DGI-Blog

Monthly Archives: November 2015

Die formale und inhaltliche Erschließung des Nachlasses Marianne Buder mit Hilfe des Verbundkataloges Kalliope

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Für den Arbeitskreis Geschichte der Dokumentation in Deutschland der DGI hat die FaMI Abschlussklasse 07/14 aus 48 Aktenordnern das wissenschaftliche Wirken von Frau Buder erschlossen. Diesen Freitag endet das vierwöchige Projekt.

Die vorliegenden Ordner haben wir zu Beginn thematisch in vier Bereiche untergliedert:

  1. Unterlagen und Aufzeichnungen zum Studium sind für uns in der Weise interessant gewesen, dass Marianne Buder zu den ersten Studentinnen der Informations- und Dokumentationswissenschaft an der FU Berlin gehörte.
  2. Magisterarbeit zur Geschichte des DIN, 1976 veröffentlichte der Beuth-Verlag Buders Magisterarbeit mit dem Titel „Das Verhältnis von Dokumentation und Normung von 1927 bis 1945 in nationaler und internationaler Hinsicht“. In ganzen neun Ordnern hatte sie Quellenmaterial dazu aufbewahrt!
  3. Forschung und Lehre an der FU, von 1975 bis 1987 war Buder Lehrbeauftragte an der FU und setzte auch hier den Schwerpunkt auf die „Geschichte der Information und Dokumentation“, aber auch auf die Erstellung von Ausbildungskonzepten.
  4. Sammlung zur Dissertation umfasst thematisch die Geschichte von Institutionen im Bereich Information und Dokumentation im Dritten Reich bis in die fünfziger Jahre.

Für einen Einblick in die Geschichte der Deutschen Gesellschaft für Dokumentation (DGD; heute DGI) und des Berliner Arbeitskreis Information (BAK) zwischen 1962-1964 sorgte im Besonderen der Ordner 47. Anhand von ausführlich dokumentierten Protokollen und Briefverkehr lässt sich skizzieren, dass die Bundesregierung 1962 festgelegt hat, Berlin als Zentrum der Kultur und Wissenschaft aufzubauen. Im Dezember 1963 wurde bei einer Besprechung unter den Bestrebungen von „Deutsche Normenausschuss“ (DNA) und der Teilnahme von Professoren der FU und TU, sowie dem Direktor der Treuhandstelle des Patentamtes der „Berliner Arbeitskreis der DGD“ gegründet. Eine der ersten Aktivitäten des heutigen BAK Information bestand in der Veröffentlichung eines Verzeichnis aller Berliner Dokumentationsstellen, welches noch heute als elektronisches Branchenbuch als „Fachinformation in Berlin“ vom BAK herausgegeben wird.

Außerhalb der Erschließungsarbeiten hatte wohl das Team rund um den Wikipedia-Artikel zu Marianne Buder am meisten zu kämpfen. Der eigene Anspruch und die unsichtbare qualitative Messlatte einer online Enzyklopädie wollen schließlich in Einklang mit den vielseitigen Anmerkungen und Vorschlägen der Korrekturleser gebracht werden, ohne dabei die Gewichtung einzelner Aspekte aus Buders Lebens außer Acht zu lassen. Wir können nun mit ein wenig Stolz verkünden, dass der Wikipedia Eintrag am 24.11.15 um 8.19 Uhr online gegangen ist und Marianne Buder als engagierte Dokumentationswissenschaftlerin einen würdigen Platz in der Riege ihrer männlichen Kollegen erhalten konnte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Marianne_Buder

Nichtsdestotrotz gibt es noch genug zu tun, so müssen hier und da Einträge überarbeitet und korrigiert werden, Recherchen angestellt werden, um Ergänzungen vorzunehmen oder Dubletten beseitigt werden. Von weiterer Bedeutung ist jetzt die Planung und Vorbereitung der Abschlusspräsentation am Freitag, wo wir unsere Arbeit der letzten Wochen vorstellen möchten. Und so ziehen wir motiviert in den Endspurt und geben nochmal alles!

 

Henriette Schönenberger

Der Nachlass von Marianne Buder- Ein Zwischenstand

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Es ist nun Halbzeit- und mit Stolz können wir sagen, dass wir ohne größere Hindernisse sehr gut in der Zeit liegen. Wir haben uns mit dem Verbundsystem Kalliope vertraut gemacht und erste Arbeitshürden mit der Nachlassdatenbank überwunden, nicht zuletzt dank der herzlichen und immer während geduldigen Hilfestellung von Frau Stefansky von der DGI, die uns jede Frage zu beantworten vermag und jedes augenscheinliche Problem zu lösen weiß.

