Monthly Archives: Oktober 2016

Tipp des Tages: arte-Dokumentation „Schichtwechsel, die Roboter übernehmen“

By | Industrie 4.0, Internet and Society, Internet der Dienste, Jobs, Künstliche Intelligenz, Sharing Economy | No Comments

Eine sehr sehenswerte Dokumentation zur Zukunft der Arbeit und Industrie 4.0, aktuell zu sehen in der Kurzfassung bei der ARD-Themenwoche und in der Langfassung auf der arte Mediathek, noch zu sehen bis zum 12.12.2016:

Schichtwechsel, die Roboter übernehmen (Langfassung arte)

http://www.arte.tv/guide/de/055859-000-A/schichtwechsel-die-roboter-ubernehmen?country=DE

oder hier die kürzere Fassung von der ARD

http://www.ard.de/home/themenwoche/Schichtwechsel_die_Roboter_uebernehmen_ARD_Themenwoche/3577346/index.html

Wir stehen vor eine industriellen Revolution, die nicht nur die Automatisierung der Arbeit weiter vorantreibt und Menschen durch Maschinen ersetzt. Die Dokumentation zeigt eindrücklich, dass mit dem Wandel auch ein Umdenken stattfinden muss, wie wir uns Menschen sehen, unsere Gesellschaft gestalten wollen. Man darf das Thema nicht nur technisch oder renditeorientiert begreifen, auch wenn das im Augenblick nahe liegt. Den Wert, den der Mensch mit seinen kreativen und empathischen Fähigkeiten besitzt, könnte vielleicht wieder steigen und wichtiger werden. Auch das wäre eine Chance. Momentan denken wir noch in den Gesetzmäßigkeiten der „alten“ industriellen Welt.

In Minute 12 sagt man das Ende des Bibliothekars voraus, in Minute 24 hören wir, dass der Clickworker um die 10 EUR Stundenlohn bekommt und ganze Branchen, die bisher noch Wissensarbeiter beschäftigen, von Algorithmen abgelöst werden. Wie schnell und wie umfassend die Veränderungen sein werden, ist noch nicht zu sagen. Sind wir darauf vorbereitet und beschäftigen wir uns genug damit? Deshalb der Tipp des Tages.

Zukunftstrends der wissenschaftlichen Verlagsszene: am 21.10. ist die DGI auf der Buchmesse

By | Ankündigung, Buchmesse, DGI-Veranstaltungen, Informationspraxis, Verlagswesen | No Comments
Was sind die Zukunftstrends der wissenschaftlichen Verlagsszene? Wie wird man Forschungsergebnisse und den Impact Faktor der eigener Publikationen in Zukunft messen? Auf welche Weise wird sich dies auf die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen auswirken und was bedeutet das für den Nachwuchs, diejenigen, die heute studieren? Sind sie auf diese Veränderungen vorbereitet, was bringen sie ein und inwieweit werden sie von ihren Hochschulen heute dabei unterstützt?
Gerne möchten wir Sie zu unserer DGI-Veranstaltung auf der Buchmesse einladen. In Zusammenarbeit mit dem P-D-R (Pharma Documentation Ring) und PAID (Pharma Arbeitskreis Information und Dokumentation) wird wie auch im Vorjahr eine gemeinsame Veranstaltung und Podiumsdiskussion in der für die Infobranche und wissenschaftlichen Verlage wichtigen Halle 4.2 im Hot Spot angeboten.
Auch für Studierende, angehende FAMIS und an einer Neu- oder Schnuppermitgliedschaft Interessierte könnte die Veranstaltung anregende Impulse liefern. Kommen Sie vorbei, treffen Sie DGI-Mitglieder (auch vom Vorstand sind einige da), nehmen Sie Platz, gönnen Sie sich eine Verschnaufpause und folgen Sie den spannenden Beiträgen, einer britisch humorvollen Moderation von Andrew Clark (UCB Pharma) und einer Panel-Diskussion zum Thema.

