Putting a Price on Insight: was die Leistungen von Infoprofis wert sind!

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Bericht von der Library Lecture und Weiterbildung mit Mary Ellen Bates,

veranstaltet von der Initiative Fortbildung e.V. in Berlin, 21.-23.09.2016

 

Messen Sie mal den monetären Wert einer Erkenntnis, die mit Hilfe Ihrer Dienstleistung zustande kam! Gar nicht so einfach. Viele, die im Service, in der Kommunikation, Marketing, PR oder Social Media-Bereich tätig sind, tun sich ebenfalls schwer damit, konkrete Auswirkungen oder gar die Rendite ihres Tuns zu veranschaulichen.

Information Professionals, Bibliothekare, Wissensarbeiter geht es nicht anders. Diejenigen, die für ihre internen oder externen Kunden Informationen recherchieren, aufbereiten und zugänglich machen, können den ROI (Return of Investment) als Gegenleistung für ihr Tun oft schwer sichtbar machen und artikulieren. Wann waren nach einer tagelangen Recherche die Informationen für den Kunden wertvoll, wann nicht? Wird am Ende nur monetär vergütet, was messbar ist?

Mary Ellen Bates ist eine beratende Information Professional, Autorin mehrerer Fachbücher und auf nationalen und internationalen Konferenzen eine stark nachgefragte Referentin. Sie ist eine absolute Expertin und Koryphäe auf dem Gebiet, Klienten den Nutzen ihrer Dienstleistungen deutlich zu machen und Bibliothekare auf der ganzen Welt mit ihrem Wissen und ihrer über 35jährigen Erfahrungen zu unterstützen. Mit ihrem amerikanischen Ansatz, Library Services unternehmerisch zu denken, kann sie für die Kollegen im „deutschen Markt“ wertvolle Impulse liefern.

Dank der guten Beziehungen zur Initiative Fortbildung e.V. und ihrer Geschäftsführerin Evelin Morgenstern kommt Mary Ellen Bates im Schnitt alle 2-3 Jahre immer wieder gerne nach Berlin. So auch dieses Jahr, Ende September. Der schon lange im Voraus angekündigte Termin für diese Weiterbildung unter dem Titel „Raising the Bar: New Librarian Skills for Today’s World“ war alsbald ausgebucht. Wenn „MEB“ kommt, muss man schnell sein. Am Vortag gab es kurzfristig ein Zusatzangebot, die Library Lecture in der TUB unter dem Titel „Putting a Price on Insight: Finding, Measuring and Communicating the Value of Information Services“, die Auszüge aus der zweitägigen Fortbildung enthielt.

Investigative Infoprofis

Amerikanische Bibliothekare sind schon immer mit der Notwendigkeit konfrontiert, ihre Leistungen zu rechtfertigen und gehen damit positiv, kreativ und professionell um. Die Kommunikation über die eigenen Tätigkeiten ist selbstverständlicher und man versucht mit Hilfe von Zahlenwerten die eigenen Dienstleistungen zählbar und sichtbar zu machen. Mary Ellen Bates‘ Ansatz geht noch einen Schritt weiter. Sie interessiert, was beim Kunden passiert, wenn er die Dienstleistung in Anspruch nimmt.

Den ROI zu messen kann man auf viele Arten tun. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht das „Wie“ und „Warum“, nicht nur das, was geschieht. Es reicht nicht, die Downloads eines E-Journals zu zählen. Wer hat die Artikel gelesen und welchen Nutzen konnte er daraus ziehen? Wichtig ist, die Nutzergruppe und den Kontext der Verwendung bestimmter Informationsservices zu verstehen. Erst dann entsteht ein Gesamtbild über den Impact des eigenen Tuns – den Wert. Infoprofis müssen dabei wie Detektive vorgehen.

