DGI-Blog

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Laudatio für den Land der Ideen Bundessieger Wirtschaft 2016

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Laudatio für den Land der Ideen Bundessieger 2016 in der Kategorie Wirtschaft

Frankfurt, Deutsche Bank, Taunusanlage 12, 10.11.2016
Laudator: Reinhard Karger, M.A.
Präsident, Deutsche Gesellschaft für Information und Wissen, DGI
Unternehmenssprecher, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, DFKI und Mitglied der Land der Ideen Jury

Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen: „BURGER CARE – Roter Teppich für neue Mitarbeiter

Liebes Preisträger-Team der Burger Gruppe, der SBS-Feintechnik GmbH,
herzliche Glückwünsche auch im Namen der gesamten Jury an Sie, den Land der Ideen Bundessieger 2016 in der Kategorie Wirtschaft mit Ihrem Projekt “BURGER CARE – Roter Teppich für neue Mitarbeiter”.

Sehr geehrte Damen und Herren,
selten finden sich Begriffe wie „Kuckucksuhr“ und „Innovation“ in einem Satz. Heute schon. Read More

“Digitalisierung ist eine Chance, vor der niemand kapitulieren muss!”

By | Allgemein, Industrie 4.0, Informationskompetenz, Internet and Society, Internet und Gesellschaft, Künstliche Intelligenz | No Comments

“Alles digital. Echt jetzt?” Gerade erschienen, der Beitrag von DGI-Präsident Reinhard Karger – in DIGITUSmagazin III 2016 – über die smarten Perspektiven ohne Alarmismus, über emphatische Menschen und Maschinen, die Emotionen simulieren, denn “es ist wichtig, dass wir die Zukunft ohne Schnappatmung betrachten.”

dgt-2016-iii-coverAn jeder Ecke ein warnender Mahner für oder gegen Digitalisierung mit wenig Maß, kaum Muße, aber dafür Heilsversprechen gratis und geschürte Untergangsangst. “Was sollte der Mittelstand tun? Besser sein Umfeld erkunden, als nach Kalifornien pilgern. Die Angebote vor der eigenen Haustür sind erstaunlich zahlreich und haben eine erstaunliche Qualität, strategisch und praktisch, verbal und haptisch. Augen auf, Maß nehmen und nachdenken, wie man die Digitalisierungsdividende konkret in seinem Unternehmen realisieren kann. Und es stimmt: Ingenieurskultur braucht Digitalisierungs-Spirit!” Was ist das? “Digitalisierung heißt nicht primär Disruption, sondern: mitmachen, clever sein, profitieren!”

Wir neigen dazu Maschinen zu überschätzen und menschliche Chancen zu trivialisieren, aber “Innovation verändert Produktion – bei zunehmender emotionaler Vollbeschäftigung des Menschen!”

“Alles digital. Echt jetzt?” Der ganze Beitrag in DIGITUSmagazin III 2016!

Zukunft für die Informationswissenschaft in Düsseldorf!

By | Bildungspolitik, DGI, Informationskompetenz, Informationspraxis, Informationswissenschaft, Internet and Society, Internet der Dienste, Internet der Dinge, Internet und Gesellschaft | One Comment

Für die einen ist es “eines der wichtigsten Fächer für das digitale Internetzeitalter” für die anderen ein möglicher Auslaufkandidat: Informationswissenschaft. Am 26. Januar diskutiert der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät über die Schließung der Düsseldorfer Informationswissenschaft. Die Rheinische Post berichtete, der Hashtag auf Twitter ist #saveIWS, via change.org rief der Fachschaftsrat der Düsseldorfer Informationswissenschaft zur Unterstützung seiner Petition auf für die Erhaltung des Studienfaches Informationswissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität.

DGI-Präsident Reinhard Karger hat bereits am 22.01. im Namen des Gesamtvorstands an die Rektorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und den Dekan der Philosophischen Fakultät geschrieben. Wir veröffentlichen hier den ungekürzten Text:

Betreff: Zukunft für die Informationswissenschaft in Düsseldorf! 22.01.2016

Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Steinbeck,

ich habe theoretische Linguistik in Wuppertal studiert, der Austausch mit der Heinrich-Heine-Universität war intensiv und fruchtbar – das war in den 80gern. Heute bin ich Unternehmenssprecher des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, DFKI, aber ich wende mich an Sie als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Information und Wissen, DGI, und im Namen des Gesamtvorstandes. In den vergangenen Tagen haben wir erfahren, dass der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät bei seiner nächsten Sitzung am 26. Januar über die Schließung der Düsseldorfer Informationswissenschaft – nach der Pensionierung des Lehrstuhlinhabers Wolfgang G. Stock – diskutiert. Und unsere erste Reaktion war ehrliche Bestürzung.