Publishing Trends of the Future – consequences for research outputs and measures of impact
21.10.2016 | 13:00-15:00
Hot Spot Professional & Scientific Information, Halle 4.2
Partners: DGI, PAID, P-D-R

Eingeladen sind Vertreter von Verlagen (Royal Society of Chemistry, Wiley), Verwertungsgesellschaften (RightsDirect), Hochschulangehörige und Studenten (Hochschule Darmstadt) und Softwareentwickler (Digital Sciences). Sie werden miteinander die Konsequenzen der heraufziehenden digitalen Veränderungen und Zukunftstrends der Verlage und ihrer Dienstleistungen und Produkte diskutieren. Die Closing Notes resümiert Reinhard Karger, Präsident der DGI.
Nähere Infos auch im Veranstaltungskalender DGI:
http://dgi-info.de/events/frankfurter-buchmesse-2016/

Putting a Price on Insight: was die Leistungen von Infoprofis wert sind!

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Bericht von der Library Lecture und Weiterbildung mit Mary Ellen Bates,

veranstaltet von der Initiative Fortbildung e.V. in Berlin, 21.-23.09.2016

 

Messen Sie mal den monetären Wert einer Erkenntnis, die mit Hilfe Ihrer Dienstleistung zustande kam! Gar nicht so einfach. Viele, die im Service, in der Kommunikation, Marketing, PR oder Social Media-Bereich tätig sind, tun sich ebenfalls schwer damit, konkrete Auswirkungen oder gar die Rendite ihres Tuns zu veranschaulichen.

Information Professionals, Bibliothekare, Wissensarbeiter geht es nicht anders. Diejenigen, die für ihre internen oder externen Kunden Informationen recherchieren, aufbereiten und zugänglich machen, können den ROI (Return of Investment) als Gegenleistung für ihr Tun oft schwer sichtbar machen und artikulieren. Wann waren nach einer tagelangen Recherche die Informationen für den Kunden wertvoll, wann nicht? Wird am Ende nur monetär vergütet, was messbar ist?

Mary Ellen Bates ist eine beratende Information Professional, Autorin mehrerer Fachbücher und auf nationalen und internationalen Konferenzen eine stark nachgefragte Referentin. Sie ist eine absolute Expertin und Koryphäe auf dem Gebiet, Klienten den Nutzen ihrer Dienstleistungen deutlich zu machen und Bibliothekare auf der ganzen Welt mit ihrem Wissen und ihrer über 35jährigen Erfahrungen zu unterstützen. Mit ihrem amerikanischen Ansatz, Library Services unternehmerisch zu denken, kann sie für die Kollegen im „deutschen Markt“ wertvolle Impulse liefern.

Dank der guten Beziehungen zur Initiative Fortbildung e.V. und ihrer Geschäftsführerin Evelin Morgenstern kommt Mary Ellen Bates im Schnitt alle 2-3 Jahre immer wieder gerne nach Berlin. So auch dieses Jahr, Ende September. Der schon lange im Voraus angekündigte Termin für diese Weiterbildung unter dem Titel „Raising the Bar: New Librarian Skills for Today’s World“ war alsbald ausgebucht. Wenn „MEB“ kommt, muss man schnell sein. Am Vortag gab es kurzfristig ein Zusatzangebot, die Library Lecture in der TUB unter dem Titel „Putting a Price on Insight: Finding, Measuring and Communicating the Value of Information Services“, die Auszüge aus der zweitägigen Fortbildung enthielt.

Investigative Infoprofis

Amerikanische Bibliothekare sind schon immer mit der Notwendigkeit konfrontiert, ihre Leistungen zu rechtfertigen und gehen damit positiv, kreativ und professionell um. Die Kommunikation über die eigenen Tätigkeiten ist selbstverständlicher und man versucht mit Hilfe von Zahlenwerten die eigenen Dienstleistungen zählbar und sichtbar zu machen. Mary Ellen Bates‘ Ansatz geht noch einen Schritt weiter. Sie interessiert, was beim Kunden passiert, wenn er die Dienstleistung in Anspruch nimmt.

