Category Archives: Bibliothek und Information

Informationskompetenz – neue Community of Practice in der DGI

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Informationskompetenz – gibt es da nicht schon ganz viel?

Richtig. Informationskompetenz ist kein neues Thema und es existieren zahlreiche interessante und gut gemachte Initiativen und Angebote zu unterschiedlichen Aspekten und für verschiedene Zielgruppen. Auch der DGI-Arbeitskreis „Bildung und Informationskompetenz (IKB)“ hat hier bereits wichtige Impulse gesetzt, indem u.a. durch viel Engagement des Arbeitskreises das Thema in den Bildungsplan 2016 von Baden-Württemberg und anderen Bundesländern Einzug gehalten hat (weitere Infos hier).

Wozu dann eine CoP (Community of Practice) zu Informationskompetenz?

Durch die aktuelle Diskussion über den möglichen Einfluss von Fake News und postfaktischen Behauptungen auf individuelle Wahlentscheidungen sind Fragen der Informationskompetenz in jüngster Zeit wieder verstärkt in den Fokus der (öffentlichen) Wahrnehmung gerückt. Dabei liegt das Augenmerk auf Fähigkeiten zum Erkennen von falschen Informationen und ihren Quellen, zum kritischen Umgang mit (digitalen) Informationslieferanten aller Art und der Informationsbeschaffung, –nutzung und –wirkung im alltäglichen Leben.

Welchen Beitrag kann die DGI leisten? Dies soll zusammen mit anderen Interessierten herausgefunden und beantwortet werden.

Gibt es schon einen Plan?

Zunächst ist eine Analyse des bestehenden Angebots geplant, um Lücken zu ermitteln. Schwerpunkt ist die Vermittlung alltagsrelevanter Informationskompetenzen im Privat- und Berufsleben. In einem weiteren Schritt sollen konkrete Vorhaben zur Schließung der Lücken skizziert und Umsetzungsmöglichkeiten ergründet werden.

Die DGI lädt alle Interessierten herzlich ein, Teil der im Januar 2017 gegründeten CoP Informationskompetenz zu werden! Die CoP soll durch ihre Mitglieder getragen werden und von dort Impulse erhalten.

Jeder fachliche Input, jede kreative Idee ist willkommen und ausdrücklich erwünscht, um gegenseitig Inspirationen zu geben und gemeinsam Ideen und Konzepte zu entwickeln. Die CoP kann einen Raum für alle werden, die einen Beitrag zur Steigerung der Informationskompetenz innerhalb ihrer persönlichen Zielgruppe oder im Rahmen ihrer Interessen und Möglichkeiten leisten wollen.

Vom Artikel in der Tageszeitung über Projektideen für Schulen und Hochschulen bis hin zum umfassenden Weiterbildungsangebot für Berufstätige – denkbar ist alles! Arbeiten wir gemeinsam daran!

Interesse geweckt? Gibt es weitere Fragen?

Nehmen Sie Kontakt auf mit den Kollegen aus dem Arbeitskreis Informationskompetenz:

Sylvia Kullmann (sh.kullmann(at)outlook.de) oder Dr. Luzian Weisel, Vizepräsident der DGI (weisel(at)dgi-info.de)

  

Wahljahr 2017: der BAK-Berlin hat einen neuen Vorstand

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Der Berliner Arbeitskreis Information hat einen neuen Vorstand gewählt. In der Mitgliedervesammlung am 26.01.2017 berichtete zunächst die Vorstandsvorsitzende Tania Estler-Ziegler über die bisher geleistete Arbeit. Nachdem vor drei Jahren noch der Fortbestand des BAK-Berlin gefährdet war, konnte man durch ein strukturiertes Engagement Sichtbarkeit, Bekanntheit und Ansehen des Arbeitskreises in Berlin und Brandenburg wieder deutlich erhöhen. Dies gelang durch die konsequente (Neu-)Vernetzung mit verwandten Verbänden und Arbeitsgruppen in der Region (bspw. BRAGI, AspB, BIB, Museumsdokumentare, DGI). Auch kleine Projekte wie eine neue Webseite oder eine Reihe gut besuchter Stammtische und interessanter Vorträge, zu denen der BAK eingeladen hatte, bestätigten dies eindrücklich. Die Bekanntheit zu erhöhen gelang auch durch die Aktualisierung des IuD-Branchenbuches, wodurch die dort dokumentierten Einrichtungen nun ihrerseits wieder auf den BAK mit Veranstaltungsideen und Kooperationsvorschlägen zukommen. Persönliches Engagement, Impulse und Synergien entstehen für alle Beteiligten. Der BAK sieht sich vor allem als Plattform, die Kollegen in den Bereichen Archiv, Bibliothek, Dokumentation und Museum zu vernetzen.