Smart Data verspricht Big Business und Data Scientists werden überall gesucht – in dieser Situation würde man die Informationswissenschaft expandieren!

Bitte lassen Sie mich feststellen, dass ich selbstverständlich den finanziellen Druck auf den Haushalt verstehe. Aber lassen Sie mich bitte inhaltliche und perspektivische Argumente in die Diskussion einbringen, um zu bewirken, dass Sie diesen möglichen Beschluss nicht treffen, sondern die Chancen der Informationswissenschaft für Düsseldorf und die Informationswirtschaft erhalten:

Die Digitalisierung verändert unsere Lebenswelten drastisch. Der Prozess ist atemberaubend, die Entwicklung arbeitsteilig: die Physiker verbessern die Prozessoren, die Informatiker die Algorithmen, die Betriebswirte entwerfen die Geschäftsmodelle. Das ist viel, aber das reicht nicht aus!

Informationswissenschaft fokussiert Informationskompetenz und Datenanalyse als Basis wissensbasierter und mündiger Entscheidungen, adressiert damit gleichzeitig die Entwickler der algorithmischen Lösungen und die Nutzer der digitalen Dienste.

Informationswissenschaft liefert eine tragende Säule für die demokratische Ausgestaltung der Digitalisierung. Es geht ihr um die Verlässlichkeit der Information, um die Beurteilung der Inhalte, um Informationsqualität und noch viel mehr um die Urteilsfähigkeit der Bürger als informierte Akteure der digitalen Gesellschaft!

Die Digitalwirtschaft ist herausragend erfolgreich. Die Berichterstattung fokussiert auf die Unternehmenserfolge des Silicon Valley und den Zustand, dass große Marktbereiche von wenigen amerikanischen Platzhirschen besetzt sind. Natürlich ist diese Analyse gegenwärtig korrekt, aber die Zukunft ist noch nicht entschieden. Wir erleben erst die Frühphase der entstehenden digitalen Gesellschaft.

Die Informationswissenschaft ist im konzeptionellen Herz der Internetwirtschaft und der neuen Geschäftsmodelle für das Internet der Dinge und Industrie 4.0., für Smart Factories, Smart Services und Smart Cities. Die neuen Dienste, die neuen Wertschöpfungsketten müssen gestaltet, verstanden, beworben, erläutert und gewartet werden und können so zu neuen erfolgreichen Produkten, Abteilungen und Ausgründungen führen.

Mein Appell als DGI-Präsident: Unterstützen Sie die Informationswissenschaft in Düsseldorf! Sie ist einmalig in Nordrhein-Westfalen! Werben Sie für den weiteren interdisziplinären und interkulturellen Aufbau von Informationskompetenz! Bitte nutzen Sie den Generationenwechsel als Chance und Neuanfang für die Düsseldorfer Informationswissenschaft!

Beste Grüße

Reinhard Karger, M.A.
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Information und Wissen e.V. (DGI)

10 Jahre Land der Ideen: DGI beim Festival der Ideen

By | Allgemein, Industrie 4.0, Informationskompetenz, Internet der Dinge, Internet und Gesellschaft, Künstliche Intelligenz, Netzpolitik | No Comments

2015-08-13_Festival-der-Ideen_Logo_WEBFestival der Ideen – 10 Jahre Land der Ideen

Washingtonplatz, Berlin, 10.-13. September 2015: Die Initiative “Deutschland – Land der Ideen” und die Deutsche Bank als Nationaler Förderer laden ein zum Festival der Ideen: Mitdenken. Mitmachen. Miterleben. Anlass ist das 10-jährige Jubiläum des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“. Über 10.000 Projekte wurden eingereicht, 2.855 wurden ausgezeichnet. Das Land der Ideen liegt vor dem Berliner Hauptbahnhof – und feiert unübersehbar Vielfalt und Fantasie, Kreativität und Kooperation, Erfindungen und Engagement.

Beim Festival der Ideen präsentieren Preisträger ihre Ideen für Deutschlands Zukunft, Vertreter aus Politik und Wirtschaft diskutieren über Innovationskultur, Wissenschaftler und Kreative präsentieren Konzepte für den digitalen Wandel, das Leben auf dem Land oder die smarte City. Das Land der Ideen feiert, die DGI feiert mit und ist aktiv im Festival-Programm, z.B. beim:

Ideen-Slam – Spannende Gründungsideen kurz und bündig präsentiert.
Freitag, 11. September 2015, 9:00 – 10:30 Uhr: Die max. 6-minütigen Vorträge ähneln einem Poetry-Slam und werden von einer Jury bewertet. Am Ende wird ein Sieger gekürt. Der Ideen-Slam wird moderiert von DGI-Präsident Reinhard Karger.