Den ROI zu messen kann man auf viele Arten tun. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht das „Wie“ und „Warum“, nicht nur das, was geschieht. Es reicht nicht, die Downloads eines E-Journals zu zählen. Wer hat die Artikel gelesen und welchen Nutzen konnte er daraus ziehen? Wichtig ist, die Nutzergruppe und den Kontext der Verwendung bestimmter Informationsservices zu verstehen. Erst dann entsteht ein Gesamtbild über den Impact des eigenen Tuns – den Wert. Infoprofis müssen dabei wie Detektive vorgehen.

Face to face has always impact“

Der konkrete Beitrag, den Informationsdienstleistungen für Kunden, Zielgruppen, und Fans der Services liefern, ist möglicherweise gar nicht so schwer zu finden. Mary Ellen Bates schlägt vor, Forschungs- oder Geschäftserfolgen, Patentanmeldungen oder Publikationen der eigenen Kundschaft in Beziehung zu den erbrachten Informationsdienstleistungen zu setzen. Noch besser, dies mit Hilfe zielgerichteter Kommunikation mit dem Kunden herauszufinden. Erfolgsgeschichten zählen ebenso zum ROI wie nackte Zahlen. „Ask them“, ermutigt uns „MEB“ und meint keine umfangreichen Befragungen sondern Konversationsgelegenheiten „by the way“ und „face to face“, die oftmals wertvolle Insights der Kunden und ihrer Erfahrungen für die eigene Strategie enthalten können. „You can’t translate all into numbers“, bringt es Mary Ellen Bates auf den Punkt, denn dabei geht der Kontext verloren.

Google takes your search as suggestion“

Die Konkurrenz von Google braucht man absolut nicht zu fürchten. Im Gegenteil. Google ist da und geht nicht mehr weg. Der Kunde googelt, bevor er anruft. Das muss man als Infoprofi wissen. Sich mit den Möglichkeiten und Grenzen von Google & Co auseinander zu setzen, sollte Infoprofis nicht schwer fallen. Bates rät, dass der fachliche Blick die Chance bietet, Googles Strategien zu durchschauen und dem Kunden alternative Rechercheangebote mit guten, qualitativ hochwertigen Fachinformationsdatenbanken zu veranschaulichen. Nach dem Motto „ich verstehe Dich, dass Du googelst, aber hier gibt es noch was besseres“.

Gleiches gilt für Social Media-Plattformen (Facebook, Twitter, Xing, LinkedIn u.a.) Sie sind alle nicht für die Recherche von Informationen gedacht, sondern für andere Zwecke, haben aber Suchfunktionen und Ergebnisdarstellungen, die ausprobiert werden sollten. Gerade wenn es um Trends, Expertensuchen, Veranstaltungen oder sonstige Informationen geht, die im internet-öffentlichen Kontext passieren und nicht unmittelbar in Publikationen zu finden sind, hat man eine hilfreiche Quelle. So war denn auch ein Teil der Fortbildung ganz den Funktionalitäten, Stärken und Schwächen von Suchmaschinen und Social Media-Tools gewidmet.

Tue weiter gutes und rede endlich darüber

Marketing ist und bleibt ein Dauerthema. Das geht genau so wenig weg wie Google. Die Herausforderung, einen erklärungsbedürftigen Beruf zu haben, kennt jeder Infoprofi, sei er nun angestellt oder freiberuflich tätig. Kunden und Auftraggeber verlangen nach objektivierbaren Werten, die Dienstleistungen untermauern. Information Professionals sperren sich oftmals noch gegen eine proaktive Darstellung der eigenen Dienstleistungen mit geeigneten Maßnahmen. Warum eigentlich? Auch wenn die eigenen Dienstleistungen als schwer erklärbar oder vermittelbar empfunden werden, so darf man gerade nicht nachlassen, das Gelingen und die Notwendigkeit stetig zu kommunizieren. Außer uns weiß es ja keiner besser. Mary Ellen Bates macht Mut, es auszuprobieren. „Wir müssen mehr Marketing machen. Dahinter stecken doch immer gute Absichten“, so eine Teilnehmerin. Am Ende wird man vielleicht sogar feststellen, dass es Spaß macht.

