DGI-Blog

Category Archives: Internet and Society

Breaking News: Poynter Receives $3 Million Grant From Google.org to Lead a Program to Teach Teens to Tell Fact From Fiction Online

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Diese Schlagzeile aus PR Newswire überschwemmt gerade einschlägige Newsdienste nicht nur in der Neuen Welt!  Worum gehts? Was hat diese Nachricht mit unseren Aktivitäten in der DGI zu tun?

Die Unterstützung erfolgt aus  The Google News Initiative: Building a stronger future for news.

Abendliche Grüße Ihr Luzian Weisel

20 Jahre Anti-Korruptions-Konvention: „Großer Einfluss, zu wenig Verurteilungen“

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Ein interessanter Blog-Beitrag von Salvatore Saporito, Teamleiter Europa Risk & Compliance, seit 2003 bei der LexisNexis GmbH und Mitglied in der DGI Fachgruppe Compliance. Aber lesen Sie selbst:

„Die Anti-Korruptions-Konvention der Organisation für die wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wurde am 17. Dezember 1997 unterschrieben. Die Konvention fordert die Mitgliedstaaten dazu auf, Gesetze zu verfassen, die die Bestechung von ausländischen Amtsträgern für illegal erklären. Im Gespräch mit LexisNexis zieht der Vorsitzende der OECD-Anti-Korruptions-Abteilung, Patrick Moulette, Bilanz über die ersten 20 Jahre der Konvention…“

Link auf den Original-Beitrag.

EINLADUNG: Open Science Conference diskutiert Umsetzung der European Open Science Cloud

By | Allgemein, Ankündigung, Internet and Society, Internet und Gesellschaft, Linked (open) Data, Projekte, Semantic Web, Verlagswesen | No Comments

Der nachfolgende Hinweis auf die interessante Open Science Konferenz in Berlin zu Ihrer Information.

HG aus Karlsruhe

Ihr Luzian Weisel

Einladung: Open Science Conference diskutiert Umsetzung der European Open Science Cloud

Die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft und der Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0 laden vom 21. bis 22. März 2017 nach Berlin zur Open Science Conference. Über 220 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 34 Ländern werden auf der ausgebuchten Open Science Conference erwartet. Die internationale Fachtagung widmet sich aus unterschiedlichen Perspektiven dem Thema Open Educational Resources. Zudem wird die Umsetzung der European Open Science Cloud diskutiert. Zu den Vortragenden gehören Jean-Claude Burgelmann, Barend Mons, Johannes Vogel und Klaus Tochtermann. URL: http://www.open-science-conference.eu.

 

DGI-Tipp des Tages: Citizen Science – Gemeinsam Wissen schaffen – mit Unterstützung der Informationsfachkräfte!?

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Heute teilte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit, dass „gezielt Forschungsprojekte, an denen maßgeblich Bürgerinnen und Bürger beteiligt sind“ gefördert werden sollen.

Weiter heißt es: „Bürgerwissenschaften, auch Citizen Science genannt, liefern der Forschung bereits detaillierte und umfangreiche Informationen, geben wichtige Impulse für Forschungsfragen und Rückmeldungen zur Relevanz und Anwendbarkeit von wissenschaftlichen Ergebnissen. Dies möchte das BMBF mit der neuen Förderung weiter ausbauen und auch methodisch voranbringen. Ziel ist es, den direkten Austausch zwischen Bürgerinnen, Bürgern und Forschenden zu stärken, neue wissenschaftliche Fragestellungen zu ermöglichen und die Bürgerwissenschaften insgesamt weiterzuentwickeln.“

Aus meiner Sicht eine gute Gelegenheit für Informationsfachleute ihre Fertigkeiten und Fähigkeiten anzubieten und einzubringen, damit „Gemeinsam WIssen schaffen“ möglich wird.

Was meinen Sie?

Mit den besten Grüßen aus Karlsruhe

Ihr Luzian Weisel

 

p. s.

hier geht es zur vollständigen Pressemitteilung

https://www.bmbf.de/de/gemeinsam-wissen-schaffen-3240.html

und zum Webportal www.buergerschaffenwissen.de für Citizen Science-Projekte.

Neue vernetzte Welt: Interview mit Reinhard Karger bei hr-iNFO

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Die neue vernetzte Welt bietet viele neue Chancen auf der einen Seite und beängstigt auf der andere Seite die Menschen. Reinhard Karger, DGI-Präsident, erklärt im Interview mit HR-iNFO (www.hr-inforadio.de), dass wir uns im Grunde keine Sorgen machen müssen.

