DGI-Blog

Category Archives: Bildungspolitik

Die DGI unterstützt den Science March Germany, 22. April 2017

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Warum?

Lassen wir zuerst die Initiatoren sprechen:

„Kritisches Denken und fundiertes Urteilen setzt voraus, dass es verlässliche Kriterien gibt, die es erlauben, die Wertigkeit von Informationen einzuordnen. Die gründliche Erforschung unserer Welt und die anschließende Einordnung der Erkenntnisse, die dabei gewonnen werden, ist die Aufgabe von Wissenschaft. Wenn jedoch wissenschaftlich fundierte Tatsachen geleugnet, relativiert oder lediglich „alternativen Fakten“ als gleichwertig gegenübergestellt werden, um daraus politisches Kapital zu schlagen, wird jedem konstruktiven Dialog die Basis entzogen…“

Das zentrale Anliegen der DGI unterstützt diese Initiative:

Die Förderung von Informationskompetenz – in Bildung, Beruf und Gesellschaft – und speziell als Basis guter wissenschaftlicher Praxis.

Deshalb haben wir uns angeschlossen.

Hier geht es zur Resolution.

Luzian Weisel, im Namen des DGI-Vorstandes

Informationskompetenz – neue Community of Practice in der DGI

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Informationskompetenz – gibt es da nicht schon ganz viel?

Richtig. Informationskompetenz ist kein neues Thema und es existieren zahlreiche interessante und gut gemachte Initiativen und Angebote zu unterschiedlichen Aspekten und für verschiedene Zielgruppen. Auch der DGI-Arbeitskreis „Bildung und Informationskompetenz (IKB)“ hat hier bereits wichtige Impulse gesetzt, indem u.a. durch viel Engagement des Arbeitskreises das Thema in den Bildungsplan 2016 von Baden-Württemberg und anderen Bundesländern Einzug gehalten hat (weitere Infos hier).

Wozu dann eine CoP (Community of Practice) zu Informationskompetenz?

Durch die aktuelle Diskussion über den möglichen Einfluss von Fake News und postfaktischen Behauptungen auf individuelle Wahlentscheidungen sind Fragen der Informationskompetenz in jüngster Zeit wieder verstärkt in den Fokus der (öffentlichen) Wahrnehmung gerückt. Dabei liegt das Augenmerk auf Fähigkeiten zum Erkennen von falschen Informationen und ihren Quellen, zum kritischen Umgang mit (digitalen) Informationslieferanten aller Art und der Informationsbeschaffung, –nutzung und –wirkung im alltäglichen Leben.

Welchen Beitrag kann die DGI leisten? Dies soll zusammen mit anderen Interessierten herausgefunden und beantwortet werden.

Gibt es schon einen Plan?

Zunächst ist eine Analyse des bestehenden Angebots geplant, um Lücken zu ermitteln. Schwerpunkt ist die Vermittlung alltagsrelevanter Informationskompetenzen im Privat- und Berufsleben. In einem weiteren Schritt sollen konkrete Vorhaben zur Schließung der Lücken skizziert und Umsetzungsmöglichkeiten ergründet werden.

Die DGI lädt alle Interessierten herzlich ein, Teil der im Januar 2017 gegründeten CoP Informationskompetenz zu werden! Die CoP soll durch ihre Mitglieder getragen werden und von dort Impulse erhalten.

Jeder fachliche Input, jede kreative Idee ist willkommen und ausdrücklich erwünscht, um gegenseitig Inspirationen zu geben und gemeinsam Ideen und Konzepte zu entwickeln. Die CoP kann einen Raum für alle werden, die einen Beitrag zur Steigerung der Informationskompetenz innerhalb ihrer persönlichen Zielgruppe oder im Rahmen ihrer Interessen und Möglichkeiten leisten wollen.

Vom Artikel in der Tageszeitung über Projektideen für Schulen und Hochschulen bis hin zum umfassenden Weiterbildungsangebot für Berufstätige – denkbar ist alles! Arbeiten wir gemeinsam daran!

Interesse geweckt? Gibt es weitere Fragen?