Da eine Zunahme an Jobposts für die Stellenbörse zu verzeichnen ist (es waren über 450 Stellenausschreibungen an über 2000 Empfänger versandt worden), scheint es nicht nur wieder mehr Jobs für die Infobranche zu geben, sondern auch ein größeres Bedürfnis, sich beruflich zu vernetzen, so hofft Tania Estler-Ziegler in ihrer Zusammenfassung. Ein Zuwachs an Neumitgliedern wäre dem BAK zu wünschen.

„Ehrenamt macht Spaß“, so ihr Fazit. Was denn auch die Mehrzahl des bisherigen Vorstandes dazu bewogen haben mag, sich weiter zu engagieren. Die Mitgliederversammlung hat diesen Erfolg honoriert und die Kandidaten einstimmig gewählt. Das ist eine große Bestätigung der geleisteten Arbeit und die beste Motivation. Neu dabei sind Doreen Cakmak, Katrin Hoffmann, Michaela Jobb. Christine Becker, Carina Enders, Tania Estler-Ziegler, Pamela Schmidt, Peter Schuhe und Dr. Helmut Voigt haben wieder kandidiert. Wir von der DGI wünschen dem neuen Vorstand, dass das Engagement weiter Früchte trägt, gratulieren und freuen uns auf die Zusammenarbeit.

Link zur Webseite des BAK

Die DGI in 2017: Brief des Präsidenten Reinhard Karger – Angebote, Veranstaltungen, Impulse

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Liebe DGI-lerinnen und DGI-ler,

das Jahr ist jung, aber einiges ist schon passiert und die Welt ist in globaler Aufregung. Da können wir an vielen Stellen wenig tun, aber wo es auch immer geht, wollen wir alle unsere Expertise und Energie einbringen und Angebote formulieren für mehr Informationskompetenz, Beiträge leisten für mehr Informationsqualität. Social Bot und Fake News kreieren gesellschaftliche Probleme. Die DGI kann das nicht ändern, aber wir wollen darüber sprechen und im Diskurs etwas erreichen. Deshalb erweitern wir unsere Angebote und laden Studenten, Auszubildende und Startups mit kostenlosen DGI-Mitgliedschaften ein:
http://dgi-info.de/studierenden-mitgliedschaft/
http://dgi-info.de/kostenlose-mitgliedschaften-fuer-startups/

Kandidieren Sie für die DGI-Vorstandswahl 2017:
Bei der DGI-Mitgliederversammlung 2017 während des Bibliothekartags (30. Mai bis 2. Juni 2017, Frankfurt am Main) wird der Vorstand der DGI satzungsgemäß neu gewählt. Wir bitten Sie darum, Kandidatenvorschläge einzureichen. Senden Sie uns am besten Ihre Wahlvorschläge (Name mit vorgeschlagenem Vorstandsamt) formlos per Email an mail@dgi-info.de

Vielleicht möchten Sie selbst kandidieren? Wir freuen uns! Für ein Vorstandsamt in der DGI kommen Sie in Frage, wenn Sie gerne im Team arbeiten, etwas Zeit erübrigen können, verlässlich sind und unsere Fachgesellschaft nach vorne bringen möchten. Das gilt auch, wenn Sie sich bisher in der DGI noch nicht aktiv eingebracht haben.

