KI-Fairness und Openness? RSL, CC Signals, AI Preferences
12. Mai , 09:30 – 12:30 CEST

Juristischer Online-Workshop: Steuerung der KI-Nutzung – Technische Instrumente und Spezifikationen für Institutionen
Die von Wissenschafts- und Kulturerbe-Einrichtungen online zur Verfügung gestellten Materialien (Forschungsdaten, Publikationen, Digitalisate) sind für das Training von KI-Modellen eine zentrale Quelle. Gleichzeitig belasten KI-Crawler die digitale Infrastruktur dieser Institutionen erheblich – meist ohne Gegenleistung.
Der Workshop ordnet aktuelle Ansätze und Spezifikationen ein, die eine gezielte Lenkung des KI-Crawlings und anderer Arten von KI-gestützter Auswertung ermöglichen – auch unter Vereinbarung einer Gegenleistung. Vorgestellt, eingeordnet und diskutiert werden die Spezifikation RSL 1.0 („Really Simple Licensing“), die CC Signals sowie die in Entwicklung befindlichen AI Preferences der Internet Engineering Task Force (IETF).
Dabei wird insbesondere die Frage der rechtlichen Verbindlichkeit dieser technischen Signale beleuchtet. Ziel ist es, Wege zur KI-Fairness aufzuzeigen, die jenseits urheberrechtlicher Restriktionen liegen – nach der Leitfrage: Lassen sich Openness und eine Lenkung der Auswertung durch KI vereinbaren?
Themen u. a.:
- RSL 1.0 (Really Simple Licensing): Technischer Standard zur Spezifikation von Nutzungsbedingungen gegenüber Crawlern und ein gemeinsamer Deep Dive zur Implementierung dieses Mechanismus
- CC Signals: Das neue Framework von Creative Commons für „Machine Reuse“
- IETF AI Preferences: Einordnung des aktuellen Vokabulars zur Definition von Nutzungstypen (z. B. Suche vs. Training), auch im Kontext robots.txt
- Rechtliche Einordnung: Verbindlichkeit technischer Signale und maschinenlesbarer Präferenzen
Nicht Thema der Veranstaltung:
- Urheberrechtliche Detailfragen zu KI-Training oder KI-Inferenz (die hier Mechanismen sollen unabhängig vom Urheberrechtsschutz der Inhalte einsetzbar sein)
- Vertiefung zur Technik der Spezifikationen (kann aber gern in der Gruppe diskutiert werden, technische Expertise ist sehr Willkommen!)
Zielgruppe
Verantwortliche in Bibliotheken, Forschungsdatenzentren und Kulturerbe-Einrichtungen, IT-Projektleitende sowie Fachleute für Open Science und digitale Sammlungen, die eine differenzierte Steuerung der KI-Verwertung anstreben.
Referent
Fabian Rack arbeitet als Rechtsanwalt bei iRights.Law in Berlin, seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen im Datenschutz- und Urheberrecht. Er ist auch Mitarbeiter bei FIZ Karlsruhe im Bereich „Immaterialgüterrechte in verteilten Infrastrukturen“ unter Leitung von Prof. Dr. Franziska Boehm. Fabian Rack arbeitet derzeit an einem Fachbuch zu den Creative Commons-Lizenzen.
Teilnehmeranzahl
maximal 15 Personen
Tool / Technik
Benötigt wird ein internetfähiges Endgerät (PC oder Laptop). In der Regel finden die Seminare über Zoom statt. Für Zoom benötigen Sie zudem eine Webcam sowie ein Headset oder ein anderes Audiosystem.
Kosten
EUR 168,00- zzgl. 7% MwSt. (DGI-Mitglieder)
EUR 198,00- zzgl. 7% MwSt. (Nicht-Mitglieder)
Deutsche Gesellschaft für Information und Wissen e.V. (DGI)
mail@dgi-info.de