Nehmen Sie Kontakt auf mit den Kollegen aus dem Arbeitskreis Informationskompetenz:

Sylvia Kullmann (sh.kullmann(at)outlook.de) oder Dr. Luzian Weisel, Vizepräsident der DGI (weisel(at)dgi-info.de)

  

Zukunft für die Informationswissenschaft in Düsseldorf!

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Für die einen ist es „eines der wichtigsten Fächer für das digitale Internetzeitalter“ für die anderen ein möglicher Auslaufkandidat: Informationswissenschaft. Am 26. Januar diskutiert der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät über die Schließung der Düsseldorfer Informationswissenschaft. Die Rheinische Post berichtete, der Hashtag auf Twitter ist #saveIWS, via change.org rief der Fachschaftsrat der Düsseldorfer Informationswissenschaft zur Unterstützung seiner Petition auf für die Erhaltung des Studienfaches Informationswissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität.

DGI-Präsident Reinhard Karger hat bereits am 22.01. im Namen des Gesamtvorstands an die Rektorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und den Dekan der Philosophischen Fakultät geschrieben. Wir veröffentlichen hier den ungekürzten Text:

Betreff: Zukunft für die Informationswissenschaft in Düsseldorf! 22.01.2016

Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Steinbeck,

ich habe theoretische Linguistik in Wuppertal studiert, der Austausch mit der Heinrich-Heine-Universität war intensiv und fruchtbar – das war in den 80gern. Heute bin ich Unternehmenssprecher des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, DFKI, aber ich wende mich an Sie als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Information und Wissen, DGI, und im Namen des Gesamtvorstandes. In den vergangenen Tagen haben wir erfahren, dass der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät bei seiner nächsten Sitzung am 26. Januar über die Schließung der Düsseldorfer Informationswissenschaft – nach der Pensionierung des Lehrstuhlinhabers Wolfgang G. Stock – diskutiert. Und unsere erste Reaktion war ehrliche Bestürzung.

Smart Data verspricht Big Business und Data Scientists werden überall gesucht – in dieser Situation würde man die Informationswissenschaft expandieren!

Bitte lassen Sie mich feststellen, dass ich selbstverständlich den finanziellen Druck auf den Haushalt verstehe. Aber lassen Sie mich bitte inhaltliche und perspektivische Argumente in die Diskussion einbringen, um zu bewirken, dass Sie diesen möglichen Beschluss nicht treffen, sondern die Chancen der Informationswissenschaft für Düsseldorf und die Informationswirtschaft erhalten:

Die Digitalisierung verändert unsere Lebenswelten drastisch. Der Prozess ist atemberaubend, die Entwicklung arbeitsteilig: die Physiker verbessern die Prozessoren, die Informatiker die Algorithmen, die Betriebswirte entwerfen die Geschäftsmodelle. Das ist viel, aber das reicht nicht aus!

Informationswissenschaft fokussiert Informationskompetenz und Datenanalyse als Basis wissensbasierter und mündiger Entscheidungen, adressiert damit gleichzeitig die Entwickler der algorithmischen Lösungen und die Nutzer der digitalen Dienste.

Informationswissenschaft liefert eine tragende Säule für die demokratische Ausgestaltung der Digitalisierung. Es geht ihr um die Verlässlichkeit der Information, um die Beurteilung der Inhalte, um Informationsqualität und noch viel mehr um die Urteilsfähigkeit der Bürger als informierte Akteure der digitalen Gesellschaft!

Die Digitalwirtschaft ist herausragend erfolgreich. Die Berichterstattung fokussiert auf die Unternehmenserfolge des Silicon Valley und den Zustand, dass große Marktbereiche von wenigen amerikanischen Platzhirschen besetzt sind. Natürlich ist diese Analyse gegenwärtig korrekt, aber die Zukunft ist noch nicht entschieden. Wir erleben erst die Frühphase der entstehenden digitalen Gesellschaft.

Die Informationswissenschaft ist im konzeptionellen Herz der Internetwirtschaft und der neuen Geschäftsmodelle für das Internet der Dinge und Industrie 4.0., für Smart Factories, Smart Services und Smart Cities. Die neuen Dienste, die neuen Wertschöpfungsketten müssen gestaltet, verstanden, beworben, erläutert und gewartet werden und können so zu neuen erfolgreichen Produkten, Abteilungen und Ausgründungen führen.

