Neues vom Vorstand

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Wir wollen Fragen stellen: Neues vom Vorstand

(von Elgin Jakisch und Barbara Reißland)

Am 17.7.2015 tagten wir, der DGI-Vorstand, bei 37 Grad im Schatten in Frankfurt/Main. Wir waren in den klimatisierten Räumen der Cocomore AG hervorragend untergebracht (siehe Foto) – ein Dank von hier aus an die Kollegen in der Gutleutstraße.

Das Feedback der Mitglieder ist uns immer wertvoll. Um eine Diskussion anzuregen, wollen wir regelmäßiger in diesem Blog über unsere Vorstandarbeit berichten. Mit der Webseite haben wir schon einen, wie wir finden, guten Start hingelegt. Das heißt natürlich nicht, dass damit alles fertig ist – im Gegenteil: Inhalte und Formate werden laufend ergänzt. Und auch, wenn Bloggen und WordPress für einige von uns Neuland sind – es ist eben eine „living challenge and experience“.

Die DGI als Plattform für Diskussionen

Mit kühlem Kopf und in heißen Diskussionen haben wir uns mit den wichtigen Themen rund um die DGI, die Zukunft der Fachgesellschaft und unseren Veranstaltungen auseinander gesetzt. Vor allem, was die Kernthemen der DGI betrifft. Die Digitalisierung erfasst alle Lebensbereiche. Die Informationssuche und -aufbereitung ist längst „Breitensport“. Wo kann man sich da noch positionieren, wenn jeder mit Smartphone und Open Source schon alles selbst macht? Die DGI kann ja eigentlich zu vielen aktuellen Themen eine Meinung haben und mit den Mitgliedern bilden: Wie stehen wir zur Vorratsdatenspeicherung? Wo geht es mit der Entwicklung sozialer Netzwerke hin? Was bedeutet die Verschmelzung im Internet der Dinge für uns? Wie wandeln sich die Berufsbilder?

Unser Präsident Reinhard Karger regte dazu an, Fragen zu formulieren, die über das Fachliche ins Gesellschaftspolitische hinausgehen. Was sind die Fragen, die den Wandel um uns herum begleiten, der sich aktuell vollzieht? Eine wichtige Idee, die wir ab jetzt aufgreifen und auch in die Mitgliedschaft tragen wollen: liebe Mitglieder, was sind Ihre Fragen, die unter den Nägeln brennen?

Es ist uns nicht egal, was Sie bewegt

Natürlich wissen wir auch im Vorstand: die Antworten können wir unseren Mitglieder nicht liefern. Wir wollen und können aber auf unseren Veranstaltungen eine Plattform dafür liefern, mit den Teilnehmern in die Diskussion gehen und gemeinsam nach den Fragen und Antworten suchen. Darüber hinaus sind die klassischen DGI-Felder wie Informationskompetenz, Nutzung von Fachinformation in Unternehmen und verwandten Einrichtungen sowie Stand der Wissenschaft weiterhin wichtig.

Die Diskussion mit den Mitgliedern wollen wir daher besser strukturieren und aktiver angehen. Wir werden die Erwartungen und Wünsche der neuen Mitglieder ebenso hören wollen, wie die, die uns seit Jahren die Treue halten. Die Mitgliederliste wird von der Geschäftsstelle aktuell gehalten und hilft uns Firmenmitglieder oder regionale Mitglieder gezielter anzusprechen. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie von uns einen Anruf erhalten, denn es ist uns nicht egal, was Sie bewegt! Ihr Feedback kommt zurück ins Vorstandsgremium und begleitet unsere Sitzungen.

Veranstaltungen als Weiterbildung nutzen

Im Bereich Weiterbildungen wollen wir für Sie aktiver werden. Schon für die kommenden DGI-Praxistage nutzen wir parallel die Räumlichkeiten des Gästehauses der Goethe-Universität für Workshops nutzen, die nicht nur den Tagungsteilnehmern offen stehen werden. Darüber hinaus stellen wir Überlegungen an, wie wir kostenpflichtige Seminare von und für Mitglieder günstiger anbieten können – vielleicht auch über Frankfurt hinaus. Wenn Sie also etwas anbieten möchten, sprechen Sie uns bitte an!

