DGI-Blog

Category Archives: Bibliothek und Information

Kommentar zu “SOWIPORT-Daten – ein Opfer des OPEN ACCESS”

By | Bibliothek und Information, Datenbanken, Dokumentation, Informationskompetenz | 2 Comments

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in Zeiten von Fake News in der Politik und im Alltagsleben sowie Betrug und Fälschung in der Wissenschaft ist es ein falsches Signal, eine Quelle mit belastbaren fachlich ausgewählten und erschlossenen Dokumenten aus den Sozialwissenschaften zu schließen und den Zugang zu vertrauenswürdigen Informationen so zu erschweren. In diesem Sinne unterstützt der Vorstand der DGI die Aufforderung von Benno Homann  (http://www.inetbib.de/listenarchiv/msg62219.html) und Marcell Schorer (http://www.inetbib.de/listenarchiv/msg62211.html) und appelliert an GESIS, sich dafür einzusetzen, die über SOWIPORT angebotenen Datenbanken über das neue Rechercheportal weiterhin zugänglich zu halten oder einen alternativen Zugangsweg zu eröffnen.

Mit freundlichen Grüßen

Marlies Ockenfeld

Vorstand DGI

Podiumsdiskussion „Die digitale Transformation meistern“, 106. Bibliothekartag

By | Allgemein, Ankündigung, Bibliothek und Information, Nachwuchsförderung | No Comments

Welche Zukunft haben Bibliotheken in der digitalen Gesellschaft? Welche Zukunft hat die bibliotheks- und informationswissenschaftliche Ausbildung? Es  werden die verschiedenen Sichten auf Bibliotheken und ihre Ausbildungseinrichtungen sowie die Anforderungen an eine zeitgemäße Ausbildung diskutiert.

Auf dem Podium:

  • Prof. Dr. Thomas Bürger, Generaldirektor der SLUB Dresden und Mitglied im Rat für Informationsinfrastrukturen
  • Hans-Joachim Grote, Oberbürgermeister Norderstedt und Präsident des dbv
  • Reinhard Karger, Leiter der Unternehmenskommunikation des DFKI und Präsident der DGI,
  • Prof. Dr. Joachim Metzner, Präsident a. D. der Technischen Hochschule Köln.
  • Dr. Thomas Stäcker, Stellvertretener Direktor der HAB Wolfenbüttel
  • Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates

Moderation: Prof. Dr. Ursula Georgy, TH Köln und Prof. Frauke Schade, HAW Hamburg

Die Podiumsdiskussion findet am Mittwoch, 31. Mai 2017 von 10 bis 12 Uhr in Raum Fantasie des Frankfurter Kongresszentrums statt.

Fachinformationsdienst Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft bewillligt!

By | Bibliothek und Information, Dokumentation, Informationskompetenz, Informationswissenschaft, Projekte | No Comments

Diese nicht mehr ganz taufrische, aber sehr erfreuliche Nachricht von Dr. Thomas Stäcker, Wolfenbüttel, dass “die DFG der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Leipzig die Einrichtung eines Fachinformationsdienstes (FID) für Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft bewilligt hat” begeistert die Vorstandsmitglieder der DGI. Und weiter heißt es “Der FID steht in der Tradition des früheren SSG b2i, wird aber nach Maßgabe der neuen Richtlinien andere Akzente setzen.”

So hat sich der gemeinsame Einsatz  für den FID mit unserer Ausbildungssektion KIBA – stellvertretend sei hier die Vorsitzende Frau Prof. Schade von der HAW Hamburg genannt – gelohnt, für unsere Communities eine Anlaufstelle in der Bildung und für die Forschung zu bieten.

Näheres hierzu finden Sie unter: http://www.inetbib.de/listenarchiv/msg60151.html

BG Ihr Luzian Weisel

Informationskompetenz – neue Community of Practice in der DGI

By | Ankündigung, Bibliothek und Information, Bildungspolitik, Informationskompetenz, Internet und Gesellschaft, Nachwuchsförderung, Social Media | 3 Comments

Informationskompetenz – gibt es da nicht schon ganz viel?