Hier nur einige Hinweise auf weitere Veranstaltungen mit DGI-Präsenz, DGI-Beteiligung oder als DGI-Event:
CeBIT 2017, 20. bis 24. März 2017 in Hannover, Future Talk, Halle 6, A54
http://www.cebit.de/de/news/artikel/future-talk-no-limits-forschungscluster-in-halle-6-36463.xhtml

Bibliothekartag 2017, 30. Mai bis 2. Juni 2017 in Frankfurt am Main: DGI-Gemeinschaftsstand. Der Kongress steht unter dem Motto: „Menschen – Medien – Märkte“. Der Bibliothekartag findet in drei Gebäuden der Messe Frankfurt statt: dem Congress Center, dem Saal Panaroma im angrenzenden Gebäude ‚Forum‘ und der Halle 5.1
http://bibliothekartag2017.de/
Die jährliche DGI-Mitgliederversammlung findet im Rahmen des Bibliothekartages statt. Das genaue Datum steht derzeit noch nicht fest.

Im Reformationsjahr treffen wir uns in der Lutherstadt Wittenberg zum DGI-Forum Wittenberg 2017:
“Am Anfang war das Wort – wer aber hat heute das Sagen?” Sprache, Wahrheit und Datensouveränität in modernen Kommunikationswelten, 7. -9. September 2017, Wittenberg
http://dgi-info.de/events/dgi-forum-wittenberg-2017/

Der DGI-Stammtisch in Frankfurt findet auch 2017 wieder an jedem zweiten Dienstag des Monats statt. Beginn jeweils um 18.00 Uhr im Restaurant „Cucina della Grazie“ im Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main. DGI-Mitglieder und Interessierte sind herzlich eingeladen. Bitte melden Sie sich möglichst vorab an, damit wir reservieren können: michael.borchardt@retailconsult.de, 0177-214 3576 oder bei mail@dgi-info.de

Vielleicht wollen Sie auch in weiteren Städten einen DGI-Stammtisch einrichten oder auf einen bestehenden DGI-Stammtisch hinweisen. Das wäre hervorragend! Bitte informieren Sie doch die DGI-Geschäftsstelle, so dass Marianne Arndt Ihre Einladungen unterstützen kann:
Marianne Arndt
Deutsche Gesellschaft für Information und Wissen e.V. (DGI)
Windmühlstraße 3
60329 Frankfurt am Main, Tel.: +49 (0)69 430313
E-Mail: arndt@dgi-info.de

Als Fachgesellschaft lebt die DGI nicht nur von den Beiträgen, sondern auch von dem Engagement der Mitglieder. Deshalb an dieser Stelle noch einmal der Impuls: Machen Sie mit, bringen Sie sich ein! Ob auf dem DGI-Blog, bei DGI-Veranstaltungen oder den DGI-Social Media Aktivitäten via Xing, Twitter oder Facebook (URLs s.u).

Vielleicht wollen Sie einen Artikel in der IWP veröffentlichen. Bitte wenden Sie sich dazu an Dr. Margarita Reibel-Felten: reibel-felten@dgi-info.de
http://dgi-info.de/wissenschaft-praxis/zeitschrift-information-wissenschaft-und-praxis-iwp/

Was bringt 2017 sonst noch? Das werden wir erst erleben. Fakt ist: Die Arbeitschancen, die Jobangebote sind reichhaltig, siehe die Mails über:
DGI-NEWS@LISTSERV.DFN.DE
oder die Ausschreibungen unter
http://dgi-info.de/die-dgi/stellenangebote/

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ein gesundes und glückliches, ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr 2017!

Herzliche Grüße und ich freue mich auf den Dialog!

Reinhard Karger

Präsident der DGI

Unternehmenssprecher,

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)

URL: http://www.dgi-info.de
Blog: http://blog.dgi-info.de/
XING: https://www.xing.com/net/pric09051x/dgi
Twitter: https://twitter.com/DGIInfo
Facebook: https://www.facebook.com/DGI-Deutsche-Gesellschaft-für-Information-und-Wissen-eV-133492006684341/

 

 

DGI-Tipp des Tages: Job-Futuromat – Kann ein Roboter meinen Job machen?

