Category Archives: Künstliche Intelligenz

Zwei Lese-Empfehlung zu den DGI-Praxistagen 2016

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Von Milchglaskugel-Prognosen und echten Wahrscheinlichkeiten

Predictive Analytics aus Big Data kann Handlungsempfehlungen und Prognosen liefern. Zwei Berichte zu den im November 2016 stattgefundenen DGI-Praxistagen fassen die Komplexität des Themas zusammen, erläutern das Programm, welche Referenten da waren und liefern Antworten, warum Einzelereignisse wie die Trump-Wahl trotz anderer Vorhersagen passieren können.

Jens Damm: Der Blick in die Glaskugel bleibt Zukunftsmusik / IWP 68 (2017) Heft 1, S. 83-86, –  (Zugriff über DGI-Mitglieder-Login oder Lizenz)

Vera Münch: Vom Leben und Sterben in einer gewissen Wahrscheinlichkeit / B.I.T.-Online 20 (2017) Nr. 1, S. 58-6

DGI-Praxistage 2016 – erfolgreich beendet

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Letzten Donnerstag und Freitag fanden die 6. DGI-Praxistage „Predictive Analytics – Blick in die Glaskugel oder glasklare Prognose?“ statt. Wir wollten mit Experten im Gästehaus der Goethe-Universität Frankfurt einen der derzeit wichtigsten Big-Data-Trends beleuchten.

Im Vorfeld konnten wir, wie schon 2015, drei Workshops anbieten: Stephan Geißler von Expert System Deutschland GmbH präsentierte: „Wissen aus Dokumenten industriell nutzbar machen – Einführung in die semantische Informationsextraktion mit dem Cogito Studio“ . Alexander Loth von Tableau Germany GmbH erklärte uns: “Why is Predictive Analytics essential for your Data Strategy” und Clemens Weins, kuehlhaus AG bot für die studierende Neumitglieder der DGI  das in diesen Tagen ungemein brisante Thema Wie Online Marketing politische Öffentlichkeit beeinflusst!“ an.

Alle Workshops waren gut besucht und haben viel Spaß gemacht – wir werden dieses Format auch in Zukunft beibehalten.

Am Abend bot die Keynote: „Predictive Analysis – gestern, heute, morgen“ von Dr. Sven Schmeier, DFKI GmbH eine unterhaltsame historisch orientierte Einführung ins Thema und zugleich die Vorlage für ein lebhaftes Kamingespräch unter der Moderation unseres DGI-Präsidenten Herrn Karger. Danach konnte man sich bei einem ausgezeichnetem Abendessen und Getränken in schönem Ambiente dem Networking widmen.

Der Freitag stand mit den Vorträgen von Dr. Thomas Keil, SAS Institute GmbH, Nicolas Verstegen, StatSoft, Alexander Häußer, PwC Deutschland, Joachim Lackner,, Thomas Gabriel, KNIME.com AG, Prof. Dr. Melanie SiegelHochschule Darmstadt, Ralf Hennemann, GBI-Genios Deutsche Wirtschaftsdatenbank GmbH und Torsten Hartmann, Avantgarde Labs GmbH  ganz unter dem Motto Predictive Analytics – Blick in die Glaskugel oder glasklare Prognose? Als Orakel der Gegenwart bieten Predictive Analytics in vielen Bereichen verlässliche Antworten auf drängende Fragen, sei es im Vertrieb, in der Produktion, der Qualitätskontrolle oder der Medizin. Ein wichtiges Thema dabei: unstrukturierte Daten strukturieren und auf dieser Basis eine Zukunftsprognose formulieren. Dies ist eine große Herausforderung, denn noch gelingt das nicht fehlerfrei: Praktisches Beispiel, das uns die ganzen Praxistage aufgrund der Aktualität verfolgte: Die US-Wahl 2016.

Wir bedanken uns bei allen Rednern für ihre inspirierenden, kurzweiligen und zukunftsorientierten Vorträge und bei allen Teilnehmern für die anregenden Diskussionen!

