KI-Tools und die eigenen Daten: Wie Bibliotheken und Informationsinfrastrukturen die Kontrolle behalten
27. Oktober , 14:00 – 24. November , 16:00 CET

Immer mehr Forschende und Nutzer:innen erwarten, dass sich Daten und Services von Bibliotheken und Informationsinfrastrukturen mit LLM-basierten Tools wie Chatbots oder KI-Assistenten verbinden lassen. Für diese Einrichtungen stellt sich damit eine grundlegende Frage: Wie lässt sich diese Anbindung ermöglichen, ohne die Kontrolle über die eigenen Daten aufzugeben oder sich von einem einzelnen Anbieter abhängig zu machen? Ein zentraler technischer Ansatz dafür ist das Model Context Protocol (MCP), ein offener Standard zur Anbindung eigener Daten und Services an LLM-Tools.
Die Veranstaltung nähert sich dieser Frage in zwei Teilen.
Teil 1, 27. Oktober 2026, 14:00 bis ca. 15:30 Uhr
findet im kleinen Kreis statt und richtet sich an bis zu 20 DGI-Mitglieder aus Bibliotheken oder Informationsinfrastruktureinrichtungen. Zusammen mit den Experten Henri Max Deda, Mark Reinke und André Kischkel (scienceOS) werden konkrete Fragen und Anwendungsfälle der Teilnehmenden aufgegriffen – von den Grundlagen von MCP über den nötigen Aufwand bis zur Frage, wie sich die eigene Datenhoheit dabei wahren lässt. Dabei geht es jedoch ausdrücklich nicht um ein bestimmtes Tool, sondern um die dahinterliegenden, herstellerunabhängigen Prinzipien der Anbindung. Mitgebracht werden kann auch eine noch unklare Fragestellung, etwa ob der eigene Anwendungsfall überhaupt ein MCP-Thema ist – das Format eignet sich ausdrücklich auch für diese Einordnung. Die Teilnahme setzt voraus, dass eine eigene Frage oder ein eigener Anwendungsfall mitgebracht wird; bei der Anmeldung wird zudem angegeben, welchem Themenfeld die eigene Frage zuzuordnen ist.
Teil 2, 24. November 2026, 14:00 bis ca. 16:00 Uhr
richtet sich an einen größeren Kreis von DGI-Mitgliedern aus Bibliotheken und Informationsinfrastrukturen. Vorgestellt werden die zentralen Erkenntnisse und Impulse aus dem ersten Gespräch. Im Anschluss ist Raum für offene Diskussion.
Referenten
Henri Max Deda, Mark Reinke und André Kischkel sind die drei Gründer des Dresdner KI‑Start‑ups scienceOS, das Forschenden mit einem KI‑basierten „Research Agent“ hilft, schnell relevante Fachliteratur und wissenschaftliche Evidenz zu finden
Technische Voraussetzungen
Es wird keine Software benötigt und kein eigener Zugang zu einem KI-Dienst vorausgesetzt. Benötigt wird ein internetfähiges Endgerät (PC oder Laptop). Der Workshop findet über Zoom statt. Für Zoom benötigen Sie zudem eine Webcam sowie ein Headset oder ein anderes Audiosystem.
Deutsche Gesellschaft für Information und Wissen e.V. (DGI)
mail@dgi-info.de