Face to face has always impact“

Der konkrete Beitrag, den Informationsdienstleistungen für Kunden, Zielgruppen, und Fans der Services liefern, ist möglicherweise gar nicht so schwer zu finden. Mary Ellen Bates schlägt vor, Forschungs- oder Geschäftserfolgen, Patentanmeldungen oder Publikationen der eigenen Kundschaft in Beziehung zu den erbrachten Informationsdienstleistungen zu setzen. Noch besser, dies mit Hilfe zielgerichteter Kommunikation mit dem Kunden herauszufinden. Erfolgsgeschichten zählen ebenso zum ROI wie nackte Zahlen. „Ask them“, ermutigt uns „MEB“ und meint keine umfangreichen Befragungen sondern Konversationsgelegenheiten „by the way“ und „face to face“, die oftmals wertvolle Insights der Kunden und ihrer Erfahrungen für die eigene Strategie enthalten können. „You can’t translate all into numbers“, bringt es Mary Ellen Bates auf den Punkt, denn dabei geht der Kontext verloren.

Google takes your search as suggestion“

Die Konkurrenz von Google braucht man absolut nicht zu fürchten. Im Gegenteil. Google ist da und geht nicht mehr weg. Der Kunde googelt, bevor er anruft. Das muss man als Infoprofi wissen. Sich mit den Möglichkeiten und Grenzen von Google & Co auseinander zu setzen, sollte Infoprofis nicht schwer fallen. Bates rät, dass der fachliche Blick die Chance bietet, Googles Strategien zu durchschauen und dem Kunden alternative Rechercheangebote mit guten, qualitativ hochwertigen Fachinformationsdatenbanken zu veranschaulichen. Nach dem Motto „ich verstehe Dich, dass Du googelst, aber hier gibt es noch was besseres“.

Gleiches gilt für Social Media-Plattformen (Facebook, Twitter, Xing, LinkedIn u.a.) Sie sind alle nicht für die Recherche von Informationen gedacht, sondern für andere Zwecke, haben aber Suchfunktionen und Ergebnisdarstellungen, die ausprobiert werden sollten. Gerade wenn es um Trends, Expertensuchen, Veranstaltungen oder sonstige Informationen geht, die im internet-öffentlichen Kontext passieren und nicht unmittelbar in Publikationen zu finden sind, hat man eine hilfreiche Quelle. So war denn auch ein Teil der Fortbildung ganz den Funktionalitäten, Stärken und Schwächen von Suchmaschinen und Social Media-Tools gewidmet.

Tue weiter gutes und rede endlich darüber

Marketing ist und bleibt ein Dauerthema. Das geht genau so wenig weg wie Google. Die Herausforderung, einen erklärungsbedürftigen Beruf zu haben, kennt jeder Infoprofi, sei er nun angestellt oder freiberuflich tätig. Kunden und Auftraggeber verlangen nach objektivierbaren Werten, die Dienstleistungen untermauern. Information Professionals sperren sich oftmals noch gegen eine proaktive Darstellung der eigenen Dienstleistungen mit geeigneten Maßnahmen. Warum eigentlich? Auch wenn die eigenen Dienstleistungen als schwer erklärbar oder vermittelbar empfunden werden, so darf man gerade nicht nachlassen, das Gelingen und die Notwendigkeit stetig zu kommunizieren. Außer uns weiß es ja keiner besser. Mary Ellen Bates macht Mut, es auszuprobieren. „Wir müssen mehr Marketing machen. Dahinter stecken doch immer gute Absichten“, so eine Teilnehmerin. Am Ende wird man vielleicht sogar feststellen, dass es Spaß macht.

Die Fortbildung erlaubte einen äußerst pragmatischen und motivierenden Blick auf die Materie „Marketing für Informationsdienstleistungen“. Es gibt nicht viele Veranstaltungen zu dieser für Information Professionals immer wichtiger werdenden Thematik, die auch den Bezug zur Arbeitswelt der Infoprofis herstellen. Davon und von Mary Ellen Bates kann man viel lernen. Sie ist ein „Eye Opener“ und eine unterhaltsame, intelligente Referentin, die aus ihrem reichen Erfahrungsschatz schöpft. Hoffentlich gelingt es Evelin Morgenstern und ihren MitstreiterInnen aus der Initiative Fortbildung e.V. Mary Ellen Bates in zwei Jahren wieder nach Berlin zu holen. Ich bin dabei.