Richtig. Informationskompetenz ist kein neues Thema und es existieren zahlreiche interessante und gut gemachte Initiativen und Angebote zu unterschiedlichen Aspekten und für verschiedene Zielgruppen. Auch der DGI-Arbeitskreis „Bildung und Informationskompetenz (IKB)“ hat hier bereits wichtige Impulse gesetzt, indem u.a. durch viel Engagement des Arbeitskreises das Thema in den Bildungsplan 2016 von Baden-Württemberg und anderen Bundesländern Einzug gehalten hat (weitere Infos hier).

Wozu dann eine CoP (Community of Practice) zu Informationskompetenz?

Durch die aktuelle Diskussion über den möglichen Einfluss von Fake News und postfaktischen Behauptungen auf individuelle Wahlentscheidungen sind Fragen der Informationskompetenz in jüngster Zeit wieder verstärkt in den Fokus der (öffentlichen) Wahrnehmung gerückt. Dabei liegt das Augenmerk auf Fähigkeiten zum Erkennen von falschen Informationen und ihren Quellen, zum kritischen Umgang mit (digitalen) Informationslieferanten aller Art und der Informationsbeschaffung, –nutzung und –wirkung im alltäglichen Leben.

Welchen Beitrag kann die DGI leisten? Dies soll zusammen mit anderen Interessierten herausgefunden und beantwortet werden.

Gibt es schon einen Plan?

Zunächst ist eine Analyse des bestehenden Angebots geplant, um Lücken zu ermitteln. Schwerpunkt ist die Vermittlung alltagsrelevanter Informationskompetenzen im Privat- und Berufsleben. In einem weiteren Schritt sollen konkrete Vorhaben zur Schließung der Lücken skizziert und Umsetzungsmöglichkeiten ergründet werden.

Die DGI lädt alle Interessierten herzlich ein, Teil der im Januar 2017 gegründeten CoP Informationskompetenz zu werden! Die CoP soll durch ihre Mitglieder getragen werden und von dort Impulse erhalten.

Jeder fachliche Input, jede kreative Idee ist willkommen und ausdrücklich erwünscht, um gegenseitig Inspirationen zu geben und gemeinsam Ideen und Konzepte zu entwickeln. Die CoP kann einen Raum für alle werden, die einen Beitrag zur Steigerung der Informationskompetenz innerhalb ihrer persönlichen Zielgruppe oder im Rahmen ihrer Interessen und Möglichkeiten leisten wollen.

Vom Artikel in der Tageszeitung über Projektideen für Schulen und Hochschulen bis hin zum umfassenden Weiterbildungsangebot für Berufstätige – denkbar ist alles! Arbeiten wir gemeinsam daran!

Interesse geweckt? Gibt es weitere Fragen?

Nehmen Sie Kontakt auf mit den Kollegen aus dem Arbeitskreis Informationskompetenz:

Sylvia Kullmann (sh.kullmann(at)outlook.de) oder Dr. Luzian Weisel, Vizepräsident der DGI (weisel(at)dgi-info.de)

  

Wahljahr 2017: der BAK-Berlin hat einen neuen Vorstand

By | Allgemein, Bibliothek und Information, DGI, Vorstandsblog | No Comments

Der Berliner Arbeitskreis Information hat einen neuen Vorstand gewählt. In der Mitgliedervesammlung am 26.01.2017 berichtete zunächst die Vorstandsvorsitzende Tania Estler-Ziegler über die bisher geleistete Arbeit. Nachdem vor drei Jahren noch der Fortbestand des BAK-Berlin gefährdet war, konnte man durch ein strukturiertes Engagement Sichtbarkeit, Bekanntheit und Ansehen des Arbeitskreises in Berlin und Brandenburg wieder deutlich erhöhen. Dies gelang durch die konsequente (Neu-)Vernetzung mit verwandten Verbänden und Arbeitsgruppen in der Region (bspw. BRAGI, AspB, BIB, Museumsdokumentare, DGI). Auch kleine Projekte wie eine neue Webseite oder eine Reihe gut besuchter Stammtische und interessanter Vorträge, zu denen der BAK eingeladen hatte, bestätigten dies eindrücklich. Die Bekanntheit zu erhöhen gelang auch durch die Aktualisierung des IuD-Branchenbuches, wodurch die dort dokumentierten Einrichtungen nun ihrerseits wieder auf den BAK mit Veranstaltungsideen und Kooperationsvorschlägen zukommen. Persönliches Engagement, Impulse und Synergien entstehen für alle Beteiligten. Der BAK sieht sich vor allem als Plattform, die Kollegen in den Bereichen Archiv, Bibliothek, Dokumentation und Museum zu vernetzen.

