Von Plato zu Snapchat – Kommunikationsanalyse und Visualisierung (Präsentation)

Seit mehr als 2000 Jahren stellt sich die Frage, wie die Bilder in den Köpfen der Menschen zustande kommen. Und wie wahrgenommene Bilder dies beeinflussen.

Die Digitalisierung der Informationsbranche hat zu einem fast schon olympischen „schneller – höher – weiter“ geführt. Big Data verspricht die Vorhersagbarkeit der Zukunft, und im Geschäftsleben muss immer mehr mit immer weniger erreicht werden. Wo Daten als das neue Rohöl gepriesen werden, ist aber auch die Gefahr groß, dass dabei hin und wieder gepanscht wird. Insbesondere dann, wenn Klienten nur noch am hochaggregierten visuellen Endprodukt interessiert sind. Umso wichtiger ist es, dass innerhalb der Branche mit etablierten Standards und wenn möglich wissenschaftlichen Prinzipien gearbeitet wird. In der Medienbeobachtung und -resonanzanalyse geht es aller Datenschwemme zum Trotz nach wie vor um menschliche Kommunikation. Ein Leitartikel der Süddeutschen Zeitung bedient sich da des gleichen Rohmaterials, wie ein 140 Zeichen Tweet. Um menschliche Kommunikation zu analysieren, müssen wir uns humanwissenschaftlicher Methoden bedienen. Allerdings bedarf die Verarbeitung großer Mengen von Text natürlich zunehmend informationstechnischer Hilfe. Und wo das Ganze aus Unternehmenssicht relevant sein soll, ist es auch wichtig, die Sprache der Wirtschaft zu sprechen. Das bedeutet schließlich, dass wir ‚dreisprachig‘ operieren müssen, um erfolgreich zu sein und zu bleiben: in der Sprache der Menschen, der Sprache der Computer und der Sprache der Wirtschaft. Zunehmend ist dabei ein integriertes Designdenken von Bedeutung, sowohl was das praktische Forschungsdesign angeht, als auch das Design der elektronischen Informationsverarbeitung und Ergebnispräsentation. LexisNexis® Newsdesk ist so konzipiert, dass die Ergebnisse von Suchanfragen und Inhaltsanalysen nahtlos an Online-, Tablet- und Smartphone-Applikationen geleitet werden können. Die Präsentation von Resultaten folgt somit dem Rezeptionsverhalten der Nutzen. Die richtige Menge an Information, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort in der richtigen Form. Wenn das erreicht wird, dann handelt es sich eher um den richtigen Trend als um Hype.

Thomas Stoeckle ist seit Ende 2014 Global Head of Evaluation & Insights bei LexisNexis Business Information Solutions. Sein Tätigkeitsbereich umfasst die Beobachtung und Analyse traditioneller und zunehmend auch sozialer Medien, die Entwicklung innovativer Forschungsmethoden und -ansätze, sowie die Unterstützung und Beratung von Klienten in Fragen angewandter Kommunikationsforschung.

Seit 15 Jahren in London ansässig, hat er als Projektmanager, Forschungsleiter und Geschäftsführer verschiedener Forschungs- und Beratungsagenturen in der Arbeit mit internationalen Firmen in den Bereichen Medienresonanzanalyse, strategische Kommunikationsplanung und Unternehmenskommunikation die rasante Entwicklung insbesondere im Bereich Onlinemedien und Datenverarbeitung, speziell im englischsprachigen Raum, hautnah miterleben können. Zunehmend umgeben von „Digital Natives“, fühlt er sich dennoch wohl als „Digital Neanderthal“.