Ganz besonders aber möchten wir unseren Sponsoren danken: Tableau Germany GmbH, GBI-Genios Deutsche Wirtschaftsdatenbank GmbH und Expert System Deutschland GmbH

Alle weiteren Informationen und das Programmheft mit Abstracts finden Sie auf der Veranstaltungsseite (Link)

Tipp des Tages: arte-Dokumentation „Schichtwechsel, die Roboter übernehmen“

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Eine sehr sehenswerte Dokumentation zur Zukunft der Arbeit und Industrie 4.0, aktuell zu sehen in der Kurzfassung bei der ARD-Themenwoche und in der Langfassung auf der arte Mediathek, noch zu sehen bis zum 12.12.2016:

Schichtwechsel, die Roboter übernehmen (Langfassung arte)

http://www.arte.tv/guide/de/055859-000-A/schichtwechsel-die-roboter-ubernehmen?country=DE

oder hier die kürzere Fassung von der ARD

http://www.ard.de/home/themenwoche/Schichtwechsel_die_Roboter_uebernehmen_ARD_Themenwoche/3577346/index.html

Wir stehen vor eine industriellen Revolution, die nicht nur die Automatisierung der Arbeit weiter vorantreibt und Menschen durch Maschinen ersetzt. Die Dokumentation zeigt eindrücklich, dass mit dem Wandel auch ein Umdenken stattfinden muss, wie wir uns Menschen sehen, unsere Gesellschaft gestalten wollen. Man darf das Thema nicht nur technisch oder renditeorientiert begreifen, auch wenn das im Augenblick nahe liegt. Den Wert, den der Mensch mit seinen kreativen und empathischen Fähigkeiten besitzt, könnte vielleicht wieder steigen und wichtiger werden. Auch das wäre eine Chance. Momentan denken wir noch in den Gesetzmäßigkeiten der „alten“ industriellen Welt.

In Minute 12 sagt man das Ende des Bibliothekars voraus, in Minute 24 hören wir, dass der Clickworker um die 10 EUR Stundenlohn bekommt und ganze Branchen, die bisher noch Wissensarbeiter beschäftigen, von Algorithmen abgelöst werden. Wie schnell und wie umfassend die Veränderungen sein werden, ist noch nicht zu sagen. Sind wir darauf vorbereitet und beschäftigen wir uns genug damit? Deshalb der Tipp des Tages.

“Digitalisierung ist eine Chance, vor der niemand kapitulieren muss!”

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“Alles digital. Echt jetzt?“ Gerade erschienen, der Beitrag von DGI-Präsident Reinhard Karger – in DIGITUSmagazin III 2016 – über die smarten Perspektiven ohne Alarmismus, über emphatische Menschen und Maschinen, die Emotionen simulieren, denn “es ist wichtig, dass wir die Zukunft ohne Schnappatmung betrachten.”

dgt-2016-iii-coverAn jeder Ecke ein warnender Mahner für oder gegen Digitalisierung mit wenig Maß, kaum Muße, aber dafür Heilsversprechen gratis und geschürte Untergangsangst. “Was sollte der Mittelstand tun? Besser sein Umfeld erkunden, als nach Kalifornien pilgern. Die Angebote vor der eigenen Haustür sind erstaunlich zahlreich und haben eine erstaunliche Qualität, strategisch und praktisch, verbal und haptisch. Augen auf, Maß nehmen und nachdenken, wie man die Digitalisierungsdividende konkret in seinem Unternehmen realisieren kann. Und es stimmt: Ingenieurskultur braucht Digitalisierungs-Spirit!” Was ist das? “Digitalisierung heißt nicht primär Disruption, sondern: mitmachen, clever sein, profitieren!“

Wir neigen dazu Maschinen zu überschätzen und menschliche Chancen zu trivialisieren, aber „Innovation verändert Produktion – bei zunehmender emotionaler Vollbeschäftigung des Menschen!“

“Alles digital. Echt jetzt?“ Der ganze Beitrag in DIGITUSmagazin III 2016!