Da eine Zunahme an Jobposts für die Stellenbörse zu verzeichnen ist (es waren über 450 Stellenausschreibungen an über 2000 Empfänger versandt worden), scheint es nicht nur wieder mehr Jobs für die Infobranche zu geben, sondern auch ein größeres Bedürfnis, sich beruflich zu vernetzen, so hofft Tania Estler-Ziegler in ihrer Zusammenfassung. Ein Zuwachs an Neumitgliedern wäre dem BAK zu wünschen.

„Ehrenamt macht Spaß“, so ihr Fazit. Was denn auch die Mehrzahl des bisherigen Vorstandes dazu bewogen haben mag, sich weiter zu engagieren. Die Mitgliederversammlung hat diesen Erfolg honoriert und die Kandidaten einstimmig gewählt. Das ist eine große Bestätigung der geleisteten Arbeit und die beste Motivation. Neu dabei sind Doreen Cakmak, Katrin Hoffmann, Michaela Jobb. Christine Becker, Carina Enders, Tania Estler-Ziegler, Pamela Schmidt, Peter Schuhe und Dr. Helmut Voigt haben wieder kandidiert. Wir von der DGI wünschen dem neuen Vorstand, dass das Engagement weiter Früchte trägt, gratulieren und freuen uns auf die Zusammenarbeit.

Link zur Webseite des BAK

Die DGI in 2017: Brief des Präsidenten Reinhard Karger – Angebote, Veranstaltungen, Impulse

By | Allgemein, Bibliothek und Information, CeBIT, DGI, DGI-Forum Wittenberg, DGI-Veranstaltungen, Nachwuchsföderung | No Comments

Liebe DGI-lerinnen und DGI-ler,

das Jahr ist jung, aber einiges ist schon passiert und die Welt ist in globaler Aufregung. Da können wir an vielen Stellen wenig tun, aber wo es auch immer geht, wollen wir alle unsere Expertise und Energie einbringen und Angebote formulieren für mehr Informationskompetenz, Beiträge leisten für mehr Informationsqualität. Social Bot und Fake News kreieren gesellschaftliche Probleme. Die DGI kann das nicht ändern, aber wir wollen darüber sprechen und im Diskurs etwas erreichen. Deshalb erweitern wir unsere Angebote und laden Studenten, Auszubildende und Startups mit kostenlosen DGI-Mitgliedschaften ein:
https://dgi-info.de/studierenden-mitgliedschaft/
https://dgi-info.de/kostenlose-mitgliedschaften-fuer-startups/

Kandidieren Sie für die DGI-Vorstandswahl 2017:
Bei der DGI-Mitgliederversammlung 2017 während des Bibliothekartags (30. Mai bis 2. Juni 2017, Frankfurt am Main) wird der Vorstand der DGI satzungsgemäß neu gewählt. Wir bitten Sie darum, Kandidatenvorschläge einzureichen. Senden Sie uns am besten Ihre Wahlvorschläge (Name mit vorgeschlagenem Vorstandsamt) formlos per Email an mail@dgi-info.de

Vielleicht möchten Sie selbst kandidieren? Wir freuen uns! Für ein Vorstandsamt in der DGI kommen Sie in Frage, wenn Sie gerne im Team arbeiten, etwas Zeit erübrigen können, verlässlich sind und unsere Fachgesellschaft nach vorne bringen möchten. Das gilt auch, wenn Sie sich bisher in der DGI noch nicht aktiv eingebracht haben.

Hier nur einige Hinweise auf weitere Veranstaltungen mit DGI-Präsenz, DGI-Beteiligung oder als DGI-Event:
CeBIT 2017, 20. bis 24. März 2017 in Hannover, Future Talk, Halle 6, A54
http://www.cebit.de/de/news/artikel/future-talk-no-limits-forschungscluster-in-halle-6-36463.xhtml

Bibliothekartag 2017, 30. Mai bis 2. Juni 2017 in Frankfurt am Main: DGI-Gemeinschaftsstand. Der Kongress steht unter dem Motto: „Menschen – Medien – Märkte“. Der Bibliothekartag findet in drei Gebäuden der Messe Frankfurt statt: dem Congress Center, dem Saal Panaroma im angrenzenden Gebäude ‚Forum‘ und der Halle 5.1
http://bibliothekartag2017.de/
Die jährliche DGI-Mitgliederversammlung findet im Rahmen des Bibliothekartages statt. Das genaue Datum steht derzeit noch nicht fest.

