Bibliothek als Denkraum – Warum Informationsinfrastruktur eine Haltung braucht
19. Oktober , 09:30 – 11:30 CEST

Technische Lösungen in Bibliotheken entstehen nie im Vakuum. Hinter jedem Discovery-System, jedem KI-Werkzeug und jedem Schulungsformat steckt eine Grundhaltung: Wer soll Zugang zu was bekommen – und warum? Dieser Workshop lädt dazu ein, die eigene Arbeit an der Bibliotheksinfrastruktur nicht nur technisch, sondern philosophisch zu betrachten.
Ausgehend von konkreten Projekten aus der Praxis – von niedrigschwelligen KI-Beratungssystemen über spielerische 3D-Bibliotheksräume bis zu kritischen KI-Schulungen – wird gezeigt, wie eine kohärente Grundphilosophie (Demokratisierung von Wissen, menschzentriertes Design, kritischer Umgang mit Technologie) die Qualität von Infrastrukturentscheidungen beeinflussen könnte.
Diskussion und gemeinsame Reflexion stehen im Vordergrund. Teilnehmende entwickeln am Ende ein gemeinsames „Manifest“ ihrer eigenen institutionellen Haltung zur digitalen Bibliotheksinfrastruktur.
Zielgruppe
Bibliothekarische/informationswissenschaftliche Fach- und Führungskräfte, die strategisch an digitaler Transformation arbeiten.
Referent
Patrick Labourdette, Vorarlberger Landesbibliothek – Beobachter des menschlichen Suchverhaltens, Entwickler bibliothekarischer KI-Werkzeuge, und überzeugter Gegner des erhobenen Zeigefingers.
Teilnehmeranzahl
max. 15 Personen
Tool / Technik
Internetfähiges Gerät; Zugang zu einem KI-Tool (Claude oder ChatGPT); keine Programmierkenntnisse erforderlich – wer einen Prompt schreiben kann, kann einen Chatbot bauen.
Kosten
Kostenlos (für DGI-Mitglieder)
Dauer
2 Stunden Online
Deutsche Gesellschaft für Information und Wissen e.V. (DGI)
mail@dgi-info.de