Mein Appell als DGI-Präsident: Unterstützen Sie die Informationswissenschaft in Düsseldorf! Sie ist einmalig in Nordrhein-Westfalen! Werben Sie für den weiteren interdisziplinären und interkulturellen Aufbau von Informationskompetenz! Bitte nutzen Sie den Generationenwechsel als Chance und Neuanfang für die Düsseldorfer Informationswissenschaft!

Beste Grüße

Reinhard Karger, M.A.
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Information und Wissen e.V. (DGI)

Informationskompetenz ist integraler Bestandteil des neuen Bildungsplanes 2016 in Baden-Württemberg!

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Informationskompetenz ist jetzt integraler Bestandteil des neuen Bildungsplanes 2016 für die Schulfächer in Baden-Württemberg!

Damit ist eines der zentralen gesellschaftspolitischen Anliegen der Deutschen Gesellschaft für Information und Wissen (DGI e. V.) in der Zukunft von Schule und Unterricht  – im Süden der Republik – angekommen!

Vor über 400 Gästen aus Schulen, Hochschulen, Verwaltungen, Verbänden erläuterte Herr Andreas Stoch, Minister für Kultus, Jugend und Sport, Grundsätzliches zur Medienbildung in den neuen Bildungsplänen. Weitere Referenten aus der pädagogischen Hochschulforschung, dem Städtetag und vom Landesmedienzentrum (LMZ) Baden-Württemberg beleuchteten Medienbildung aus unterschiedlichen Perspektiven. In 5 Praxisforen gewannen die Teilnehmenden wertvolle Einblicke und Anregungen für ihre pädagogische Tätigkeit. Während ausgiebiger Pausen bestand Gelegenheit für das Networking und zur Meinungsbildung über Medienbildung.

Auf Einladung von Herrn Kraft, Direktor des LMZ Baden-Württemberg, und für die DGI nahmen Christa Rahner-Göhring, Infobrokerin, Mitglied der Medienakademie Baden-Württemberg, und ich am Kongress „Medienbildung in der Schule“ http://www.lmz-bw.de/kongress in Stuttgart teil.

Mit der „Leitperspektive Medienbildung“ im neuen Bildungsplan wird diese für alle Fächer und Klassenstufen verbindlich. Am Beispiel des Bildungsplanes für das Fach Deutsch am Gymnasium ist der Stellenwert der altersgemäßen Förderung von Informationskompetenz sichtbar: http://www.lmz-bw.de/bp2016/deutsch-gymnasium.html.

Wie findet die „Leitperspektive Medienbildung“  nun in die Schule, den Unterricht und die Haltung der Informationskompetenz in die Köpfe der Lehrer und Schüler?

Bei dieser großen Herausforderung sehe ich die Chance für das Angebot und den Abruf der Informations-Kompetenz der DGI-Informationsexperten  – zur Unterstützung  der zahlreichen kommenden Aktivitäten z. B. in der Lehrerweiterbildung.

So gilt es alleine im gymnasialen Bereich rund 27.000 Lehrkräfte an 446 öffentlichen und privaten Gymnasien Baden-Württembergs (Quelle: PhV-BW) fortzubilden.

Aber das Beispiel von Baden-Württemberg sollte Schule in weiteren Bundesländern machen.

Aktuelle Fortschritte sind hier aus Sachsen-Anhalt bekannt. Hier ist unser Mitglied Prof. Dr. Matthias Ballod von der Universität Halle führend eingebunden.

 

Mit der „Leitperspektive Medienbildung“ werden für Baden-Württemberg zentrale Forderungen der Denkschrift der DGI zur Förderung der Informationskompetenz im Bildungssektor“ von 2008 und des gemeinsamen Positionspapiers  von Bibliothek und Information Deutschland (BID) aus 2011 „Medien- und Informationskompetenz  – immer mit Bibliotheken und Informationseinrichtungen!“ aufgenommen.

Ich würde mich freuen, wenn diese erfreuliche Botschaft auch in andere (Bundes-) Ländern weitertragen wird und sich die Experten für Informationskompetenz und Medienbildung der DGI bei Hearings von Entscheidungs-gremien etc. zur Verfügung stellen.