Im Reformationsjahr treffen wir uns in der Lutherstadt Wittenberg zum DGI-Forum Wittenberg 2017:
“Am Anfang war das Wort – wer aber hat heute das Sagen?” Sprache, Wahrheit und Datensouveränität in modernen Kommunikationswelten, 7. -9. September 2017, Wittenberg
https://dgi-info.de/events/dgi-forum-wittenberg-2017/

Der DGI-Stammtisch in Frankfurt findet auch 2017 wieder an jedem zweiten Dienstag des Monats statt. Beginn jeweils um 18.00 Uhr im Restaurant „Cucina della Grazie“ im Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main. DGI-Mitglieder und Interessierte sind herzlich eingeladen. Bitte melden Sie sich möglichst vorab an, damit wir reservieren können: michael.borchardt@retailconsult.de, 0177-214 3576 oder bei mail@dgi-info.de

Vielleicht wollen Sie auch in weiteren Städten einen DGI-Stammtisch einrichten oder auf einen bestehenden DGI-Stammtisch hinweisen. Das wäre hervorragend! Bitte informieren Sie doch die DGI-Geschäftsstelle, so dass Marianne Arndt Ihre Einladungen unterstützen kann:
Marianne Arndt
Deutsche Gesellschaft für Information und Wissen e.V. (DGI)
Windmühlstraße 3
60329 Frankfurt am Main, Tel.: +49 (0)69 430313
E-Mail: arndt@dgi-info.de

Als Fachgesellschaft lebt die DGI nicht nur von den Beiträgen, sondern auch von dem Engagement der Mitglieder. Deshalb an dieser Stelle noch einmal der Impuls: Machen Sie mit, bringen Sie sich ein! Ob auf dem DGI-Blog, bei DGI-Veranstaltungen oder den DGI-Social Media Aktivitäten via Xing, Twitter oder Facebook (URLs s.u).

Vielleicht wollen Sie einen Artikel in der IWP veröffentlichen. Bitte wenden Sie sich dazu an Dr. Margarita Reibel-Felten: reibel-felten@dgi-info.de
https://dgi-info.de/wissenschaft-praxis/zeitschrift-information-wissenschaft-und-praxis-iwp/

Was bringt 2017 sonst noch? Das werden wir erst erleben. Fakt ist: Die Arbeitschancen, die Jobangebote sind reichhaltig, siehe die Mails über:
DGI-NEWS@LISTSERV.DFN.DE
oder die Ausschreibungen unter
https://dgi-info.de/die-dgi/stellenangebote/

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ein gesundes und glückliches, ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr 2017!

Herzliche Grüße und ich freue mich auf den Dialog!

Reinhard Karger

Präsident der DGI

Unternehmenssprecher,

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)

URL: http://www.dgi-info.de
Blog: http://blog.dgi-info.de/
XING: https://www.xing.com/net/pric09051x/dgi
Twitter: https://twitter.com/DGIInfo
Facebook: https://www.facebook.com/DGI-Deutsche-Gesellschaft-für-Information-und-Wissen-eV-133492006684341/

 

 

DGI-Tipp des Tages: Job-Futuromat – Kann ein Roboter meinen Job machen?

By | Allgemein, Bibliothek und Information, Dokumentation, Informationspraxis, Jobs, Junge DGI | No Comments

Sehr geehrte Mitlesende,

die folgende Seite hat im Zuge der vergangenen ARD- Themenwoche Furore gemacht:

http://job-futuromat.ard.de/

Gibt es hier etwa Aussagen zu den Informationsberufen?

Geben Sie hier einmal  „Bibliothekar/in“ ein, oder den „Fachangestellte/r für Medien …“, oder  den “Informations-Broker” oder „Medizinische/r Dokumentar/in“ …

Oh Schreck! – K/ein Grund zum nachdenklich werden?