Zukunft baut auf Erfahrung: Perspektiven vom Mundaneum bis heute

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Bericht von der DGI-Konferenz, 19. und 20. Mai 2016 in Frankfurt am Main von Elgin Helen Jakisch

Eine spannende DGI-Konferenz liegt hinter uns. Die Referenten ermöglichten hochinteressante Einblicke in ihre jeweiligen Erfahrungen und nahmen Bezug zu ihrer Geschichte und den Herausforderungen der Gegenwart. Viele Methoden haben mit der Digitalisierung Schritt gehalten. Viele der Ansätze waren zwar nicht neu, rückten aber die Stärken der „IuD-ler“ wieder mehr ins Bewusstsein. Wer ehrlich ist, bekennt, wie viel Arbeit wirklich gute Wissensorganisation bedeutet. Die DGI-Konferenz 2016 hat zur Konzentration auf diese wesentlichen Fragen einen guten Beitrag geleistet. Soweit so positiv. Doch allen Referenten und Teilnehmern wurde wieder einmal klar: der Nutzen des eigenen Tuns für Praxis und potentielle Kunden ist groß, muss jedoch erheblich besser kommuniziert werden. Der Auftrag lautet, sich als Infoprofi auf die Kernkompetenzen zu fokussieren und damit deutlicher zu werben.

Reinhard Karger, Präsident der DGI, eröffnete die Tagung mit der Aufforderung, die Infoprofis sollten die Diskussion über gesellschafts- und arbeitsmarktpolitische Veränderungen zentral anführen. Wissensmanagement findet heute auf allen Ebenen stattErfahrungen sind ein Fundament, damit Informationskompetenz und -qualität nicht verschwinden. Karger diskutierte den Querschnitt seines in der IWP 2+3/2016 erschienenen Plädoyers über die Positionen der DGI.

Über Paul Otlets Visionen der Organisation des Weltwissens war von Prof. Dr. Frank Hartmann von der Bauhaus-Universität Weimar zu erfahren. Otlet wollte die Information aus den Büchern herausholen und die Fakten erschließen, in einer Zeit des Aufbruchs von Telegraphie, ersten globalen Denkens und Weltausstellungen. Denkt man die Vision zu Ende, ist die Wissensallmende logisch – Wissen sollte Gemeingut sein. Otlet wusste, dass vor der Information die Dokumentation steht und entwarf Ideen zur Vernetzung des Wissens – lange vor Google. Doch geriet Otlet in Vergessenheit, weil er nicht über seine Visionen kommuniziert hatte?

Prof. Dr. Eric Hilgendorf, Universität Würzburg, referierte über das „RobotRecht“. Computer und Recht verzahnen sich, der Rechtsbegriff erweitert sich durch die Schnittstelle Maschine, Mensch und Netz. Der Mensch muss vor Folgen geschützt werden, die seiner Person oder der Gesellschaft schaden könnten, selbst wenn die Begeisterung über neue Wege der Datengenerierung und Vernetzung die Auswirkungen verschleiern.

Hauke Janssen von der Dokumentation des Magazins „Der Spiegel“ erläuterte das Fact-Checking und die Tätigkeiten der Informationsarbeiter seit Gründung der Zeitschrift. Hier ist eine ganze Abteilung mit der Verifikation aller Fakten in Artikeln beschäftigt – ein höchster Anspruch an Informationsqualität, unter dem Druck medialer Aufmerksamkeit in Echtzeit und permanenter interner Lobbyarbeit für die Dokumentation.