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Sehr geehrte Mitlesende,

die folgende Seite hat im Zuge der vergangenen ARD- Themenwoche Furore gemacht:

http://job-futuromat.ard.de/

Gibt es hier etwa Aussagen zu den Informationsberufen?

Geben Sie hier einmal  „Bibliothekar/in“ ein, oder den „Fachangestellte/r für Medien …“, oder  den „Informations-Broker“ oder „Medizinische/r Dokumentar/in“ …

Oh Schreck! – K/ein Grund zum nachdenklich werden?

Besser sieht es dagegen aus bei „Informationswissenschaftler/in“, „Buchwissenschaftler/in oder „Business-Development-Manager/in“ …

 

Die formale und inhaltliche Erschließung des Nachlasses Marianne Buder mit Hilfe des Verbundkataloges Kalliope

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Für den Arbeitskreis Geschichte der Dokumentation in Deutschland der DGI hat die FaMI Abschlussklasse 07/14 aus 48 Aktenordnern das wissenschaftliche Wirken von Frau Buder erschlossen. Diesen Freitag endet das vierwöchige Projekt.

Die vorliegenden Ordner haben wir zu Beginn thematisch in vier Bereiche untergliedert:

  1. Unterlagen und Aufzeichnungen zum Studium sind für uns in der Weise interessant gewesen, dass Marianne Buder zu den ersten Studentinnen der Informations- und Dokumentationswissenschaft an der FU Berlin gehörte.
  2. Magisterarbeit zur Geschichte des DIN, 1976 veröffentlichte der Beuth-Verlag Buders Magisterarbeit mit dem Titel „Das Verhältnis von Dokumentation und Normung von 1927 bis 1945 in nationaler und internationaler Hinsicht“. In ganzen neun Ordnern hatte sie Quellenmaterial dazu aufbewahrt!
  3. Forschung und Lehre an der FU, von 1975 bis 1987 war Buder Lehrbeauftragte an der FU und setzte auch hier den Schwerpunkt auf die „Geschichte der Information und Dokumentation“, aber auch auf die Erstellung von Ausbildungskonzepten.
  4. Sammlung zur Dissertation umfasst thematisch die Geschichte von Institutionen im Bereich Information und Dokumentation im Dritten Reich bis in die fünfziger Jahre.

Für einen Einblick in die Geschichte der Deutschen Gesellschaft für Dokumentation (DGD; heute DGI) und des Berliner Arbeitskreis Information (BAK) zwischen 1962-1964 sorgte im Besonderen der Ordner 47. Anhand von ausführlich dokumentierten Protokollen und Briefverkehr lässt sich skizzieren, dass die Bundesregierung 1962 festgelegt hat, Berlin als Zentrum der Kultur und Wissenschaft aufzubauen. Im Dezember 1963 wurde bei einer Besprechung unter den Bestrebungen von „Deutsche Normenausschuss“ (DNA) und der Teilnahme von Professoren der FU und TU, sowie dem Direktor der Treuhandstelle des Patentamtes der „Berliner Arbeitskreis der DGD“ gegründet. Eine der ersten Aktivitäten des heutigen BAK Information bestand in der Veröffentlichung eines Verzeichnis aller Berliner Dokumentationsstellen, welches noch heute als elektronisches Branchenbuch als „Fachinformation in Berlin“ vom BAK herausgegeben wird.

Außerhalb der Erschließungsarbeiten hatte wohl das Team rund um den Wikipedia-Artikel zu Marianne Buder am meisten zu kämpfen. Der eigene Anspruch und die unsichtbare qualitative Messlatte einer online Enzyklopädie wollen schließlich in Einklang mit den vielseitigen Anmerkungen und Vorschlägen der Korrekturleser gebracht werden, ohne dabei die Gewichtung einzelner Aspekte aus Buders Lebens außer Acht zu lassen. Wir können nun mit ein wenig Stolz verkünden, dass der Wikipedia Eintrag am 24.11.15 um 8.19 Uhr online gegangen ist und Marianne Buder als engagierte Dokumentationswissenschaftlerin einen würdigen Platz in der Riege ihrer männlichen Kollegen erhalten konnte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Marianne_Buder