Nähere Infos:

Initiative Fortbildung für wissenschaftliche Spezialbibliotheken und verwandte Einrichtungen e.V.: www.initiativefortbildung.de

Mary Ellen Bates Webseite: www.batesinfo.com mit weiteren guten Tipps und Extras: http://batesinfo.com/extras/index.html

Dow Jones White Paper: The True ROI of Digital Content / Mary Ellen Bates, June 2016: tinyurl.com/gkw527p

Association of Independent Information Professionals: www.aiip.com

 

DGI-Hinweis: 7. Studentischer Workshop für informationswissenschaftliche Forschung (SWiF), Kiel, 18. und 19.11.2016

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Gerne leite ich die nachfolgende Ankündigung von Frau Dr. Weller weiter …

7. Studentischer Workshop für informationswissenschaftliche Forschung (SWiF) – Beitragseinreichungen bis 15.10.2016

Ankündigung für den diesjährigen Studentischen Workshop informationswissenschaftlicher Forschung (SWiF).

SWIF findet diesmal am 18. und 19.11.2016 an der ZBW Leibniz-Informationszentrum in Kiel statt (siehe auch www.swif2016.jimdo.com).

Ziel dieser Veranstaltung ist es, dass sich Studierende aus verschiedenen Hochschulen kennenlernen können, um sich zum einen über allgemeine Aspekte des Studiums auszutauschen und zum anderen fachlich über eigene Interessensgebiete zu diskutieren.

Der fachliche Austausch basiert dabei vor allem auf Vorträgen zu studentischen Forschungsarbeiten mit anschließender Diskussion im Plenum. Zur Präsentation eignen sich alle studentischen Forschungsarbeiten, beispielsweise Ergebnisse aus Bachelor- oder anderen Abschlussarbeiten oder aus Projekten (Team- und Forschungsprojekte, usw.).

Interessierte Studierende der Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft und verwandter Fächer sind herzlich eingeladen, sich mit ihren Thema um eine Teilnahme zu bewerben. Hierzu sollte ein kurzes Abstract bis zum 15.10.2016 bei den Organisatoren eingereicht werden (weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Webseite).

Natürlich sind auch betreuende ProfessorInnen / DozentInnen herzlich eingeladen, Ihre Studerende zum Workshop zu begleiten.

Wir hoffen, dass wir es auch im 7. Jahr von SWiF schaffen, ein spannendes Programm auf die Beine zu stellen und den Studierenden die Teilnahme zu ermöglichen.

Bei Fragen können Sie uns gerne kontaktieren.

Herzliche Grüße aus Kiel, Köln und Hamburg

Isabella Peters, Katrin Weller und Dirk Lewandowski

Dr. Katrin Weller

GESIS Leibniz Institute for the Social Sciences

Dept. Computational Social Science

Unter Sachsenhausen 6-8

D-50667 Köln

Germany

E-Mail: katrin.weller@gesis.org

Twitter: @kwelle

Web: http://katrinweller.net

DGI-Newsletter Nr. 70 – September 2016 ist online

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Der neue DGI-Newsletter für den September ist online. Wie immer ist der goldene Herbst voll spanneder Nachrichten, die wir für Sie gesammelt haben. Stark vertreten sind, wie für diese Jahreszeit typisch, natürlich Veranstaltungshinweise. Hier einige unserer wichtigsten Themen:

  • DGI auf der IT&Business
  • DGI-Stammtisch
  • DGI auf der Buchmesse
  • DGI-Praxistage
  • DGI-Lehrgang Informationsassistent/in
  • DGI-Gemeinschaftsstand auf dem 106. Bibliothekartag 2017 in Frankfurt am Main
  • und noch vieles mehr!

Wir wünschen eine anregende Lektüre und hoffen Sie bei einer der zahlreichen Gelegenheiten persönlich anzutreffen!

mit den besten Grüßen,

Ihre Newsletter Redaktion

“Digitalisierung ist eine Chance, vor der niemand kapitulieren muss!”