Unsere nächste DGI-Konferenz planen wir bereits. Sie findet am 19. und 20. Mai 2016 in Frankfurt statt – mit pro Tag ca. 6 Vorträgen und Diskussion. Im Anschluss findet in alter Tradition unsere Mitgliederversammlung statt. Der Vorstand ist das Programmkomitee. Wir suchen derzeit nach potentiellen Referenten, die uns vor Augen führen, wie altbewährte Ideen der Dokumentation heute en vogue werden und in Zukunft in einem neuen Kontext bewertet werden. Dabei werden wir Technik, Wissensmanagement und Methodik im Blick haben. Auch hier gilt: bei Interesse bitte unbedingt melden!

Hier einige Auszüge aus den in nächster Zeit geplanten Veranstaltungen:

  • DGI-Forum Wittenberg am 24.-26.09.15: Verlängerung des Frühbucherrabatts bis 31.07. Wir hoffen, dass die Kollegen aus den Arbeitskreisen rund um Elbe, Havel und Spree den Weg nach Wittenberg finden und die Möglichkeit zu einem Kennenlernen der Vorstandsmitglieder und dem Austausch untereinander nutzen.
  • Veranstaltung auf der Buchmesse am 16.10.15 gemeinsam mit dem PAID (Pharma Arbeitskreis Dokumentation und Information) und dem P-D-R (Pharma Documentation Ring) zum Thema „The next generation information management“
  • DGI-Praxistage im Zeichen der Informationsvisualisierung am 12./13.11.15. Das Programm steht so gut wie. Es sind noch einige Slots und Zusagen offen, aber wir erfreuen uns jetzt schon eines positiven Feedbacks von allen Seiten angesichts dieses aktuellen Themas.

Nutzen Sie die günstigen Mitgliedsrabatte und seien Sie bei mindestens einer der Veranstaltungen dabei! Knüpfen Sie neue Kontakte und nutzen Sie unsere Kanäle für Anregungen und Feedback: Xing, Facebook, Webseite, Mailingliste sind für die Mitteilungen aller Mitglieder jederzeit offen.

Der DGI-Newsletter Nr. 63 vom Juni 2015

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Newsletter Nr. 63 – Juni 2015

Guten Tag,
bevor die Feriensaison beginnt, erhalten Sie noch einen Newsletter der Sie über die Planungen für unsere diesjährigen Veranstaltungen im Herbst informiert. Wir freuen uns darauf, Sie dort zu treffen. Außerdem haben wir einige Hinweise für Sie gesammelt und wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und schöne Sommerferien.
Ihre Newsletter-Redaktion

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Newsletter Nr. 62 – 8. April 2015 online!

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Die DGI hat einen Frühjahrsputz gemacht und ihre Website aufgefrischt. Daneben sind die Planungen für unsere diesjährigen Veranstaltungen weiter gegangen und wir freuen uns auf rege Beteiligung. Wieder haben wir einige Hinweise für Sie gesammelt und wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.
Ihre Newsletter-Redaktion

Unsere Themen
• Darmstädter Symposium Informationswissenschaft
• DGI-Forum Wittenberg 2015 Frühbucherrabatt jetzt nutzen!
• DGI-Website Relaunch
• Googles „mobile friendly“-Initiative
• GENIOS Seminare im April
• DGI-Praxistage 2015 im Zeichen von Visualisierung
• Call for papers 35. ASpB-Tagung
• RatSWD: Big Data – Big Trouble?
• Treffen des OPL-Kreis Bodensee
• 55. Frühjahrstagung der Medienarchivare und Mediendokumentare
• Jahrestagung des Studienkreis Rundfunk und Geschichte
• Seminar „Voll im Bild ― Bilddokumentation und Bildermarkt“
• Fernsehen feiert Webvideos
• Tag der offenen Tür in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main
• DGI-Mitgliederversammlung 2015
• Weitere Termine

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Neue vernetzte Welt: Interview mit Reinhard Karger bei hr-iNFO

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Die neue vernetzte Welt bietet viele neue Chancen auf der einen Seite und beängstigt auf der andere Seite die Menschen. Reinhard Karger, DGI-Präsident, erklärt im Interview mit HR-iNFO (www.hr-inforadio.de), dass wir uns im Grunde keine Sorgen machen müssen.

„Wir sollten uns treffen und reden“ Eine Einladung zum CeBIT future talk

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von
Reinhard Karger, Unternehmenssprecher des DFKI und Präsident der DGI e.V.