Oder bei der Gesprächsrunde “Industrie 4.0 – Hoffnungsträger für die deutsche Wirtschaft?
Samstag, 12. September 2015, 15:00 – 16:30 Uhr: Deutschland legt beim Thema Industrie 4.0 ein rasantes Tempo vor. Vor einem Jahr noch von manchem als neues Modewort belächelt, steht die Digitalisierung der Produktion inzwischen auch auf der politischen Agenda ganz oben. Gäste sind:
– Iris Plöger, Abteilungsleiterin Digitalisierung und industrielle Wertschöpfungsstrukturen beim BDI,
– Dr. Bettina Horster, Vorstand Vivai Software GmbH,
– Reinhard Karger, Unternehmenssprecher, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) & Präsident, Deutsche Gesellschaft für Information und Wissen (DGI)
Moderation: Dr. Joachim Bühler, Bereichsleiter Wirtschafts- und Innovationspolitik, BITKOM

Hier das Festival-Programm als PDF.

Ausgangspunkt für die Initiative war Horst Köhlers Antrittsrede vor der Bundesversammlung, 23.05.2004, nach seiner Wahl zum Bundespräsidenten: “…was will Deutschland im 21. Jahrhundert sein, was kann es sein, und wo will dieses Land hin? Mit Recht betonen viele in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit, vor allem Bildung und Innovation zu stärken. Deutschland ist mir zu langsam auf seinem Weg in die Wissensgesellschaft. Mein Traum geht aber noch weiter. Deutschland soll ein Land der Ideen werden. Im 21. Jahrhundert bedeutet das mehr als das Land der Dichter und Denker, mehr als Made in Germany, mehr als typisch deutsche Tugenden. Das ist ganz sicher etwas anderes als Großmannssucht und Selbstüberschätzung. Deutschland, ein Land der Ideen, das ist nach meiner Vorstellung Neugier und Experimentieren, das ist in allen Lebensbereichen Mut, Kreativität und Lust auf Neues, ohne Altes und Alte auszugrenzen. Das sind neue Gründerjahre, das ist auch die Kraft, mit Rückschlägen umzugehen und wieder neu anzufangen. Das sind Ideen auch für Europa.”

Die Fragen, die Horst Köhler adressierte, sind immer noch aktuell und die Initiative, die letztendlich durch seine Rede entstanden ist, ist immer noch aktiv, hat viel gemacht und viele erreicht – 2015 mit dem Motto “Stadt, Land, Netz – Innovationen für eine digitale Welt“.

CeBIT-Blog: 2015 wird das Jahr des Internet der Dinge

By | CeBIT, Internet and Society, Internet der Dienste, Internet der Dinge, Internet und Gesellschaft, Künstliche Intelligenz | No Comments
Foto: DFKI / ZeMA

Foto: DFKI / ZeMA

Das Internet der Dinge wird Berufe und Arbeitsabläufe verändern, neue erwerbswirtschaftliche Perspektiven schaffen, gesellschaftliche Partizipation erleichtern. Der private Alltag und das Zuhause werden smarter, die Freizeit datenreicher. Die Aussagen sind nicht neu, nur die Anschauung fehlt noch. Aber: Rückblickend wird 2015 als das Jahr in Erinnerung bleiben, in dem die sich abzeichnende Bedeutung des Internet der Dinge das erste Mal konkret erlebbar wurde, so Reinhard Karger, DGI-Präsident und Unternehmenssprecher für das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Weiterlesen auf dem CeBIT-Blog

Persönliche Erinnerungen verblassen – digitale sollen das nun auch #EuGH_Urteil

By | Informationskompetenz, Informationspraxis, Informationswissenschaft, Internet und Gesellschaft, Netzpolitik | 16 Comments

Das Urteil des Europäischen Gerichtshof zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten ist eine fundamentale Entscheidung mit globaler Ausstrahlung. Es beinhaltet einen umfangreichen Rechtsanspruch und einen konkreten Arbeitsauftrag an Suchmaschinenbetreiber: Das “digitale Vergessen” muss algorithmisch umgesetzt werden. Links müssen aus der Ergebnisliste einer Namenssuche entfernt werden, wenn die betroffene Person dies fordert ohne, dass sie einen entstandenen oder entstehenden persönlichen Schaden nachzuweisen hat. Notwendig für die Umsetzung ist die – reichlich vorhandene – Programmierexpertise der Suchmaschinenbetreiber und die Informationskompetenz der Nutzer. Die DGI und ihre Mitglieder werden dazu Beiträge leisten können.