Nichtsdestotrotz gibt es noch genug zu tun, so müssen hier und da Einträge überarbeitet und korrigiert werden, Recherchen angestellt werden, um Ergänzungen vorzunehmen oder Dubletten beseitigt werden. Von weiterer Bedeutung ist jetzt die Planung und Vorbereitung der Abschlusspräsentation am Freitag, wo wir unsere Arbeit der letzten Wochen vorstellen möchten. Und so ziehen wir motiviert in den Endspurt und geben nochmal alles!

 

Henriette Schönenberger

Der Nachlass von Marianne Buder- Ein Zwischenstand

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Es ist nun Halbzeit- und mit Stolz können wir sagen, dass wir ohne größere Hindernisse sehr gut in der Zeit liegen. Wir haben uns mit dem Verbundsystem Kalliope vertraut gemacht und erste Arbeitshürden mit der Nachlassdatenbank überwunden, nicht zuletzt dank der herzlichen und immer während geduldigen Hilfestellung von Frau Stefansky von der DGI, die uns jede Frage zu beantworten vermag und jedes augenscheinliche Problem zu lösen weiß.

Zudem können wir, dank der Mithilfe von Frau Buders hinterbliebenen Mann Herrn Majchrzak, nun auch etliche Lücken im Lebenslauf von Frau Buder schließen. So haben wir endlich ihr vollständiges Geburtsdatum vorliegen (29.04.1947) und auch ein Foto für den geplanten Wikipedia Artikel bekommen und sind sogar im Besitz einer Ihrer Lebensläufe. Augenschmunzelnd stellen wir fest, dass auch sie sich ihrerseits durch einen Nachlass forschte, nämlich durch keinen geringeren als den von Dr. Hans-Werner Schober.

Es liegen nun noch zwei Arbeitswochen vor uns, es ist noch viel zu tun, aber der Entdeckerdrang ist uns noch nicht abhandengekommen und so werden wir auch auf den letzten Metern erschließen-erschließen-erschließen.

Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf: buderblog@gmail.com

Henriette Schönenberger

Von einem Haufen Akten im Kofferraum – das Wirken der Marianne Buder

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Wie es einem Team von FaMIS in die Hände fiel, den Nachlass von Marianne Buder unvergessen machen zu können.

Was aus dem Leben von Marianne Buder übriggeblieben ist, sind 48 Aktenordner die zeitweise im Kofferraum von DGI Mitgliedern und dann mehrere Jahre im Institut für Museumsforschung in Berlin lagerten. Vom 2. bis zum 27. November wird von der FaMI Klasse 07/14 im Rahmen des Abschlussprojektes bei indisoft Berlin Marianne Buders Nachlass erschlossen. Dabei haben die Teilnehmer des Lehrgangs Fachangestellte für Medien und Informationsdienste die einmalige Möglichkeit, das dokumentarische Wirken und Vermächtnis Buders in Bezug auf die Geschichte des Informationswesens in Deutschland mit Hilfe des Erfassungstools der Staatsbibliothek (Berlin), Kalliope, für Autographen und Nachlässe erfassen zu können.

akten

Als Diplom-Bibliothekarin trat sie 1972 in die DGD ein und war viele Jahre Vizepräsidentin der späteren DGI. Als Informationswissenschaftlerin legte sie ihr Spezialgebiet auf die Bemühungen und Probleme der Dokumentation der 30er bis 50er Jahre. Sie hinterlässt uns nicht nur Hinweise auf das Erbe ihres engagierten Forschens und Lehrens, sondern auch den Auftrag, dass diese herausragende Frau nicht spurlos im Staub der Geschichte verloren geht. Eine Person, deren Leistungen und Wirken fast gänzlich untergegangen wäre, wenn nicht der Arbeitskreis Geschichte des Informationswesens in Deutschland (AKG) der DGI uns diesen verantwortungsvollen Auftrag übergeben hätte.