Besser sieht es dagegen aus bei “Informationswissenschaftler/in”, “Buchwissenschaftler/in oder “Business-Development-Manager/in” …

 

Die formale und inhaltliche Erschließung des Nachlasses Marianne Buder mit Hilfe des Verbundkataloges Kalliope

By | Bibliothek und Information, Dokumentation | No Comments

Für den Arbeitskreis Geschichte der Dokumentation in Deutschland der DGI hat die FaMI Abschlussklasse 07/14 aus 48 Aktenordnern das wissenschaftliche Wirken von Frau Buder erschlossen. Diesen Freitag endet das vierwöchige Projekt.

Die vorliegenden Ordner haben wir zu Beginn thematisch in vier Bereiche untergliedert:

  1. Unterlagen und Aufzeichnungen zum Studium sind für uns in der Weise interessant gewesen, dass Marianne Buder zu den ersten Studentinnen der Informations- und Dokumentationswissenschaft an der FU Berlin gehörte.
  2. Magisterarbeit zur Geschichte des DIN, 1976 veröffentlichte der Beuth-Verlag Buders Magisterarbeit mit dem Titel „Das Verhältnis von Dokumentation und Normung von 1927 bis 1945 in nationaler und internationaler Hinsicht“. In ganzen neun Ordnern hatte sie Quellenmaterial dazu aufbewahrt!
  3. Forschung und Lehre an der FU, von 1975 bis 1987 war Buder Lehrbeauftragte an der FU und setzte auch hier den Schwerpunkt auf die „Geschichte der Information und Dokumentation“, aber auch auf die Erstellung von Ausbildungskonzepten.
  4. Sammlung zur Dissertation umfasst thematisch die Geschichte von Institutionen im Bereich Information und Dokumentation im Dritten Reich bis in die fünfziger Jahre.

Für einen Einblick in die Geschichte der Deutschen Gesellschaft für Dokumentation (DGD; heute DGI) und des Berliner Arbeitskreis Information (BAK) zwischen 1962-1964 sorgte im Besonderen der Ordner 47. Anhand von ausführlich dokumentierten Protokollen und Briefverkehr lässt sich skizzieren, dass die Bundesregierung 1962 festgelegt hat, Berlin als Zentrum der Kultur und Wissenschaft aufzubauen. Im Dezember 1963 wurde bei einer Besprechung unter den Bestrebungen von „Deutsche Normenausschuss“ (DNA) und der Teilnahme von Professoren der FU und TU, sowie dem Direktor der Treuhandstelle des Patentamtes der „Berliner Arbeitskreis der DGD“ gegründet. Eine der ersten Aktivitäten des heutigen BAK Information bestand in der Veröffentlichung eines Verzeichnis aller Berliner Dokumentationsstellen, welches noch heute als elektronisches Branchenbuch als „Fachinformation in Berlin“ vom BAK herausgegeben wird.

Außerhalb der Erschließungsarbeiten hatte wohl das Team rund um den Wikipedia-Artikel zu Marianne Buder am meisten zu kämpfen. Der eigene Anspruch und die unsichtbare qualitative Messlatte einer online Enzyklopädie wollen schließlich in Einklang mit den vielseitigen Anmerkungen und Vorschlägen der Korrekturleser gebracht werden, ohne dabei die Gewichtung einzelner Aspekte aus Buders Lebens außer Acht zu lassen. Wir können nun mit ein wenig Stolz verkünden, dass der Wikipedia Eintrag am 24.11.15 um 8.19 Uhr online gegangen ist und Marianne Buder als engagierte Dokumentationswissenschaftlerin einen würdigen Platz in der Riege ihrer männlichen Kollegen erhalten konnte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Marianne_Buder

Nichtsdestotrotz gibt es noch genug zu tun, so müssen hier und da Einträge überarbeitet und korrigiert werden, Recherchen angestellt werden, um Ergänzungen vorzunehmen oder Dubletten beseitigt werden. Von weiterer Bedeutung ist jetzt die Planung und Vorbereitung der Abschlusspräsentation am Freitag, wo wir unsere Arbeit der letzten Wochen vorstellen möchten. Und so ziehen wir motiviert in den Endspurt und geben nochmal alles!