Die Entscheidung ist weitreichend, die Dimension europäisch. Sie basiert auf einer fulminanten Würdigung der Persönlichkeitsrechte, achtet aber auch das Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit – und formuliert deshalb Ausnahmen, die Personen des öffentlichen Lebens betreffen. Der EuGH wägt ab und stellt das Grundrecht der Privatperson über das wirtschaftliche Interesse eines Suchmaschinenbetreibers, über den freien Datenverkehr und auch das Informationsinteresse der Öffentlichkeit.

Kritiker sagen – durchaus mit guten Gründen – “Don´t shoot the messenger” oder “Der Spiegel ist nicht für das Spiegelbild verantwortlich” – die Suchmaschine indiziert, aggregiert, sortiert das Vorhandene und sollte nicht in die Pflicht genommen werden, Ergebnisse auf der Basis persönlicher Empfindlichkeiten auszudünnen. Die lebenszugewandte
Grundlage für dieses Urteil ist die allgemeinmenschliche Erfahrung, dass persönliche Erinnerungen verblassen und leitet davon den Anspruch ab, dass die angefallenen digitalen Daten für die Öffentlichkeit ebenso “verblassen” sollten. Dieses Ziel soll durch die Stärkung des Einzelnen und die Schwächung des Intermediärs erreicht werden. Der Effekt des EuGH-Urteils zugespitzt: Es wird weniger trivial, umfangreiche Rohdaten zu sammeln, um daraus beiläufig ein fein granuliertes Dossier über eine beliebige Person zu erstellen. Der erste Eindruck wird auch digital oberflächlicher. Natürlich ist es immer noch möglich, hochaufgelöst personenbezogene Information im Internet zu finden, die Recherche ist nur arbeitsintensiver.

Der EuGH stärkt die Persönlichkeitsrechte und er schwächt keinesfalls die Presse- und Informationsfreiheit, denn er öffnet gerade nicht die Tür für eine Zensur der Archive. Die Bestände werden explizit nicht angetastet. Auch das Suchangebot eines Archivs wird nicht eingeschränkt, denn dabei geht es gerade nicht darum, “von Dritten ins Internet gestellte oder dort veröffentlichte Informationen zu finden”, sondern die Nutzung der eigenen Bestände zu unterstützen. Gelöscht werden Links aus Ergebnislisten von Suchmaschinenbetreibern, nicht Ergebnisse, die durch die Nutzung eines direkten Archivzugangs gefunden wurden.

Der Anspruch ist klar formuliert. Die technische Machbarkeit steht ausser Frage. Es geht nicht um das algorithmische Wie, sondern um die inhaltliche Richtung, um das soziokulturell Wünschenswerte. In der Umsetzung des Urteils wird es um die Praxis, die Nutzungsschnittstellen und die angemessene Reaktionsgeschwindigkeit gehen. Der Suchmaschinenbetreiber kann diesen Anspruch nur dann abwehren, wenn er darlegen kann, dass die Annahme berechtigt ist, dass es ein überwiegendes Interesse der breiten Öffentlichkeit an der betreffenden Information zu dieser Person gibt. Das ist der Fall bei Personen des öffentlichen Lebens, aber eben nicht bei Privatpersonen – natürlich ist diese Begrifflichkeit klärungsbedürftig im Einzelfall.

Um Missverständnisse zu vermeiden: Die Entscheidung des EuGH ist kein Urteil gegen Google und die fantastischen Services, die sehr begründet sehr erfolgreich sind, sondern für die Informationsnutzer – genauso war die Anschnallpflicht keine Entscheidung gegen die Automobilindustrie, sondern für die Sicherheit der Autofahrer. Der Sicherheitsgurt hat Autos verändert und die mobile Gesellschaft sicherer gemacht.

Das Gericht ruft mit seinem Urteil ins Bewusstsein, dass eine populäre Suchmaschine einen wichtigen Beitrag zum Informationsalltag leistet und wichtige Ergebnisse liefert, aber nicht das alleinige Recherchewerkzeug sein sollte. Allein dies ist eine sehr begrüßenswerte Nebenwirkung.