 

Mein Dank gilt an dieser Stelle auch der Unterstützung durch den politischen Bereich. Namentlich seien hier die MdL Herr Alexander Salomon und Herr Johannes Stober für Baden-Württemberg, die beiden MdB Frau Saskia Esken und Herr Sven Volmering, sowie der jetzige Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe und ehemalige Staatssekretär im Kultusministerium BW Dr. Frank Mentrup genannt.

 

Hintergrundinformationen zur Fachgruppe „Bildung und Informationskompetenz“ der DGI sowie die Chronik der Aktivitäten finden Sie unter:

http://dgi-info.de/wissenschaft-praxis/dgi-fachgruppen/ikb/

http://dgi-info.de/wp-content/uploads/2015/03/Bericht-Fachgruppe-2014.pdf

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Luzian Weisel

Vizepräsident DGI

Die agile DGI – ein Club für Informationsphilosophen und -pragmatiker

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Die Namensänderung der DGI hat für Furore gesorgt. Das kann ich verstehen, jedoch nur aus euphorisch positiven Gründen. Alle Gründe dagegen habe ich ehrlich gesagt nicht verstanden. Alle Meinungen, die ich in den letzten Tagen gelesen habe, meist aus der Informationswissenschaft, lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Information und Wissen ist zu flach im Vergleich zum alten Titel Informationswissenschaft und Informationspraxis.

Ich bin verblüfft, in diesem Falle als studierter Informationswissenschaftler. Tiefgehender und umfassender könnten die Begriffe Information und Wissen gar nicht sein. Zudem ist der neue Name der DGI konkreter als „Informationswissenschaft und -praxis“ und leitet einen Paradigmenwechsel ein, vom institutionellen Denken zum inhaltlichen Austausch.

Erlauben Sie mir einen kleinen Exkurs

Ich will kurz auf den Begriff der Informationswissenschaft eingehen. Denn, mal ehrlich, haben Sie auf die Frage, was denn Informationswissenschaft sei, einmal eine Antwort in einem Satz bekommen? Mein „Kurz“ ist wörtlich zu nehmen, da ich um diesen Begriff nicht herumschwafeln will – dabei werde ich diese wissenschaftliche Disziplin richtigerweise mit zwei weiteren Disziplinen umschreiben:

Die Informationswissenschaft ist die Soziologie der Informatik

Damit ist alles gesagt. Wir machen uns darüber Gedanken, inwiefern alte und neue Technologien sowie Methoden die Speicherung, Archivierung und Dokumentation von Inhalten fördern bzw. verhindern. Dahinter steckt ein Ziel: der erfolgreiche Fluss der Information. Der Mensch will wissen!

In der DGI sind viele Wissenschaften unter einem Dach: die Informationswissenschaft wie auch die Informatik, die geistige Quelle der Informationswissenschaft. Aber auch die Kommunikationswissenschaften dürfen wir nicht vergessen gleichwohl alle weiteren FH-Studiengänge zu diesem Thema bis hin zu den Medienwissenschaften und zur Soziologie.

Kommen wir zurück zu unserem neuen Namen: Deutsche Gesellschaft für Information & Wissen

Wissenschaftlich und praktisch ist es interessant, wie der Weg von der Information zum Wissen stattfindet. Welche technologischen Mittel stehen uns zur Verfügung? Welche menschlichen Fähigkeiten sind gefordert, Informationen zu bergen und zu befördern? Was verändert sich gesellschaftlich durch neue technologische Möglichkeiten, Informationen in unvorstellbaren, galaktischen Dimensionen fließen zu lassen? Was verstehen wir heute von Dokumentation? Welche dokumentarischen Methoden funktionieren heute noch? Welche sollten wir heute nur noch in Geschichtsbüchern nachlesen? .. so beschäftigen viele weiteren Fragen die Informationsphilosophen und -pragmatiker.

Die Wissenschaft und die Praxis

Das „Und“ ist der Prozess, der Übergang von Theorie zur Praxis. Die Unternehmer lösen bereits Probleme, die in der Informationswissenschaft als theoretische Ansätze wieder und wieder diskutiert werden. Die modernen IT-Unternehmen von heute haben ihre eigene Informationswissenschaft, machen sich intern Gedanken, was neue Technologien auslösen können und stellen sich sofort den praktischen Herausforderungen. Die Erarbeitung theoretischer Modelle und praktische Umsetzung passieren simultan, werden in agilen Prozessen stetig erneuert und angepasst.