 

Henriette Schönenberger

Der Nachlass von Marianne Buder- Ein Zwischenstand

By | Bibliothek und Information, Informationswissenschaft | One Comment

Es ist nun Halbzeit- und mit Stolz können wir sagen, dass wir ohne größere Hindernisse sehr gut in der Zeit liegen. Wir haben uns mit dem Verbundsystem Kalliope vertraut gemacht und erste Arbeitshürden mit der Nachlassdatenbank überwunden, nicht zuletzt dank der herzlichen und immer während geduldigen Hilfestellung von Frau Stefansky von der DGI, die uns jede Frage zu beantworten vermag und jedes augenscheinliche Problem zu lösen weiß.

Zudem können wir, dank der Mithilfe von Frau Buders hinterbliebenen Mann Herrn Majchrzak, nun auch etliche Lücken im Lebenslauf von Frau Buder schließen. So haben wir endlich ihr vollständiges Geburtsdatum vorliegen (29.04.1947) und auch ein Foto für den geplanten Wikipedia Artikel bekommen und sind sogar im Besitz einer Ihrer Lebensläufe. Augenschmunzelnd stellen wir fest, dass auch sie sich ihrerseits durch einen Nachlass forschte, nämlich durch keinen geringeren als den von Dr. Hans-Werner Schober.

Es liegen nun noch zwei Arbeitswochen vor uns, es ist noch viel zu tun, aber der Entdeckerdrang ist uns noch nicht abhandengekommen und so werden wir auch auf den letzten Metern erschließen-erschließen-erschließen.

Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf: buderblog@gmail.com

Henriette Schönenberger

Von einem Haufen Akten im Kofferraum – das Wirken der Marianne Buder

By | Bibliothek und Information, Dokumentation, Informationswissenschaft, Projekte | No Comments

Wie es einem Team von FaMIS in die Hände fiel, den Nachlass von Marianne Buder unvergessen machen zu können.

Was aus dem Leben von Marianne Buder übriggeblieben ist, sind 48 Aktenordner die zeitweise im Kofferraum von DGI Mitgliedern und dann mehrere Jahre im Institut für Museumsforschung in Berlin lagerten. Vom 2. bis zum 27. November wird von der FaMI Klasse 07/14 im Rahmen des Abschlussprojektes bei indisoft Berlin Marianne Buders Nachlass erschlossen. Dabei haben die Teilnehmer des Lehrgangs Fachangestellte für Medien und Informationsdienste die einmalige Möglichkeit, das dokumentarische Wirken und Vermächtnis Buders in Bezug auf die Geschichte des Informationswesens in Deutschland mit Hilfe des Erfassungstools der Staatsbibliothek (Berlin), Kalliope, für Autographen und Nachlässe erfassen zu können.

akten

Als Diplom-Bibliothekarin trat sie 1972 in die DGD ein und war viele Jahre Vizepräsidentin der späteren DGI. Als Informationswissenschaftlerin legte sie ihr Spezialgebiet auf die Bemühungen und Probleme der Dokumentation der 30er bis 50er Jahre. Sie hinterlässt uns nicht nur Hinweise auf das Erbe ihres engagierten Forschens und Lehrens, sondern auch den Auftrag, dass diese herausragende Frau nicht spurlos im Staub der Geschichte verloren geht. Eine Person, deren Leistungen und Wirken fast gänzlich untergegangen wäre, wenn nicht der Arbeitskreis Geschichte des Informationswesens in Deutschland (AKG) der DGI uns diesen verantwortungsvollen Auftrag übergeben hätte.

Dabei sehen wir uns nicht nur mit den Fragen konfrontiert, womit sich Marianne Buder beschäftigt hat, sondern auch welche Rückschlüsse auf ihre Person gezogen werden können und was von ihrem Nachlass heute noch aktuell ist. Wir freuen uns daher sehr, diese Aufgabe übernehmen zu können. Da wir aber auch auf Informationen von Weggefährten oder Bekannten angewiesen sind, würden wir uns freuen Hinweise zu ihrem Leben oder Fotos bekommen zu können.

kalliope im raum

Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf: buderblog@gmail.com

Weitere Informationen zum Verlauf des Projektes werden wir Ihnen hier in Kürze mitteilen.

Henriette Schönenberger