Reinhard Karger (Jahrgang 61) ist seit dem 09. Mai 2014 Präsident der DGI und Unternehmenssprecher des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz

“Netzgemüse” – Auf alle Fälle gemeinsam

By | Allgemein, Bildungspolitik, Informationskompetenz, Informationspraxis, Informationswissenschaft, Internet and Society, Internet und Gesellschaft | No Comments

Tanja & Johnny Haeusler: “Netzgemüse – Aufzucht und Pflege der Generation Internet”

Tanja & Johnny Haeusler: Netzgemüse – Aufzucht und Pflege der Generation Internet

Kurzrezension

Auf alle Fälle gemeinsam

Das Thema ist wichtig, das Nachdenken dringend: Wie können wir unseren Kindern (und uns) die Chancen des Internets näher bringen, die Gefährdungen erkennen, die Gefahren vermeiden? Tanja und Johnny Haeusler haben einen guten Zugang gefunden. Ansprechend und schlank die Sprache, sehr gut lesbar, anekdotenreich und amüsant, rätselnd, dabei inhaltlich konstruktiv und erfrischend ergebnisoffen.

Für wen ist “Netzgemüse” geschrieben und wem kann man es schenken? Eltern und Großeltern und deren Kindern – Netzfreunde werden schmunzeln, Netzverächter könnten grummeln. Den Unentschiedenen kann es einen Impuls geben, den Ratlosen ein wenig Orientierung und Ermunterung sein.

Für die Internet-Stürmer ist es zu reflektiert, zu konstruktiv und zu optimistisch. Technikfreude auf jeder Seite, bestimmt voll Affinität, aber ohne Naivität. Angetrieben von der Frage, wann und wie man Kindern den Weg ins Internet ermöglichen könnte oder sollte Read More

Innovation und die Kunst des Abwägens

By | Allgemein, Internet and Society, Internet und Gesellschaft, Netzpolitik, Social Media | One Comment

Kathrin Passig & Sascha Lobo: Internet – Segen oder Fluch

Kathrin Passig & Sascha Lobo: Internet – Segen oder Fluch

Kurzrezension

Innovation und die Kunst des Abwägens

Vielleicht etwas wortreich im Ausdruck, vielleicht etwas metropolhaft in der Wortwahl, aber lesenswert, dabei unterhaltsam, breit recherchiert, gespickt mit interessanten Zitaten, erhellenden Gedanken und Perspektiven aus 25 Jahrhunderten. Ganz bestimmt eine Empfehlung, ein exzellenter Debattenbeitrag und sein Geld wert!

Der Titel “Internet – Segen oder Fluch” ist irreführend, fasst das Thema enger, als es Passig/Lobo erarbeitet haben und vorstellen: Das technologisch Neue, die verständliche Angst vor Veränderung und der gesellschaftliche Umgang damit. Die Anlässe haben sich über die Jahrhunderte geändert, aber auch das Internet ist keine Ausnahme. So steht von Anfang an zwischen den Zeilen ein wenig getarntes “Segen und Fluch” und überdeckt möglicherweise den eigentlichen Beitrag von Passig/Lobo, ihr notwendiges Plädoyer pro Diskussionskultur:  Read More

Open Data – private Erinnerungen: Eine Woche im September 2001

By | Allgemein, Dokumentation, Informationskompetenz, Internet and Society, Internet und Gesellschaft, Linked (open) Data, Social Media | One Comment

Die Diskussion um „Open Data“ konzentriert sich in vielen Zusammenhängen auf die wirtschaftlichen Chancen von Information und die möglichen Geschäftsmodelle, die entwickelt werden, die sich ergeben könnten, wenn Daten, die von der öffentlichen Hand erhoben bzw. produziert werden, auch öffentlich zugänglich sind. Open Data heißt aber auch, dass jeder Teilhabe eröffnen kann an Daten, Meinungen oder Medien, die persönlich oder privat sind. Dass jeder die vielfältigen und mehrkanaligen Angebote des Webs nutzen kann, um neue Perspektiven anzubieten.

Früher Morgen, New York, 11. September 2001

Anlass für das private Projekt “Eine Woche im September 2001” sind Fotos von New York, die ich im September 2001 gemacht habe, in der Zeit 08.-16.09.2001, insgesamt 200 Aufnahmen. Alle Aufnahmen sind analog entstanden, wurden gescannt und 2011 das erste Mal im Rahmen einer Ausstellung öffentlich gezeigt. Zufällige Zeitzeugenschaft beinhaltet die Aufgabe des angemessenen persönlichen Umgangs mit den eigenen Erfahrungen und privaten Zeugnissen. Das gilt in besonderer Weise für Form und Zeitpunkt einer möglichen Veröffentlichung. Es ist mir eine Verpflichtung diese Fotos frei zugänglich zu machen, diese Bilder zu veröffentlichen – mehrkanalig, multimedial und nicht-kommerziell und 10 Jahre erschienen als der richtige Abstand. Read More