Sharing, nicht Economy!

By | DGI, Internet and Society, Internet und Gesellschaft, Netzpolitik, Projekte, Sharing Economy, Social Media | No Comments

Von Reinhard Karger

Die Sharing Economy ist nicht nur ein Spleen vereinzelter Geschäftsmodelle wie Uber oder Airbnb. Sie hat Auswir­kungen auf die ganze Gesellschaft,

Teilen ist keine Erfindung der Neuzeit, das Gemeinschaftliche nicht neu. Die Allmende, der Dorfacker und dessen gemeinsame Ver­waltung und Nutzung waren über Jahrhun­derte üblich. Jetzt befinden wir uns in der „Sharing Economy“. Einige Angebote sind bemerkenswert erfolgreich. Die bekannte­ren sind Airbnb – die Vermittlung von priva­ten Übernachtungsmöglichkeiten – und Uber – die Vermittlung von privaten inner­städtischen Fahrten. Sie adressieren die Wurzeln der alternativen Szene, bieten sehr gute Services an, sind aber mutiert zu In­vestitionsobjekten mit erstaunlicher Markt­bewertung.

Mitfahrzentralen haben die gemein­schaftliche Mobilität unterstützt und die Fahrzeugauslastung verbessert, im Wesent­lichen zwischen Städten, nicht innerstäd­tisch. Sie blieben aber über 50 Jahre eine Nische, führten nie zu Massenprotesten und hatten nie eine Milliardenbewertung. Der Hauptunterschied zu Uber liegt in der Motivation des Fahrers und dem Anlass für die Fahrt: Bei der Mitfahrgelegenheit hatte der Fahrer ein Ziel, der Mitfahrer beteiligte sich an den Kosten. Darum geht es bei Uber nicht, denn Uber eröffnet seiner Website zufolge Fahrern neue Geschäftsmodelle, und auch Airbnb wirbt mit Verdienstmög­lichkeiten.

Damit agiert der Anbieter gewerblich, steht in Konkurrenz zu kommerziellen An­bietern und müsste folglich ein Gewerbe anmelden. Denn auch der Buchungskanal

Internet verändert nicht die gesetzlichen Regelungen der jeweiligen Dienstleistung. Es kann nicht sein, dass neue Anbieter die bestehenden Pflichten zum Beispiel für die Beherbergung oder den Transport von Per­sonen übergehen. Brandschutzverordnun­gen und Personenbeförderungsscheine sind entweder notwendig oder überflüssig.

Wenn die solidarische Seite des Teilens zu einem Geschäftsmodell mit einseitigen Pro­fiten und offensichtlichen Gewinnern mu­tiert und einige wenige globale Plattformen einen neuen Markt kommerziell abschöp­fen, gefährden sie den Erfolg eines gesell­schaftlich wichtigen Konzepts.

Aus dem Heft: Innovationsmanager | Heft 32 | Dezember 2014

Kommentar von Peter Cornelius zur SUMA-Jahrestagung 2014

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Wege aus der Internet-Überwachungskatastrophe

Ethik im digitalen Raum –

war der Titel der Jahrestagung 2014 des SUMA e.V. (www.suma-ev.de) am 12.02.14 in Hannover.

Suchmaschinen und Überwachung, da bestehen sicher Zusammenhänge und die Leitlinien des SUMA e.V. sind weit gefasst, die Satzung: http://suma-lab.de/suma-ev/downloads/satzung.pdf.

Aber, was hat das mit Ethik zu tun ? Ist das die Ethik meines Verhaltens ? Oder die Ethik derjenigen, die mich überwachen wollen, sei es nun der „ehrliche“ Staat oder „böse“ andere Menschen ?

Wenn ich nicht digital überwacht werden will, dann sollte ich als erstes vielleicht einmal den gesunden Menschenverstand walten lassen und keine digitalen Spuren hinterlassen. Dies wäre doch schon mal eine Grundlage ! ?

Aber: ich kann auch anders in staatliche Überwachungsfilter geraten !

Sehr anschaulich wird dies in einem YOUTUBE-Video gezeigt ( http://www.youtube.com/watch?v=iHlzsURb0WI ), dass durch den SUMA e.V. in diesem Jahr mit 2500 EUR prämiert wurde. Berechtigt aus meiner Sicht !

Sehr anschaulich war auf diesem Kongress, der mit rund 50 Leuten besucht war, auch die Präsentation von Andy Müller-Maguhn vom Chaos Computer Club.