Lobby, Kommunikation über den Nutzen, gesellschaftliche Debatten – all dies setzte sich in der Podiumsdiskussion mit den Teilnehmern Reinhard Karger, Prof. Dr. Günther Neher (FH-Potsdam), Dr. Rafael Ball (ETH Zürich) und Dr. Hauke Janssen und unter reger Beteiligung des Publikums fort. Thema „Informationswissenschaft zwischen Krise und Renaissance“ – „Wege aus der Defensive“. Die Schließung des Studiengangs in Düsseldorf und das Urteil des Leibniz-Senats über die ZBMED stimmen nicht gerade optimistisch. Das Thema spielt in deutschen Medien jedoch keine Rolle, obwohl das anders sein sollte. Das Dilemma ist Uneinigkeit der Community in der eigenen Ausrichtung und mangelnde Kommunikation über den Nutzen des Berufsbildes mit fehlender Lobbyarbeit in der Politik. Fazit: das Eigenmarketing ist „verstaubt“, die Bekanntheit des Infoprofis schlecht. Dennoch finden Absolventen Jobs, vielleicht, weil sie ihren Beruf als „Kommunikationsoptionfür universelle Methoden begreifen- denn der Bedarf nach Ordnung des Wissens ist seit Otlet gleich geblieben.

Tag zwei startete mit der Präsentation der Neuausrichtung des IuD-Studiengangs an der FH-Potsdam, von Prof. Dr. Rolf Däßler, der betonte, dass IuD heute im Sinne von Datenmanagement verstanden werden muss. Ein Schwerpunt bildet die mathematischen Grundlagen – wichtig für jede Statistik. Viel Praxis, Werkstatt und Projektarbeit soll die Studenten fit für den Job machen. Danach präsentierten sich vier Studenten mit drei Projekt-, bzw. Masterarbeiten und stellten Ihre Ergebnisse und den Nutzen vor.

Prof. Dr. Marc Rittberger vom DIPF Frankfurt widmete sich den Erfahrungen der Logfileanalyse. Nichts in der webbasierten Welt geht ohne Tracking für die Webseitengestaltung und die Platzierung von Inhalten. Dabei ist das Verständnis über Nutzerverhalten genauso wichtig wie Quantitäten. Die Anpassung an mobile Geräte hat dem Thema erneut Schub gegeben.

Auch Prof. Dr. Ulrike Spree von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg fragte nach den Erfahrungen guter und schlechter Wissensorganisation in den letzten 20 Jahren. Ihr Fokus lag auf Inhaltserschließung und Wissenspräsentation. Die Wissensarbeiter heute tun immer noch zu viel in Handarbeit. Nutzerverhalten wird auch hier nur bei kommerziellen Produkten systematisch, aber sonst viel zu wenig in Betracht gezogen. „Theorie und Praxis arbeiten immer noch nicht gut zusammen“, so ihr Fazit.

Babette Bolle von STN stellte die Funktionalitäten der neuen high-performance-Plattform für die Patentsuche vor. „Wenn man Gutes bewahren will muss man Veränderungen zulassen“, so Babette Bolle und erläuterte den Wandel von der Expertenplattform hin zur intuitiven Selbstrecherche.

Was tun für die Zukunft Medizininformation? Dr. Helge Knüttel, Rechercheur und Fachreferent für Medizin an der UB Regensburg, stellt die hochwertige Informationsversorgung in der Medizin durch den möglichen Wegfall vom Literaturservice DIMDI und der ZBMED in Frage und befürwortete die Sicherung von Know-How in öffentlicher und zentraler Hand. Aus seiner Sicht wäre das für die Gesundheitsversorgung die bessere Entscheidung.

Ulrich Herb von der UB Saarbrücken widmete sich zum Schluss der Kommerzialisierung von Open Access. Aus seiner Sicht ist das Versprechen der Gemeinnützigkeit oder Wissensallmende nur halbherzig umgesetzt. Denn wieder einmal generieren Verlage die Gewinne und die Kosten wurden verlagert und zunehmend intransparent. Die Preise werden mit wachsender Nachfrage nach Open Access steigen – das ist die Marktlogik.