Dabei sehen wir uns nicht nur mit den Fragen konfrontiert, womit sich Marianne Buder beschäftigt hat, sondern auch welche Rückschlüsse auf ihre Person gezogen werden können und was von ihrem Nachlass heute noch aktuell ist. Wir freuen uns daher sehr, diese Aufgabe übernehmen zu können. Da wir aber auch auf Informationen von Weggefährten oder Bekannten angewiesen sind, würden wir uns freuen Hinweise zu ihrem Leben oder Fotos bekommen zu können.

kalliope im raum

Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf: buderblog@gmail.com

Weitere Informationen zum Verlauf des Projektes werden wir Ihnen hier in Kürze mitteilen.

Henriette Schönenberger

Bibliotheken 2015 – Facebook zum Anfassen und öffentliches Wohnzimmer

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Bibliotheken 2015:
Facebook zum Anfassen und öffentliches Wohnzimmer
ekz-Gruppe als zentraler Dienstleister wächst weiter und baut Produktprogramm aus

Brauchen wir heute noch Bibliotheken? Die Bürger beweisen es per Abstimmung mit den Füßen: Rund 217 Millionen Besuche im vergangenen Jahr zeigen, dass Bibliotheken im digitalen Zeitalter ein zentraler Umschlagplatz für analoge und digitale Informationen sowie einer der beliebtesten nicht-kommerziellen Aufenthaltsorte sind. Als Innovationskraft der Branche gelingt es der ekz-Gruppe, mit bewährten Produkten und Services, aber vor allem auch mit zukunftsfähigen Eigenentwicklungen Bibliotheken bei den großen Herausforderungen der Gegenwart wie Bildung und sozialer Vernetzung zu unterstützen. (mehr…)

ekz-Gruppe Fakten

Ansprechpartner

DGI unterstützt die Stellungnahme von BID zum Aus vom Informationsportal b2i

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Die DGI unterstützt ausdrücklich die Stellungnahme von Bibliothek & Information Deutschland:

„Das Informationsportal b2i steht vor dem Aus –
Perspektiven für die buch-, bibliotheks- und informationswissenschaftliche Fachinformation

Nachdem die Bayerische Staatsbibliothek – aufgrund eines von der DFG abgelehnten Antrages auf Förderung eines Fachinformationsdienstes Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaften – den Ausstieg aus dem Informationsportal b2i erklärt hat, traf sich nach mehreren vorbereitenden Sitzungen am 7. Januar 2015 unter Moderation von Bibliothek und Information Deutschland e.V. (BID) und der Konferenz der informations- und bibliothekswissenschaftlichen Ausbildungs- und Studiengänge (KIBA) in Berlin ein Round-Table mit Fachvertretern aus Bibliotheken, Hochschulen und Verbänden unter Beteiligung der Bayerischen Staatsbibliothek, um die weitere Zukunft von b2i zu beraten.

Die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und die Universitätsbibliothek Leipzig entwickelten Vorstellungen zu einer Neubeantragung eines Fachinformationsdienstes für Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaften bei der DFG. Der Round-Table unterstützt dieses Vorhaben einstimmig. Die KIBA, die Humboldt Universität zu Berlin und das Informationszentrum für Informationswissenschaft und -praxis an der Fachhochschule Potsdam sind zur Kooperation bereit. Ziel ist es, für die Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaften ein zentrales Nachweisinstrument in einem Fachportal zu gewährleisten. ..“

Der vollständige Wortlaut der Stellungnahme von Bibliothek & Information Deutschland ist hier zu finden:

http://www.bideutschland.de/deutsch/aktuelles/?news=115

Die agile DGI – ein Club für Informationsphilosophen und -pragmatiker

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Die Namensänderung der DGI hat für Furore gesorgt. Das kann ich verstehen, jedoch nur aus euphorisch positiven Gründen. Alle Gründe dagegen habe ich ehrlich gesagt nicht verstanden. Alle Meinungen, die ich in den letzten Tagen gelesen habe, meist aus der Informationswissenschaft, lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Information und Wissen ist zu flach im Vergleich zum alten Titel Informationswissenschaft und Informationspraxis.