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“Alles digital. Echt jetzt?“ Gerade erschienen, der Beitrag von DGI-Präsident Reinhard Karger – in DIGITUSmagazin III 2016 – über die smarten Perspektiven ohne Alarmismus, über emphatische Menschen und Maschinen, die Emotionen simulieren, denn “es ist wichtig, dass wir die Zukunft ohne Schnappatmung betrachten.”

dgt-2016-iii-coverAn jeder Ecke ein warnender Mahner für oder gegen Digitalisierung mit wenig Maß, kaum Muße, aber dafür Heilsversprechen gratis und geschürte Untergangsangst. “Was sollte der Mittelstand tun? Besser sein Umfeld erkunden, als nach Kalifornien pilgern. Die Angebote vor der eigenen Haustür sind erstaunlich zahlreich und haben eine erstaunliche Qualität, strategisch und praktisch, verbal und haptisch. Augen auf, Maß nehmen und nachdenken, wie man die Digitalisierungsdividende konkret in seinem Unternehmen realisieren kann. Und es stimmt: Ingenieurskultur braucht Digitalisierungs-Spirit!” Was ist das? “Digitalisierung heißt nicht primär Disruption, sondern: mitmachen, clever sein, profitieren!“

Wir neigen dazu Maschinen zu überschätzen und menschliche Chancen zu trivialisieren, aber „Innovation verändert Produktion – bei zunehmender emotionaler Vollbeschäftigung des Menschen!“

“Alles digital. Echt jetzt?“ Der ganze Beitrag in DIGITUSmagazin III 2016!

DGI-Tipp des Tages: Thomson Reuters prognostiziert die Nobelpreisträger für 2016

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Alle Jahre wieder – ja ist denn schon Weihnachten?

Nein, aber die Bekanntgabe der Nobelpreise steht bevor. Und wie jedes Jahr – Thomson Reuters wagt die Vorhersage der Preisträger:

Web of Science Predicts 2016 Nobel Prize Winners

Detection of Gravitational Waves Generated from Black Holes and Cancer Immunotherapy Research among Laureate-Worthy Discoveries.

Thomson Reuters prognostiert auf der Basis von Web of Science im Vorfeld die aussichtsreichsten Kandidaten – auf der Basis der viel zitierten, für das jeweilige Forschungsfeld maßgeblichen Veröffentlichungen. Die seit 2002 jährlich erscheinende Citation Laureates-Studie hat bereits 39 Nobelpreisgewinner richtig vorhergesagt.

Ja, und wie sieht denn die Trefferquote in diesem Jahr wohl aus?

Wie alle Jahre wieder: es wir spannend und wir bleiben neugierig.

Ihr Luzian Weisel

20.09.2016: Bundesforschungsministerium startet Open Access-Strategie …

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Wanka:

Freier Zugang zu Wissen ist ein Sprungbrett für die gesellschaftliche Entwicklung“

Nichts weniger als ein Paradigmenwechsel, welcher heute früh vom BMBF bekannt gemacht wurde!

Im Einzelnen heißt es:

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka sagte bei der heutigen Vorstellung der Strategie:

„Wichtig ist mir, dass die Ergebnisse von Forschung, die mit Steuergeld gefördert wurde, für die Allgemeinheit unentgeltlich verfügbar werden. Wissenschaftliche Erkenntnisse können heute leichter publik gemacht werden. Die digitalen Medien ermöglichen dies und wir müssen es schaffen, dass diese Chancen stärker ergriffen werden.“

Eine zentrale Maßnahme der neuen BMBF-Strategie ist die Einführung einer Open Access-Klausel für alle durch das BMBF geförderten Projekte. Wissenschaftliche Artikel aus vom BMBF geförderten Projekten sollen entweder gleich unter einem Open Access-Modell publiziert oder nach Ablauf einer Embargofrist in einen geeigneten Dokumentenserver eingestellt werden können. Die Forscherinnen und Forscher bleiben dabei frei in ihrer Wahl, ob und in welcher Zeitschrift sie veröffentlichen wollen. 

Außerdem wird das BMBF die Länder, Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit einer Nationalen Kompetenz- und Vernetzungsstelle beim Ausbau ihrer Open Access-Aktivitäten unterstützen.

Der volle Wortlaut finden Sie in der BMBF Pressemitteilung 109/2016,

mit Verweis auf das Papier  „Open Access in Deutschland – Die Strategie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung“

 

Erfahrung trifft Neugier: Rückblick auf die studentische Konferenz „open.access – alles offen?!“ in Düsseldorf

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Sehr geehrte Interessierte der Informations-Community,

die DGI engagiert sich stärker bei den Lernenden, Lehrenden und Forschenden in den Hochschuleinrichtungen für den Informationsnachwuchs. Davon haben Sie vielleicht schon gehört.