Die Fortbildung erlaubte einen äußerst pragmatischen und motivierenden Blick auf die Materie „Marketing für Informationsdienstleistungen“. Es gibt nicht viele Veranstaltungen zu dieser für Information Professionals immer wichtiger werdenden Thematik, die auch den Bezug zur Arbeitswelt der Infoprofis herstellen. Davon und von Mary Ellen Bates kann man viel lernen. Sie ist ein „Eye Opener“ und eine unterhaltsame, intelligente Referentin, die aus ihrem reichen Erfahrungsschatz schöpft. Hoffentlich gelingt es Evelin Morgenstern und ihren MitstreiterInnen aus der Initiative Fortbildung e.V. Mary Ellen Bates in zwei Jahren wieder nach Berlin zu holen. Ich bin dabei.

Nähere Infos:

Initiative Fortbildung für wissenschaftliche Spezialbibliotheken und verwandte Einrichtungen e.V.: www.initiativefortbildung.de

Mary Ellen Bates Webseite: www.batesinfo.com mit weiteren guten Tipps und Extras: http://batesinfo.com/extras/index.html

Dow Jones White Paper: The True ROI of Digital Content / Mary Ellen Bates, June 2016: tinyurl.com/gkw527p

Association of Independent Information Professionals: www.aiip.com

 

DGI-Hinweis: 7. Studentischer Workshop für informationswissenschaftliche Forschung (SWiF), Kiel, 18. und 19.11.2016

By | Informationskompetenz, Informationswissenschaft, Junge DGI, Nachwuchsförderung | No Comments

Gerne leite ich die nachfolgende Ankündigung von Frau Dr. Weller weiter …

7. Studentischer Workshop für informationswissenschaftliche Forschung (SWiF) – Beitragseinreichungen bis 15.10.2016

Ankündigung für den diesjährigen Studentischen Workshop informationswissenschaftlicher Forschung (SWiF).

SWIF findet diesmal am 18. und 19.11.2016 an der ZBW Leibniz-Informationszentrum in Kiel statt (siehe auch www.swif2016.jimdo.com).

Ziel dieser Veranstaltung ist es, dass sich Studierende aus verschiedenen Hochschulen kennenlernen können, um sich zum einen über allgemeine Aspekte des Studiums auszutauschen und zum anderen fachlich über eigene Interessensgebiete zu diskutieren.

Der fachliche Austausch basiert dabei vor allem auf Vorträgen zu studentischen Forschungsarbeiten mit anschließender Diskussion im Plenum. Zur Präsentation eignen sich alle studentischen Forschungsarbeiten, beispielsweise Ergebnisse aus Bachelor- oder anderen Abschlussarbeiten oder aus Projekten (Team- und Forschungsprojekte, usw.).

Interessierte Studierende der Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft und verwandter Fächer sind herzlich eingeladen, sich mit ihren Thema um eine Teilnahme zu bewerben. Hierzu sollte ein kurzes Abstract bis zum 15.10.2016 bei den Organisatoren eingereicht werden (weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Webseite).

Natürlich sind auch betreuende ProfessorInnen / DozentInnen herzlich eingeladen, Ihre Studerende zum Workshop zu begleiten.

Wir hoffen, dass wir es auch im 7. Jahr von SWiF schaffen, ein spannendes Programm auf die Beine zu stellen und den Studierenden die Teilnahme zu ermöglichen.

Bei Fragen können Sie uns gerne kontaktieren.

Herzliche Grüße aus Kiel, Köln und Hamburg

Isabella Peters, Katrin Weller und Dirk Lewandowski

Dr. Katrin Weller

GESIS Leibniz Institute for the Social Sciences

Dept. Computational Social Science

Unter Sachsenhausen 6-8

D-50667 Köln

Germany

E-Mail: katrin.weller@gesis.org

Twitter: @kwelle

Web: http://katrinweller.net