Nähere Infos:

Programm und Folien der Präsentationen finden Sie auf den Seiten des Veranstaltungskalenders.

Langfassungen der Vorträge erscheinen in den folgenden Ausgaben der IWP.

Karger, Reinhard: Perspektiven und Positionen der DGI: ein Plädoyer. – In: IWP, 2-3 (2016), S. 101, s.a. DOI: 10.1515/iwp-2016-0023

Karger, Reinhard: Informationskompetenz fördern: digitale Urteilsfähigkeit. – In: IHK-Wirtschaftsforum, 4 (2019), S. 41, s.a. http://www.frankfurt-main.ihk.de/presse/ihk-wirtschaftsforum/

DGI zieht Fazit nach DGI-Forum in Wittenberg: Kein digitaler Wandel ohne Information Professionals! Wir brauchen sie mehr denn je!

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Nach dem DGI-Forum in Wittenberg vom 24. bis 26. September zum Thema „„True Fiction: Die Digitalisierung unseres Alltags“ zieht der DGI-Präsident Reinhard Karger Bilanz: „Beim DGI-Forum in Wittenberg haben wir zentrale Aspekte des digitalen Wandels diskutiert, konkrete Chancen benannt und die abstrakten Risiken nicht vergessen.“

Das Ergebnis formuliert Karger kompakt:

„Menschliche Erfahrung, Informationsinfrastruktur und algorithmische Exzellenz müssen zusammen gedacht und zusammen gebracht werden. Das zu tun, ist eine gigantische Aufgabe und generiert Jobchancen für engagierte Information Professionals!“

Bilder und Aufnahmen zu den Vorträgen folgen in Kürze.

10 Jahre Land der Ideen: DGI beim Festival der Ideen

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2015-08-13_Festival-der-Ideen_Logo_WEBFestival der Ideen – 10 Jahre Land der Ideen

Washingtonplatz, Berlin, 10.-13. September 2015: Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank als Nationaler Förderer laden ein zum Festival der Ideen: Mitdenken. Mitmachen. Miterleben. Anlass ist das 10-jährige Jubiläum des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“. Über 10.000 Projekte wurden eingereicht, 2.855 wurden ausgezeichnet. Das Land der Ideen liegt vor dem Berliner Hauptbahnhof – und feiert unübersehbar Vielfalt und Fantasie, Kreativität und Kooperation, Erfindungen und Engagement.

Beim Festival der Ideen präsentieren Preisträger ihre Ideen für Deutschlands Zukunft, Vertreter aus Politik und Wirtschaft diskutieren über Innovationskultur, Wissenschaftler und Kreative präsentieren Konzepte für den digitalen Wandel, das Leben auf dem Land oder die smarte City. Das Land der Ideen feiert, die DGI feiert mit und ist aktiv im Festival-Programm, z.B. beim:

Ideen-Slam – Spannende Gründungsideen kurz und bündig präsentiert.
Freitag, 11. September 2015, 9:00 – 10:30 Uhr: Die max. 6-minütigen Vorträge ähneln einem Poetry-Slam und werden von einer Jury bewertet. Am Ende wird ein Sieger gekürt. Der Ideen-Slam wird moderiert von DGI-Präsident Reinhard Karger.

Oder bei der Gesprächsrunde „Industrie 4.0 – Hoffnungsträger für die deutsche Wirtschaft?
Samstag, 12. September 2015, 15:00 – 16:30 Uhr: Deutschland legt beim Thema Industrie 4.0 ein rasantes Tempo vor. Vor einem Jahr noch von manchem als neues Modewort belächelt, steht die Digitalisierung der Produktion inzwischen auch auf der politischen Agenda ganz oben. Gäste sind:
– Iris Plöger, Abteilungsleiterin Digitalisierung und industrielle Wertschöpfungsstrukturen beim BDI,
– Dr. Bettina Horster, Vorstand Vivai Software GmbH,
– Reinhard Karger, Unternehmenssprecher, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) & Präsident, Deutsche Gesellschaft für Information und Wissen (DGI)
Moderation: Dr. Joachim Bühler, Bereichsleiter Wirtschafts- und Innovationspolitik, BITKOM

Hier das Festival-Programm als PDF.