Wofür steht nun die DGI? Sie steht für Inhalte nicht Institutionen

Die DGI ist weder Wissenschaft noch Praxis, die DGI ist das „Und“ zwischen Wissenschaft und Praxis. Die DGI steht für den agilen Prozess von Information zum Wissen. In der Gestaltung dieses agilen Prozesses haben alle ihre Daseinsberechtigung, die sich für die Faszination hingeben, Informationen fließen zu lassen und immer verstehen wollen, wie sie fließen. Menschen, die verstehen wollen, wie sich Gesellschaft durch neue Informationstechnologien verändert und auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern sind.

In dieser agilen DGI kann es sich nur um Inhalte, nicht um Institutionen drehen. Diese DGI beschäftigt sich mit Information und Wissen. Wir laden Sie ein, mitzumachen, Ihre Gedanken einzubringen, neu zu denken und innovativ zu handeln.

Ich freue mich auf die nächsten gemeinsamen Veranstaltungen.

Neuer Name: DGI – Deutsche Gesellschaft für Information & Wissen e.V.

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Wir haben aufgeräumt. Der neue Name ist nicht nur einfacher zu lesen, er spiegelt eindeutiger die Realität wider. Die Branche rund um die Informationswissenschaft und -praxis lässt sich nicht mehr mit einem Wort beschreiben – sie ist in der Hinsicht faserig geworden. Aber eine Faszination betrifft sie alle: Der Prozess von Information hin zum Wissen und zurück – sei es aus kommunikativer, aus technischer oder konzeptuell inhalticher Sicht.

Deutsche Gesellschaft für Information und Wissen e.V. – DGI

steht für:

  1. Eine umfassende Kompetenz im Informationsbereich und in der Wissensaufbereitung
  2. Den professionellen Umgang mit Wissen als semantisch kontextualisierter Information
  3. Den nachhaltigen Umgang mit Informations- und Wissens-Ressourcen

Wir werden nun zeitnah die erforderlichen Schritte einleiten, um die entsprechende Eintragung im Vereinsregister vornehmen zu lassen, damit der neue Name auch rechtswirksam wird.

Übrigens, uns kontaktieren, um Mitglied zu werden, können Sie gleich hier:
http://blog.dgi-info.de/kontakt-mitgliedschaft/

DGI Praxistage 2012 – Kamingespräch. Vom wertvollsten Gut zum nervtötenden Zeitfresser … Viel Information | Wenig Kompetenz

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DGI 2012 Kamingespräch: Vom wertvollsten Gut zum nervtötenden Zeitfresser … Viel Information | Wenig Kompetenz from DGI on Vimeo.

DGI 2012 Kamingespräch (Teil 2): Vom wertvollsten Gut zum nervtötenden Zeitfresser … Viel Information | Wenig Kompetenz from DGI on Vimeo.

Wir leben im Social Web, wir sind das Social Web. Jeder kann kommunizieren, über 20 Millionen Smartphone-Nutzer in Deutschland sprechen für sich. Eine technologische Errungenschaft für unsere Gesellschaft! Eine individuelle Herausforderung für jeden Nutzer: Helfen uns die neuen Kommunikationswerkzeuge alte Probleme zu lösen oder schaffen sie auch neue? Wie gehen Unternehmen, Mitarbeiter und die Gesellschaft mit rechtlichen Fragen, mit den steigenden Anforderungen und der Informationsflut um? Ist das allumfassende Informationsangebot Chance oder Fluch? Welche Informations- und Medienkompetenzen werden benötigt? Werden diese schon ausreichend vermittelt und wenn ja, von wem? Was „kostet“ es, die neuen Optionen zu ignorieren?