Für mich allerdings überhaupt nicht verständlich (auch akustisch nicht, weil er nicht in der Lage war in ein Mikrophon zu sprechen), waren die Ausführung von Rafael Capurro, ehemaliger Professor an der Hochschule der Medien in Stuttgart, der seine Gedanken schweifen liess, aber für mich keinen roten Faden und auch keine klaren Thesen zu seinen Überlegungen der Informationsethik erkennen liess.

Fazit:

Der Raum, der Hodlersaal im Neuen Rathaus in Hannover war sehr schön, die installierte Technik dort hatte allerdings große Mängel, sodass von den Vorträgen sehr wenig zu verstehen war.

Das gemeinsame Abendessen hatte das selbe Problem, denn die Akustik in der sehr gut besuchten und sehr, sehr lauten „Ständigen Vertretung“ war auch so, dass man sich nur mit Mühe mit seinem Gegenüber am Tisch und seinem Nachbar verständigen konnte.

Also:

ein großes Problem der Kommunikation der sicher auch an der gegenseitigen Kommunikation miteinander interessierten Teilnehmer. Wolfgang Sander-Beuermann, der rührige Organisator, der jährlichen SUMA-Veranstaltungen sollte darüber nachdenken und für die nächste Veranstaltung mehr bieten !

gfwm THEMEN 5 / Mai 2013 veröffentlicht

By | Ankündigung, Informationskompetenz, Informationspraxis, Informationswissenschaft, Internet and Society, Presse | No Comments

gfwm THEMEN 5
In der fünften Ausgabe der fachlichen Publikation gfwm THEMEN stellt das Redaktionsteam der Gesellschaft für Wissensmanagement e. V. ausgewählte fachliche Artikel und hochwertige Praxisbeiträge von Experten und Praktikern des Wissensmanagements vor. Das Ziel: eine anspruchsvolle Publikation weiterführen, mit der Redaktion und Verein eine Leserschaft auf fachlicher und unternehmerischer Ebene ansprechen.

In dieser Ausgabe:

– Woran scheitert die forschungsorientierte Kommunikation im Wissensmanagement? – Vorschlag eines Ordnungsrahmens – von Dada Lin, Paul Kruse, Lars Hetmank

– Das Haus des Wissensmanagements – Die Ziele: Ein praxisorientiertes Modell für die Einführung eines unternehmensspezifischen Wissensmanagements – von Uwe Dombrowski, Kay Fromhold-Treu, Katrin Nitzschke

– BerLearner – Ein Berliner Modellprojekt macht Schule – von Kerstin Illgen-Förster

– Die Ressource Mitarbeiterwissen richtig erschließen Unternehmen gehen neue Wege mit Social Forecasting – von Aleksandar Ivanov

– „Last-Monday“-Stammtische – Theorie und Praxis am Beispiel der Unternehmer-Stammtische des eBusiness-Lotsen Dresden – von Dirk Liesch

Kostenfreier Download der 40-seitigen Publikation als PDF
Homepage gfwm THEMEN & newsletter

BBK Workshop: „Zwischen Bibliothekaren und Bücherwürmern: Gesellschaftliches und politisches Engagement von Information Professionals“

By | Bildungspolitik, Informationspraxis, Informationswissenschaft, Internet and Society, Internet und Gesellschaft, Netzpolitik | No Comments

Am kommenden Dienstag (27.11.2012) findet im BBK (am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft, Humboldt Universität zu Berlin) eine Diskussionsveranstaltung zum Thema ‚Gesellschaftliches und politisches Engagement von Information Professionals‘.

Schwerpunkt der Diskussion ist die Rolle der Lehre und Forschung als Institutionen, die diese wichtigen Themen als integralen Teil des fachlichen Diskurses etablieren können sowie gesellschaftlich und politisch bewussten Information Professionals ausbilden können.

