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Die DGI auf der Buchmesse: gehört den Self-Publishing Mechanics die Zukunft?

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Auf der diesjährigen Buchmesse diskutierte die DGI „Publishing Trends of the Future“ – zusammen mit Wissenschaftsverlagen, Verwertungsgesellschaften, Hochschulen und Startups. Hier eine kleine Zusammenfassung für alle, die nicht dabei waren.

Was sind die Zukunftstrends der wissenschaftlichen Verlagsszene? Wie wird man Forschungsergebnisse und den Impact Faktor der eigener Publikationen in Zukunft messen? Auf welche Weise wird sich dies auf die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen auswirken und was bedeutet das für den Nachwuchs, diejenigen, die heute studieren? Sind sie auf diese Veränderungen vorbereitet, was bringen sie ein und inwieweit werden sie von ihren Hochschulen heute dabei unterstützt?

Um diese Fragen ging es vor etwa 50 Zuhörern in der „Digital Zone“ der Frankfurter Buchmesse. In Kooperation mit dem P-D-R (Pharma Documentation Ring) und dem PAID (Pharma Arbeitskreis Information & Dokumentation) in Halle 4.2, dem Hot Spot Professional & Scientific Information hörten wir vier Kurzvorträge und eine anschließende Paneldiskussion. Mit dabei waren Roheena Anand von RSC, Kate Livingstone von Wiley, Kate Alzapiedi von RightsDirect, Melanie Siegel und Johannes Graupe, Hochschule Darmstadt und Phil Jones von der Digital Sciences Group.

Die wissenschaftliche Zusammenarbeit organisiert sich neu. Teilen und Weiterleiten von Content in wissenschaftlichen und sozialen Netzwerken gehört zum Alltag. Open Access, Open Data, Open Standards-Entwicklungen verstärken sich und werden eine Zunahme an Konkurrenz über die Vergabe von Mitteln für die öffentlich geförderte Forschung auslösen. Deshalb müssen Verlage mehr Daten zur Unterstützung dieser Prozesse bereitstellen. Auch besteht Nachholbedarf, mehr Content zu vernetzen und interagieren zu lassen. Software hat alle Geschäftsmodelle verändert. Große Akteure, wie Google, Amazon und Apple drängen ins Verlagsgeschäft. Sie investieren Geld und Software und kennen die Bedürfnisse ihrer Kunden genau. Der gesamte Publikationsprozess wird nicht mehr mit der Veröffentlichung des Werkes auf dem Markt enden, sondern bis ans Ende der Rezeptionskette und damit der digitalen Interaktion zwischen Rezipienten und Autoren reichen.

Aus Sicht der Rechteinhaber und Contentnutzer braucht es einfachere und globale Lösungen, Lizenzen für die Nutzung zu erwerben. Bei der Recherche und Auswertung von Publikationen wird es eine Zunahme der Nutzung von Big Data-Tools geben. Hier müsse von den Hochschulen mehr Wissen über Urheberrechte vermittelt werden.

Aus Sicht der Hochschulen findet die Recherchen nach Publikationen und eine Datennutzung mehr und mehr außerhalb der Bibliothek statt. Inzwischen gibt es eine Erwartungshaltung, dass Content komplett digital zur Verfügung stehen sollte, bspw. für Textmining. Traditionelle Publikationsformate brauchen zu viel Zeit für die Veröffentlichung und für die Rezeption. Interessanterweise wünschen sich Millennials Datenschutz, Transparenz über die Nutzung von Daten von Drittanbietern und Providern. Urheberrechte seien noch immer schwer zu verstehen, vor allem was man nutzen dürfe und was nicht. Die Informationsqualität und Vertrauenswürdigkeit ist auch für den Nachwuchs ein wichtiges Thema.

Das Panel war sich einig, dass die Veränderungen schnell auf uns zukommen. Nutzung, Zugriff und Herstellung von Content werden bequemer und sollten im Einklang mit Datenschutz und Urheberrechten stehen.

Künstliche Intelligenz könnte eine Lösung für viele der angesprochenen Bedürfnisse sein, so fasste Reinhard Karger, Präsident der DGI die Diskussion zusammen. Es gäbe zu wenige Debatten darüber in der akademischen Welt. Er glaubte auch nicht, dass die Verlagswelt auf diese Veränderungen vorbereitet sei. Der Fokus läge in der Zukunft auf Semantik. Wenn „Self-Publishing Mechanics“ die Zukunft gehört, hat dies Einfluss auf alles, was wir bis jetzt kennen.

Nähere Infos:
Programm der Veranstaltung 21.01.2016: http://dgi-info.de

Zukunftstrends der wissenschaftlichen Verlagsszene: am 21.10. ist die DGI auf der Buchmesse

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Was sind die Zukunftstrends der wissenschaftlichen Verlagsszene? Wie wird man Forschungsergebnisse und den Impact Faktor der eigener Publikationen in Zukunft messen? Auf welche Weise wird sich dies auf die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen auswirken und was bedeutet das für den Nachwuchs, diejenigen, die heute studieren? Sind sie auf diese Veränderungen vorbereitet, was bringen sie ein und inwieweit werden sie von ihren Hochschulen heute dabei unterstützt?
Gerne möchten wir Sie zu unserer DGI-Veranstaltung auf der Buchmesse einladen. In Zusammenarbeit mit dem P-D-R (Pharma Documentation Ring) und PAID (Pharma Arbeitskreis Information und Dokumentation) wird wie auch im Vorjahr eine gemeinsame Veranstaltung und Podiumsdiskussion in der für die Infobranche und wissenschaftlichen Verlage wichtigen Halle 4.2 im Hot Spot angeboten.
Auch für Studierende, angehende FAMIS und an einer Neu- oder Schnuppermitgliedschaft Interessierte könnte die Veranstaltung anregende Impulse liefern. Kommen Sie vorbei, treffen Sie DGI-Mitglieder (auch vom Vorstand sind einige da), nehmen Sie Platz, gönnen Sie sich eine Verschnaufpause und folgen Sie den spannenden Beiträgen, einer britisch humorvollen Moderation von Andrew Clark (UCB Pharma) und einer Panel-Diskussion zum Thema.

Publishing Trends of the Future – consequences for research outputs and measures of impact
21.10.2016 | 13:00-15:00
Hot Spot Professional & Scientific Information, Halle 4.2
Partners: DGI, PAID, P-D-R

Eingeladen sind Vertreter von Verlagen (Royal Society of Chemistry, Wiley), Verwertungsgesellschaften (RightsDirect), Hochschulangehörige und Studenten (Hochschule Darmstadt) und Softwareentwickler (Digital Sciences). Sie werden miteinander die Konsequenzen der heraufziehenden digitalen Veränderungen und Zukunftstrends der Verlage und ihrer Dienstleistungen und Produkte diskutieren. Die Closing Notes resümiert Reinhard Karger, Präsident der DGI.
Nähere Infos auch im Veranstaltungskalender DGI:
https://dgi-info.de/events/frankfurter-buchmesse-2016/