Es begann vor den Sommerferien mit der Kampagne Studierende vernetzt Euch!.

Es folgte die Unterstützung einer Veranstaltung an der Abteilung für Informationswissenschaft der Heinrich-Heine-Universität (HHU) Düsseldorf.

Hierzu mein kurzer Bericht:

Die Konferenz </open.access> – alles offen?! wurde im Rahmen eines Seminars von Studierenden der HHU konzipiert, organisiert und von Frau Tamara Heck, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung, geleitet. Am 19.07. wurden zwischen 10-14 Uhr die Ergebnisse der Seminardiskussionen vorgestellt, die im Laufe des Sommersemesters erarbeitet wurden. Die Teilnahme war für Gäste kostenfrei.

„Frei zugängliches Wissen für jeden: Open Access – Was ist das? – Wie finde ich dieses freie Wissen? – Welche Auswirkungen hat Open Access auf Studierende, Wissenschaftler. Bibliotheken, Verlage und die Gesellschaft? – Welche Tools und Wege können mir im Studium weiterhelfen? – Welche Chancen bieten sich und worin liegen Vor- und Nachteile?“

Diese und weitere Fragen wurden von den Studierenden in Kurzreferaten vor- und zur Diskussion gestellt.

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Bild 1. Seminarteilnehmende und Gäste

Beim Abschlusspodium (Bild 2) beeindruckten die Studierenden mit ihrem erarbeiteten Wissen. Sie argumentierten jeweils in den Rollen eines Verlegers, Bibliothekars, Forscher, Studierenden sowie eines Bürgers. Ein Lerneffekt der Runde: „es gibt keine einfachen Lösungen, wir müssen kontinuierlich im Gespräch bleiben!“

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Bild 2. Teilnehmende des Abschlusspodiums

Die Deutsche Gesellschaft für Information und Wissen e.V. (DGI) unterstützte die Studierendenkonferenz. Neben dem gesponserten Catering waren bei der Konferenz Schatzmeisterin Sigrid Riedel, Vorstand WTI-Frankfurt,  und Vizepräsident Dr. Luzian Weisel, FIZ Karlsruhe, vertreten. Gefragt bei den Studierenden war die Praxis-Erfahrung der beiden Firmenvertreter – die in ihrer Informationsarbeit mit den oben genannten „OA-Markteilnehmern“ regelmäßig und seit vielen Jahren zu tun haben. Im Gegenzug nahmen sie aktuelle Informationen zu Open Access, zu Kollaborationswerkzeugen, zu MOOCs und speziell zur Online-Plattform Sci-Hub mit, die Millionen Fachartikel illegal im Netz verfügbar macht.

Besten Dank, sehr geehrte Frau Heck, für dieses innovative Format und die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch!

An dieser Stelle mein Aufruf an andere Ausbildungsstandorte: falls Sie als Studierende oder Lehrende innovative Formate haben und sich eine Unterstützung durch den Verband der Informationsfachleute Deutschlands wünschen – bitte nehmen Sie mit mir  über die DGI-Geschäftsstelle Kontakt auf.

Weitere Informationen zur Konferenz unter http://openaccess.phil.hhu.de/ bzw. demnächst in der Zeitschrift Information in Wissenschaft und Praxis (IWP).

Mit den besten Grüßen

Ihr Luzian Weisel

Vizepräsident DGI

DGI-Praxistage in Vorbereitung… 10./11.11.16: Predictive Analytics

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Predictive Analytics – Vorhersagbares will man bestätigt wissen und Unvorhergesehenes nicht übersehen. Die Erfahrung von Experten kann durch die Nutzung großer Datenmengen und durch neue technische Möglichkeiten ergänzt werden. Wie genau, das wollen wir herausfinden.

Die Vorbereitungen für die DGI-Praxistage laufen auf Hochtouren. Der Frühbucherrabatt gilt noch bis 15.09., die Werbetrommel tönt durch die Netzwerke, die Referenten senden nach und nach ihre Abstracts und die Veranstaltung nimmt langsam Formen an.