Ich bin verblüfft, in diesem Falle als studierter Informationswissenschaftler. Tiefgehender und umfassender könnten die Begriffe Information und Wissen gar nicht sein. Zudem ist der neue Name der DGI konkreter als „Informationswissenschaft und -praxis“ und leitet einen Paradigmenwechsel ein, vom institutionellen Denken zum inhaltlichen Austausch.

Erlauben Sie mir einen kleinen Exkurs

Ich will kurz auf den Begriff der Informationswissenschaft eingehen. Denn, mal ehrlich, haben Sie auf die Frage, was denn Informationswissenschaft sei, einmal eine Antwort in einem Satz bekommen? Mein „Kurz“ ist wörtlich zu nehmen, da ich um diesen Begriff nicht herumschwafeln will – dabei werde ich diese wissenschaftliche Disziplin richtigerweise mit zwei weiteren Disziplinen umschreiben:

Die Informationswissenschaft ist die Soziologie der Informatik

Damit ist alles gesagt. Wir machen uns darüber Gedanken, inwiefern alte und neue Technologien sowie Methoden die Speicherung, Archivierung und Dokumentation von Inhalten fördern bzw. verhindern. Dahinter steckt ein Ziel: der erfolgreiche Fluss der Information. Der Mensch will wissen!

In der DGI sind viele Wissenschaften unter einem Dach: die Informationswissenschaft wie auch die Informatik, die geistige Quelle der Informationswissenschaft. Aber auch die Kommunikationswissenschaften dürfen wir nicht vergessen gleichwohl alle weiteren FH-Studiengänge zu diesem Thema bis hin zu den Medienwissenschaften und zur Soziologie.

Kommen wir zurück zu unserem neuen Namen: Deutsche Gesellschaft für Information & Wissen

Wissenschaftlich und praktisch ist es interessant, wie der Weg von der Information zum Wissen stattfindet. Welche technologischen Mittel stehen uns zur Verfügung? Welche menschlichen Fähigkeiten sind gefordert, Informationen zu bergen und zu befördern? Was verändert sich gesellschaftlich durch neue technologische Möglichkeiten, Informationen in unvorstellbaren, galaktischen Dimensionen fließen zu lassen? Was verstehen wir heute von Dokumentation? Welche dokumentarischen Methoden funktionieren heute noch? Welche sollten wir heute nur noch in Geschichtsbüchern nachlesen? .. so beschäftigen viele weiteren Fragen die Informationsphilosophen und -pragmatiker.

Die Wissenschaft und die Praxis

Das „Und“ ist der Prozess, der Übergang von Theorie zur Praxis. Die Unternehmer lösen bereits Probleme, die in der Informationswissenschaft als theoretische Ansätze wieder und wieder diskutiert werden. Die modernen IT-Unternehmen von heute haben ihre eigene Informationswissenschaft, machen sich intern Gedanken, was neue Technologien auslösen können und stellen sich sofort den praktischen Herausforderungen. Die Erarbeitung theoretischer Modelle und praktische Umsetzung passieren simultan, werden in agilen Prozessen stetig erneuert und angepasst.

Wofür steht nun die DGI? Sie steht für Inhalte nicht Institutionen

Die DGI ist weder Wissenschaft noch Praxis, die DGI ist das „Und“ zwischen Wissenschaft und Praxis. Die DGI steht für den agilen Prozess von Information zum Wissen. In der Gestaltung dieses agilen Prozesses haben alle ihre Daseinsberechtigung, die sich für die Faszination hingeben, Informationen fließen zu lassen und immer verstehen wollen, wie sie fließen. Menschen, die verstehen wollen, wie sich Gesellschaft durch neue Informationstechnologien verändert und auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern sind.

In dieser agilen DGI kann es sich nur um Inhalte, nicht um Institutionen drehen. Diese DGI beschäftigt sich mit Information und Wissen. Wir laden Sie ein, mitzumachen, Ihre Gedanken einzubringen, neu zu denken und innovativ zu handeln.

Ich freue mich auf die nächsten gemeinsamen Veranstaltungen.