Zudem können wir, dank der Mithilfe von Frau Buders hinterbliebenen Mann Herrn Majchrzak, nun auch etliche Lücken im Lebenslauf von Frau Buder schließen. So haben wir endlich ihr vollständiges Geburtsdatum vorliegen (29.04.1947) und auch ein Foto für den geplanten Wikipedia Artikel bekommen und sind sogar im Besitz einer Ihrer Lebensläufe. Augenschmunzelnd stellen wir fest, dass auch sie sich ihrerseits durch einen Nachlass forschte, nämlich durch keinen geringeren als den von Dr. Hans-Werner Schober.

Es liegen nun noch zwei Arbeitswochen vor uns, es ist noch viel zu tun, aber der Entdeckerdrang ist uns noch nicht abhandengekommen und so werden wir auch auf den letzten Metern erschließen-erschließen-erschließen.

Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf: buderblog@gmail.com

Henriette Schönenberger

DGI-Praxistage 2015 erfolgreich beendet

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Letzte Woche Donnerstag und Freitag fanden die 5. DGI-Praxistage im Gästehaus der Goethe-Universität Frankfurt statt.Thema der Tagung: Informationsvisualisierung. Wir wollten mit Experten herausfinden, ob es sich um einen Hype oder einen Trend handelt.

Im Vorfeld konnten wir erstmalig drei Workshops zum Thema anbieten: Sketchnotes mit Michael Geiß, Temis Luxid Webstudio mit Stephan Geißler und Einführung in Tableau mit Florian Ramseger. Die Workshops waren gut besucht und haben viel Spaß gemacht – wir werden versuchen, dieses Format in Zukunft beizubehalten.

2015-11-13_sketchnotes

Abends trafen wir uns zum Kamingespräch und anschließenden Networking bei wie immer gutem Abendessen. Elka Sloan moderierte die Diskussion, ob ein Bild mehr sagt als 1000 Worte. Man war sich einig, dass Bilder zwar Worte nicht ersetzen, aber durchaus unterstützen können – eine gute Geschichte kommt eben immer auch mit einer guten Verbildlichung daher.

Diese Aussage bestätigte sich am nächsten Tag in allen Vorträgen. Lesen Sie hier die Zusammenfassung von Barbara Reißland, die zusammen mit Elgin Jakisch moderierte.

Wir bedanken uns bei allen Rednern für ihre inspirierenden, kurzweiligen und schön visualisierten Vorträge und bei allen Teilnehmern für die anregenden Diskussionen. Gerade diese zeigten, dass das Thema definitiv im Trend liegt.

Alle weiteren Informationen und einige Vortragsfolien finden Sie auf der Veranstaltungsseite (Link)

 

Von einem Haufen Akten im Kofferraum – das Wirken der Marianne Buder

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Wie es einem Team von FaMIS in die Hände fiel, den Nachlass von Marianne Buder unvergessen machen zu können.

Was aus dem Leben von Marianne Buder übriggeblieben ist, sind 48 Aktenordner die zeitweise im Kofferraum von DGI Mitgliedern und dann mehrere Jahre im Institut für Museumsforschung in Berlin lagerten. Vom 2. bis zum 27. November wird von der FaMI Klasse 07/14 im Rahmen des Abschlussprojektes bei indisoft Berlin Marianne Buders Nachlass erschlossen. Dabei haben die Teilnehmer des Lehrgangs Fachangestellte für Medien und Informationsdienste die einmalige Möglichkeit, das dokumentarische Wirken und Vermächtnis Buders in Bezug auf die Geschichte des Informationswesens in Deutschland mit Hilfe des Erfassungstools der Staatsbibliothek (Berlin), Kalliope, für Autographen und Nachlässe erfassen zu können.

akten

Als Diplom-Bibliothekarin trat sie 1972 in die DGD ein und war viele Jahre Vizepräsidentin der späteren DGI. Als Informationswissenschaftlerin legte sie ihr Spezialgebiet auf die Bemühungen und Probleme der Dokumentation der 30er bis 50er Jahre. Sie hinterlässt uns nicht nur Hinweise auf das Erbe ihres engagierten Forschens und Lehrens, sondern auch den Auftrag, dass diese herausragende Frau nicht spurlos im Staub der Geschichte verloren geht. Eine Person, deren Leistungen und Wirken fast gänzlich untergegangen wäre, wenn nicht der Arbeitskreis Geschichte des Informationswesens in Deutschland (AKG) der DGI uns diesen verantwortungsvollen Auftrag übergeben hätte.

Dabei sehen wir uns nicht nur mit den Fragen konfrontiert, womit sich Marianne Buder beschäftigt hat, sondern auch welche Rückschlüsse auf ihre Person gezogen werden können und was von ihrem Nachlass heute noch aktuell ist. Wir freuen uns daher sehr, diese Aufgabe übernehmen zu können. Da wir aber auch auf Informationen von Weggefährten oder Bekannten angewiesen sind, würden wir uns freuen Hinweise zu ihrem Leben oder Fotos bekommen zu können.

kalliope im raum

Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf: buderblog@gmail.com

Weitere Informationen zum Verlauf des Projektes werden wir Ihnen hier in Kürze mitteilen.

Henriette Schönenberger