Die Innovationsfrequenz der IKT-Forschung ist hoch, die Durchdringung flächendeckend, die Perspektiven sind zahlreich. Und die Beschleunigung? Nimmt weiter zu. Wie kann man damit umgehen? Es geht um Information und Wissen. In welcher Welt werden wir leben? Lesen hilft, aber Dialog ist hilfreicher. Je weniger greifbar der Gegenstandsbereich, desto wichtiger die reale Begegnung. Die virtuelle Welt braucht Erdung!

Deshalb der Vorschlag: Wir sollten uns treffen und reden, nicht nur lesen oder schreiben. Am besten an einem Ort, an dem sich viele für das gleiche Thema interessieren, an dem die kritische Masse an Exzellenz, Professionalität, Erfahrung, Expertise, an Kapital und Investitionsvolumen zusammenkommt. Für die digitale Welt ist dieser Ort Hannover und die CeBIT die Veranstaltung.

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DGI unterstützt die Stellungnahme von BID zum Aus vom Informationsportal b2i

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Die DGI unterstützt ausdrücklich die Stellungnahme von Bibliothek & Information Deutschland:

„Das Informationsportal b2i steht vor dem Aus –
Perspektiven für die buch-, bibliotheks- und informationswissenschaftliche Fachinformation

Nachdem die Bayerische Staatsbibliothek – aufgrund eines von der DFG abgelehnten Antrages auf Förderung eines Fachinformationsdienstes Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaften – den Ausstieg aus dem Informationsportal b2i erklärt hat, traf sich nach mehreren vorbereitenden Sitzungen am 7. Januar 2015 unter Moderation von Bibliothek und Information Deutschland e.V. (BID) und der Konferenz der informations- und bibliothekswissenschaftlichen Ausbildungs- und Studiengänge (KIBA) in Berlin ein Round-Table mit Fachvertretern aus Bibliotheken, Hochschulen und Verbänden unter Beteiligung der Bayerischen Staatsbibliothek, um die weitere Zukunft von b2i zu beraten.

Die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und die Universitätsbibliothek Leipzig entwickelten Vorstellungen zu einer Neubeantragung eines Fachinformationsdienstes für Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaften bei der DFG. Der Round-Table unterstützt dieses Vorhaben einstimmig. Die KIBA, die Humboldt Universität zu Berlin und das Informationszentrum für Informationswissenschaft und -praxis an der Fachhochschule Potsdam sind zur Kooperation bereit. Ziel ist es, für die Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaften ein zentrales Nachweisinstrument in einem Fachportal zu gewährleisten. ..“

Der vollständige Wortlaut der Stellungnahme von Bibliothek & Information Deutschland ist hier zu finden:

http://www.bideutschland.de/deutsch/aktuelles/?news=115

CeBIT-Blog: 2015 wird das Jahr des Internet der Dinge

By | CeBIT, Internet and Society, Internet der Dienste, Internet der Dinge, Internet und Gesellschaft, Künstliche Intelligenz | No Comments
Foto: DFKI / ZeMA

Foto: DFKI / ZeMA

Das Internet der Dinge wird Berufe und Arbeitsabläufe verändern, neue erwerbswirtschaftliche Perspektiven schaffen, gesellschaftliche Partizipation erleichtern. Der private Alltag und das Zuhause werden smarter, die Freizeit datenreicher. Die Aussagen sind nicht neu, nur die Anschauung fehlt noch. Aber: Rückblickend wird 2015 als das Jahr in Erinnerung bleiben, in dem die sich abzeichnende Bedeutung des Internet der Dinge das erste Mal konkret erlebbar wurde, so Reinhard Karger, DGI-Präsident und Unternehmenssprecher für das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Weiterlesen auf dem CeBIT-Blog

DGI ist Partner der CeBIT

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d!conomy – das Top-Thema der CeBIT 2015, steht für den rasanten Einzug der Informationstechnologie in sämtliche Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche. Die allumfassende Vernetzung, das Internet der Dinge und die fortschreitende Verzahnung der globalen Markttrends Mobile, Social, Big Data, Cloud und Security verändert Unternehmensprozesse nachhaltig und ermöglicht neue Geschäftsmodelle. Read More

DGI gründet neue Arbeitsgruppe Compliance

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Zauberwort Compliance – kommt jetzt die moralische Wende? from DGI on Vimeo.