Ausgangspunkt für die Initiative war Horst Köhlers Antrittsrede vor der Bundesversammlung, 23.05.2004, nach seiner Wahl zum Bundespräsidenten: „…was will Deutschland im 21. Jahrhundert sein, was kann es sein, und wo will dieses Land hin? Mit Recht betonen viele in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit, vor allem Bildung und Innovation zu stärken. Deutschland ist mir zu langsam auf seinem Weg in die Wissensgesellschaft. Mein Traum geht aber noch weiter. Deutschland soll ein Land der Ideen werden. Im 21. Jahrhundert bedeutet das mehr als das Land der Dichter und Denker, mehr als Made in Germany, mehr als typisch deutsche Tugenden. Das ist ganz sicher etwas anderes als Großmannssucht und Selbstüberschätzung. Deutschland, ein Land der Ideen, das ist nach meiner Vorstellung Neugier und Experimentieren, das ist in allen Lebensbereichen Mut, Kreativität und Lust auf Neues, ohne Altes und Alte auszugrenzen. Das sind neue Gründerjahre, das ist auch die Kraft, mit Rückschlägen umzugehen und wieder neu anzufangen. Das sind Ideen auch für Europa.“

Die Fragen, die Horst Köhler adressierte, sind immer noch aktuell und die Initiative, die letztendlich durch seine Rede entstanden ist, ist immer noch aktiv, hat viel gemacht und viele erreicht – 2015 mit dem Motto „Stadt, Land, Netz – Innovationen für eine digitale Welt„.

Neue vernetzte Welt: Interview mit Reinhard Karger bei hr-iNFO

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Die neue vernetzte Welt bietet viele neue Chancen auf der einen Seite und beängstigt auf der andere Seite die Menschen. Reinhard Karger, DGI-Präsident, erklärt im Interview mit HR-iNFO (www.hr-inforadio.de), dass wir uns im Grunde keine Sorgen machen müssen.

CeBIT-Blog: 2015 wird das Jahr des Internet der Dinge

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Foto: DFKI / ZeMA

Foto: DFKI / ZeMA

Das Internet der Dinge wird Berufe und Arbeitsabläufe verändern, neue erwerbswirtschaftliche Perspektiven schaffen, gesellschaftliche Partizipation erleichtern. Der private Alltag und das Zuhause werden smarter, die Freizeit datenreicher. Die Aussagen sind nicht neu, nur die Anschauung fehlt noch. Aber: Rückblickend wird 2015 als das Jahr in Erinnerung bleiben, in dem die sich abzeichnende Bedeutung des Internet der Dinge das erste Mal konkret erlebbar wurde, so Reinhard Karger, DGI-Präsident und Unternehmenssprecher für das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Weiterlesen auf dem CeBIT-Blog

Save the Date: Presse-Preview „The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben“

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Save the Date – 15.01.2015, Frankfurt am Main – Gemeinsame Presseeinladung von DFKI, DGI und Nuance. Das Biopic „The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben“ ehrt Alain Turing und würdigt die Leistungen des Teams in Bletchley Park. In den Hauptrollen: Benedict Cumberbatch und Keira Knightley.

Alain Turing (1912-1954) war ein überragender Logiker und gilt als das größte Zahlengenie seiner Zeit. 15 Jahre bevor 1956 die wissenschaftliche Disziplin der Künstlichen Intelligenz erdacht wurde, entwickelten Computerwissenschaftler die ersten Rechner, um gemeinsam mit Kryptologen die Funksprüche Nazi-Deutschlands zu entschlüsseln. Sie waren erfolgreich, halfen alliierte Geleitzüge zu schützen und verkürzten damit den Zweiten Weltkrieg.