft insgesamt eingesetzt werden“.

In einem Treffen mit Wojcicki planen die Faktencheck-Organisationen, die in dem Schreiben angesprochene Problematik zu erörtern.

Diese und ähnliche Fragen werden übrigens auch in der DGI-Fachgruppe Information und Gesellschaft behandelt. Bei Interesse an einer Mitarbeit wenden Sie sich gerne an infoges@dgi-info.de

 

Marlies Ockenfeld

Redaktion IWP

Team Award  Information Professionals (TIP)

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Team Award Information Professionals (TIP)

Auch 2022 vergeben die Fachzeitschrift b.i.t.online, Schweitzer Fachinformationen und die Konferenz der informations- und bibliothekswissenschaftlichen Ausbildungs- und Studiengänge (KIBA), Ausbildungskommission der Deutschen Gesellschaft für Information und Wissen e.V.  und Sektion 7 des dbv, wieder den TIP Award.Der Nachwuchspreis zeichnet drei studentische Teamleistungen aus, die einen innovativen Beitrag zur konkreten Lösung von Fragenstellungen der digitalen Transformation und Gestaltung der digitalen Gesellschaft in der Berufspraxis liefern.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind studentische Projektteams an bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Hochschulen und Ausbildungseinrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Projektarbeit darf nicht länger als ein Jahr zurück liegen.

Einreichung und Einreichfrist

Der Bewerbung ist ein Abstract von max. 4.000 Zeichen beizufügen, das das Projekt in Fragestellung, Zielsetzung, methodischen Vorgehen, Ergebnissen sowie den praktischen Anwendungsbezug für Bibliotheken und Informationseinrichtungen aufzeigt. Einreichungen sind noch bis zum 22. Februar 2022 unter tip@b-i-t-online.de möglich.

Auszeichnung

Die drei ausgezeichneten Projekte erhalten als Preis je 800 EUR und einen Reisekostenzuschuss pro Team von max. 450 EUR. Die ausgezeichneten Arbeiten werden zusätzlich in der Fachzeitschrift b.i.t.online veröffentlicht und die ausgezeichneten Projekte außerdem in der Fachzeitschrift Information – Wissenschaft und Praxis vorgestellt.
Die Preisverleihung und Präsentation der ausgezeichneten Projekte findet beim 8. Bibliothekskongress (gleichzeitig 110. Deutscher Bibliothekartag) vom 14. bis 17. März 2022 in Leipzig statt.
Weitere Informationen unter tip@b-i-t-online.de und www.b-i-t-online.de.
Marlies Ockenfeld
– DGI –

Erneuerte Partnerschaft – Kooperationsvereinbarung mit der GfWM

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Informell kooperierten die DGI und die Gesellschaft für Wissensmanagement e. V. (GfWM) bereits seit mehreren Jahren unterschiedlich intensiv. Nun bekam diese Zusammenarbeit auch einen formalen Rahmen. Beide Vereinigungen räumen sich seit dem 1. Oktober 2021 gegenseitig Mitgliederkonditionen ein, bewerben gegenseitig ihre Aktivitäten und streben u.a. auch gemeinsame Veranstaltungsformate an. Väter dieser Initiative sind Michael Borchardt (Schatzmeister der DGI) und Michael Matern (Vizepräsident der GfWM).