Teilnehmer im Video

Moderation: Reinhard Karger (Präsident der DGI und Unternehmenssprecher Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI, Saarbrücken)
Teilnehmer: Rudolf Schwab, Telekom Austria
 Salvatore Saporito, Lexis Nexis, Düsseldorf
 Tobias Spanka, Bureau van Dijk Electronic Publishing GmbH, Frankfurt am Main

von Christian Hempel

Zwei Monate nach den Praxistagen 2014 wurde nun die Arbeitsgruppe Compliance der DGI gegründet. Es haben sich bereits verschiedene Interessenten gemeldet, so dass wir mit ihnen ein sehr kompetentes Gründungsteam haben werden. Der DGI Vorstand hat mir vorgeschlagen, die Leitung dieser Gruppe zu übernehmen. Dieses Angebot habe ich gerne angenommen.

Zur richtigen Wahrnehmung meiner neuen Aufgabe, möchte ich zuerst die zukünftigen Mitglieder um ihre Vorschläge bitten. Da sie ja vielfältige und tiefergehende Expertenkenntnisse mit einbringen, werde ich die Themen der Gruppe besser nicht selbst entwickeln, sondern eher moderieren und integrieren. Deswegen halte ich es auch für zweckmäßig, erst einmal ein Kommunikationsforum zu schaffen, auf dem die Themen dann vorgeschlagen und angesprochen werden können.

Sehr gerne können Sie sich mit Ideen einbringen – ein Kommentar auf diesem Blog oder eine E-Mail an die DGI reichen aus: mail@dgi-info.de

Ich bitte um viele Rückmeldungen mit Vorschlägen!

Sharing, nicht Economy!

By | DGI, Internet and Society, Internet und Gesellschaft, Netzpolitik, Projekte, Sharing Economy, Social Media | No Comments

Von Reinhard Karger

Die Sharing Economy ist nicht nur ein Spleen vereinzelter Geschäftsmodelle wie Uber oder Airbnb. Sie hat Auswir­kungen auf die ganze Gesellschaft,

Teilen ist keine Erfindung der Neuzeit, das Gemeinschaftliche nicht neu. Die Allmende, der Dorfacker und dessen gemeinsame Ver­waltung und Nutzung waren über Jahrhun­derte üblich. Jetzt befinden wir uns in der „Sharing Economy“. Einige Angebote sind bemerkenswert erfolgreich. Die bekannte­ren sind Airbnb – die Vermittlung von priva­ten Übernachtungsmöglichkeiten – und Uber – die Vermittlung von privaten inner­städtischen Fahrten. Sie adressieren die Wurzeln der alternativen Szene, bieten sehr gute Services an, sind aber mutiert zu In­vestitionsobjekten mit erstaunlicher Markt­bewertung.

Mitfahrzentralen haben die gemein­schaftliche Mobilität unterstützt und die Fahrzeugauslastung verbessert, im Wesent­lichen zwischen Städten, nicht innerstäd­tisch. Sie blieben aber über 50 Jahre eine Nische, führten nie zu Massenprotesten und hatten nie eine Milliardenbewertung. Der Hauptunterschied zu Uber liegt in der Motivation des Fahrers und dem Anlass für die Fahrt: Bei der Mitfahrgelegenheit hatte der Fahrer ein Ziel, der Mitfahrer beteiligte sich an den Kosten. Darum geht es bei Uber nicht, denn Uber eröffnet seiner Website zufolge Fahrern neue Geschäftsmodelle, und auch Airbnb wirbt mit Verdienstmög­lichkeiten.

Damit agiert der Anbieter gewerblich, steht in Konkurrenz zu kommerziellen An­bietern und müsste folglich ein Gewerbe anmelden. Denn auch der Buchungskanal

Internet verändert nicht die gesetzlichen Regelungen der jeweiligen Dienstleistung. Es kann nicht sein, dass neue Anbieter die bestehenden Pflichten zum Beispiel für die Beherbergung oder den Transport von Per­sonen übergehen. Brandschutzverordnun­gen und Personenbeförderungsscheine sind entweder notwendig oder überflüssig.

Wenn die solidarische Seite des Teilens zu einem Geschäftsmodell mit einseitigen Pro­fiten und offensichtlichen Gewinnern mu­tiert und einige wenige globale Plattformen einen neuen Markt kommerziell abschöp­fen, gefährden sie den Erfolg eines gesell­schaftlich wichtigen Konzepts.

Aus dem Heft: Innovationsmanager | Heft 32 | Dezember 2014