Das Abstract der Veranstaltung:

In der Epoche der Informations- und Wissensgesellschaft, mehr als je zuvor, haben Information Professionals (Bibliothekar_Innen sowie andere Informationsberufe) einen wichtigen Beitrag zu öffentlichen, gesellschaftlichen und politischen Debatten zu leisten. Tagtäglich geschehen Ereignisse, die aus einer fachlichen und informationsethischen Sicht betrachtet werden sollen und von der Information Community nicht unkommentiert gelassen werden können. Letzten Endes haben diese Ereignisse eine bedeutende Wirkung auf die Praxis der Informationsberufe, und noch wichtiger – auf die Gesellschaft, in der diese Berufe agieren. Doch inwieweit findet eine solche Diskussion innerhalb des Berufsumfeldes statt? Und wie wird diese nach außen kommuniziert? Welche Rolle erfüllen Forschung, Lehre, Praxis und professionelle Verbände? Als Forschungs- und Ausbildungseinrichtung muss sich das IBI mit diesen Fragen auseinandersetzen, um diese Themen als festen Bestandteil des beruflichen Diskurses zu etablieren. Für diese BBK-Veranstaltung ist eine Diskussion zum Thema vorgesehen.

 

Den Bericht über den Workshop sowie eine Aufzeichnung des Vortrags finden Sie auf dem Drawer 2.0 Blog.

Umfrage – Weniger Meinungsfreiheit wäre ok!?

By | Bibliothek und Information, Informationskompetenz, Internet and Society, Internet und Gesellschaft, Presse | 5 Comments

Die für Informationsspezialisten überraschende Information kam in der Moderation des ZDF-Politbarometers vom 28.09. eher beiläufig daher und verschwand angesichts der aktuellen Politikerbenotungen schnell hinter Zahlen und Informationen. Drum sei nochmal darauf hingewiesen: Laut der hier vorgestellten Ergebnisse würden annährend die Hälfte der befragten Personen (47 Prozent) ein Verbot religionskritischer Darstellungen befürworten, selbst wenn damit Einschränkungen der Meinungsfreiheit verbunden wären.

Die Meinungsfreiheit wird in Deutschland in Artikel 5 Abs. 1 des Grundgesetzes definiert: Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten […] Eine Zensur findet nicht statt.

Ein Blick in Geschichtsbücher und die Aussagen von Historikern bestätigen, dass der geschichtliche und politische Entwicklungsweg bis zu dieser Definition lang, mühevoll und mit Repressionen, Gewalt und Rückschlägen verbunden war.

Artikel 5 des Grundgesetzes stellt auch einen zentralen Pfeiler für alle mit dem Bibliotheks- und Informationswesen verbundenen Berufe und der damit zusammenhängender Branchen dar. Und sein Inhalt dient als wichtiger Gradmesser für die Situation des Staates mit Blick auf demokratische Grundrechte, auch in Europa. Nicht nur Politiker und Vertreter der Wirtschaft betonen zudem die Vorteile der Informations- und Wissensgesellschaft als Fortschritt.

Doch wie reif ist eine Gesellschaft für die „Informations- und Wissensgesellschaft“ tatsächlich, wenn fast die statistische Hälfte ihrer Teilnehmer zur Lösung aktueller Problemlagen gezielte Einschränkungen beim Zugriff auf Information hinnehmen würde?

Zeitungsleser im Hausgärtchen (Carl Spitzweg)

Selbst wenn man entschuldigend anführen möchte, dass die befragten Personen die Option „Einschränkung der Meinungsfreiheit“ als ein naheliegendes und erfüllbares Angebot zur Auflösung eines Problems vorgestellt bekommen, so bleibt dennoch ein Unbehagen. Als aufmerksame Beobachter/innen erinnern Sie sich bestimmt an nicht lange zurückliegende Ereignisse und Diskussionen, bei denen deutlich wurde, dass bestimmten Interessengruppen auch in Deutschland an einer Einschränkung der Meinungsfreiheit und des Zugangs zu Information offenbar durchaus gelegen ist. – Und so könnte das Zwischenergebnis aus dem Politbarometer des ZDF ausgerechnet von diesen Interessengruppen als durchaus ermutigender Anhaltspunkt verstanden werden …

 

Die Meinungsfreiheit wurde 1798 in der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte in Frankreich als eines der kostbarsten Rechte des Menschen bezeichnet. Nach politischen Aufständen und deren Niederschlagung um 1848/1849 wurden einmal erreichte bürgerliche Rechte weitgehend wieder eingeschränkt. Zeitungen wurden in diesem Zusammenhang verboten oder nur nach strenger Zensur publiziert. Lesegesellschaften wurden geschlossen. Phasenweise war es für den Bürger ratsam, sich politisch nicht zu äußern. Nur der Rückzug in den privaten Raum bot Schutz vor der Zensur. Nur hier kann der Zeitungsleser wie auf dem Bild von Carl Spitzweg wenigstens mimisch missbilligen, was in der Zeitung steht. Das Bild entstand um 1845/1858. (Bildquelle: Wikipedia)