„Netzgemüse“ – Auf alle Fälle gemeinsam

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Tanja & Johnny Haeusler: „Netzgemüse – Aufzucht und Pflege der Generation Internet“

Tanja & Johnny Haeusler: Netzgemüse – Aufzucht und Pflege der Generation Internet

Kurzrezension

Auf alle Fälle gemeinsam

Das Thema ist wichtig, das Nachdenken dringend: Wie können wir unseren Kindern (und uns) die Chancen des Internets näher bringen, die Gefährdungen erkennen, die Gefahren vermeiden? Tanja und Johnny Haeusler haben einen guten Zugang gefunden. Ansprechend und schlank die Sprache, sehr gut lesbar, anekdotenreich und amüsant, rätselnd, dabei inhaltlich konstruktiv und erfrischend ergebnisoffen.

Für wen ist „Netzgemüse“ geschrieben und wem kann man es schenken? Eltern und Großeltern und deren Kindern – Netzfreunde werden schmunzeln, Netzverächter könnten grummeln. Den Unentschiedenen kann es einen Impuls geben, den Ratlosen ein wenig Orientierung und Ermunterung sein.

Für die Internet-Stürmer ist es zu reflektiert, zu konstruktiv und zu optimistisch. Technikfreude auf jeder Seite, bestimmt voll Affinität, aber ohne Naivität. Angetrieben von der Frage, wann und wie man Kindern den Weg ins Internet ermöglichen könnte oder sollte Read More

BBK Workshop: „Zwischen Bibliothekaren und Bücherwürmern: Gesellschaftliches und politisches Engagement von Information Professionals“

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Am kommenden Dienstag (27.11.2012) findet im BBK (am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft, Humboldt Universität zu Berlin) eine Diskussionsveranstaltung zum Thema ‚Gesellschaftliches und politisches Engagement von Information Professionals‘.

Schwerpunkt der Diskussion ist die Rolle der Lehre und Forschung als Institutionen, die diese wichtigen Themen als integralen Teil des fachlichen Diskurses etablieren können sowie gesellschaftlich und politisch bewussten Information Professionals ausbilden können.

Das Abstract der Veranstaltung:

In der Epoche der Informations- und Wissensgesellschaft, mehr als je zuvor, haben Information Professionals (Bibliothekar_Innen sowie andere Informationsberufe) einen wichtigen Beitrag zu öffentlichen, gesellschaftlichen und politischen Debatten zu leisten. Tagtäglich geschehen Ereignisse, die aus einer fachlichen und informationsethischen Sicht betrachtet werden sollen und von der Information Community nicht unkommentiert gelassen werden können. Letzten Endes haben diese Ereignisse eine bedeutende Wirkung auf die Praxis der Informationsberufe, und noch wichtiger – auf die Gesellschaft, in der diese Berufe agieren. Doch inwieweit findet eine solche Diskussion innerhalb des Berufsumfeldes statt? Und wie wird diese nach außen kommuniziert? Welche Rolle erfüllen Forschung, Lehre, Praxis und professionelle Verbände? Als Forschungs- und Ausbildungseinrichtung muss sich das IBI mit diesen Fragen auseinandersetzen, um diese Themen als festen Bestandteil des beruflichen Diskurses zu etablieren. Für diese BBK-Veranstaltung ist eine Diskussion zum Thema vorgesehen.

 

Den Bericht über den Workshop sowie eine Aufzeichnung des Vortrags finden Sie auf dem Drawer 2.0 Blog.

Digitale Demenz – Was hat Manfred Spitzers Buch mit der DGI zu tun und warum sollten wir dazu diskutieren?

By | Bildungspolitik, Dokumentation, Informationskompetenz, Informationspraxis, Informationswissenschaft, Internet and Society, Netzpolitik | 12 Comments

Das Buch von Manfred Spitzer „Digitale Demenz“ erregt derzeit, zu Recht wie ich finde, die öffentlichen Gemüter. Aussagen aus dem Spitzer-Buch tangieren dabei die Thematik Informationskompetenz, derjenigen der Laien sowie der (Informations-)Experten. Allerdings teile ich sein Lamento nicht und schon gar nicht die Verwendung von „Studienergebnissen“ aus der frühkindlichen Phase, die dann einfach mal auf die Verhältnisse bei Schulkindern und bei jungen Erwachsenen übertragen werden.

Schauen wir einmal in das Vorwort und die Einführung zu Spitzers Buch – Quelle:

http://www.droemer-knaur.de/livebook/LP_978-3-426-27603-7/downloads/livebook.pdf (Stand 06.09.2012).

Dort heißt es: Read More