Wir (das Programmkomitee, bestehend aus Isabell Held, Barbara Reißland, Matthias Knapp, Luzian Weisel, Clemens Weins, Holger Koch, Christian Hempel) freuen uns auf eine neue Praxistagung – wieder mit einem Big Data Thema. Selbst wenn einem Zweifel kommen mögen, ob PA noch ein Infoprofi-Thema ist oder vielleicht schon zu technisch abgehoben, dem sei versichert, dass das Programmkomitee versucht hat, genau hier die Schnittstellen zu finden, die es ermöglicht, ein Verständnis über das Thema und seine Einsatzmöglichkeiten zu bekommen, ohne technisch überfordert zu werden. Infoprofis, als Kenner ihres Kontextes, sollen Potentiale der Analysemethoden kennen lernen und Bezüge zu ihrem Umfeld herstellen. Wie bereits im letztes Jahr soll Gelegenheit bestehen, einem Trendthema auf die Finger und hinter die Kulissen zu schauen – mittels Workshops, Diskussionsabend und Vorträgen und direktem Kontakt zu Anbietern.

Die DGI-Praxistage widmen sich gewohnt pragmatisch den Tools und ihren Einsatzgebieten, Branchen, Hoffnungen und Methoden. Dabei soll klar werden, welche Schwierigkeiten zu überwinden sind und welche tatsächlichen Erfahrungen man bereits dabei gemacht hat.

Die Tagung startet wieder mit Workshops am 10.11.2016 u.a. mit Expert Systems und Tableau und einem Workshop für studentische Neumitglieder.

Das Kamingespräch mit dem anschließenden Get-together am Abend wird sich mit den Potentialen von Big Data auseinandersetzen. Einführen in die Diskussion mit Melanie Siegel von der Hochschule Darmstadt und Tobias Flath von PWC wird die Keynote von Dr. Sven Schmeier vom DFKI, moderiert von Reinhard Karger, Präsident der DGI.

Am 11.11.2016 starten die Vorträge. Potentiale von Predictive Analytics und die Rolle der Infoprofis wird Dr. Thomas Keil vom SAS Institute beschäftigen. Ihm folgt Tobias Flath von PWC mit Sicht der Unternehmensberatungen auf das Thema. Nicolas Verstegen von StatSoft wird Praxisbeispiele dieses führenden Anbieters vorstellen, ebenso wie Stefan Geißler von Expert Systems, früher Temis. Anschließend folgen 5-Minuten-Slots einiger teilnehmender Anbieter.

Nachmittags hören wir über ein Projekt von Studenten der Hochschule Darmstadt zum Opinion Mining über Twitter-Daten von Politikern, betreut von Melanie Siegel. Dann folgt Dr. Ralf Hennemann von Genios mit einem Vortrag über die Auswertung externer Daten und Dr. Torsten Hartmann von Avantgarde Labs mit einem Überblick über Predictive Analytics-Methoden von Open Data und Texten.

Wenn Sie schonmal da waren und es Ihnen gefallen hat, kommen Sie wieder. Wenn Sie es bisher noch nicht waren, seien Sie diesmal dabei. Wir freuen uns auf Ihr Kommen und gute Gespräche.

Programm und Anmeldung: http://dgi-info.de/events/dgi-praxistage-2016/

DGI-Tipp des Tages: Wikipedia feiert 15-jähriges Bestehen und die Kritik ist so heftig wie nie!

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Schon ein wenig älter, dieser Beitrag der Leibniz-Gemeinschaft zum Leibniz-Jahr 2016, aber unbedingt lesenswert.

Beste Grüße

Ihr Luzian Weisel, Karlsruhe

 

Ausgeschwärmt?

25.05.2016

Wikipedia feiert 15-jähriges Bestehen und die Kritik ist so heftig wie nie: rüde Umgangsformen, massiver Autorenschwund, mangelnde Qualität. Leibniz-Forscher messen den IQ des Wiki-Schwarms und planen kollektives Forschen unabhängig von Wikipedia

Mehr unter: http://www.bestewelten.de/welten/thema/ausgeschwaermt/