DGI-Blog

Monthly Archives: Oktober 2013

DGI-Präsidentschaftskandidat 2014 vorgestellt

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Reinhard Karger, Unternehmenssprecher beim DFKI (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz), wird sich bei der Mitgliederversammlung der DGI im Mai 2014 als Präsidentschaftskandidat zur Wahl stellen. Dies teilten der derzeitige Präsident Prof. Dr. Stefan Gradmann und er heute am Rande des DGI-Forums Wittenberg mit.

Zur Person:

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(Foto: André Mailänder)
Reinhard Karger, M.A. – studierte theoretische Linguistik in Wuppertal, arbeitete ab 1991 als Assistent am Lehrstuhl Computerlinguistik der Universität des Saarlandes, seit 1993 bis heute für das DFKI in Saarbrücken.

Reinhard Karger war Projektmanager des weltgrößten Sprachtechnologieprojekts „Verbmobil: Multilinguale Verarbeitung von Spontansprache“ (1993-2000). Seit 2000 ist er Leiter Unternehmenskommunikation des DFKI; ab 2001 zusätzlich Leiter des Deutschen Demonstrationszentrums für Sprachtechnologie im DFKI, seit 2011 Unternehmenssprecher des DFKI.
http://www.dfki.de.

Weitere Informationen:
http://twitter.com/ReinhardKarger
http://www.facebook.com/reinhard.karger
http://www.xing.com/profile/Reinhard_Karger
http://www.google.com/profiles/reinhard.karger#about
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Das Facebook gibt es nicht mehr.

By | Informationspraxis, Internet und Gesellschaft, Social Media | No Comments

Jede und jeder kann sich noch daran erinnern, warum man sich bei Facebook angemeldet hat. Aus einem einfachen Grund: einfach kommunizieren und einfach weltweit in Kontakt bleiben. Kein Adressbuch mehr pflegen, keine Gedanken darüber machen wie man Bilder, Texte und Videos teilen und kommentieren soll – einfach machen!

Bei mir ist es nun knapp 6 Jahre her. Und ja, Facebook hat meine Kommunikation vereinfacht, teilweise verbessert und neue Chancen eröffnet. Es gibt viele Geschichten, die ich erzählen könnte. Beispielsweise bin ich wegen Facebook für drei Wochen nach China geflogen.

Doch das Facebook gibt es heute nicht mehr. Wir sind auf dieses riesige umfangreiche Kommunikationsmonopol nicht mehr angewiesen. – Warum?

Der Grund ist recht einfach, nahezu banal: das Facebook wurde langsam aber stetig durch das Smartphone abgelöst.

Jetzt würde der eine oder andere fragen: Wieso das Smartphone? Gerade dieses wundervolle Gerät macht Facebook erst zu dem was es ist – Social Media in Reinform. Das ist richtig und gleichzeitig ist dies auch der Untergang von Facebook.

Facebook ist eine Plattform, die sich aus folgenden Elementen zusammensetzt: Weblog, Twitter, Wiki, Forum, Bild- und Videoplattform, Lokalisations-Plattform, Instant Messaging, E-Mail, Adressbuch, Kalender und Spiele.

Ein Smartphone ist eine Plattform in Hardware gegossen, die sich aus folgenden Elementen zusammensetzt: Weblog, Twitter, Wiki, Forum, Bild- und Videoplattform, Lokalisations-Plattform, Instant Messaging, E-Mail, Adressbuch, Kalender und Spiele.

Der Vorteil: der Nutzer fühlt sich selbständiger, er baut sich sein eigenes Facebook zusammen. Er installiert WhatsApp, um sich multimedial auszutauschen, nutzt sein E-Mail-Programm, seine Bilder-, Video- und Spiele-Apps aber auch hier und da die Facebook-App. Doch für was noch? Na, um gelegentlich ein Ereignis in Text, Bild oder Video gegossen an den Mainstream zu schicken. Wirklich kommuniziert wird woanders – einen Fingertipp entfernt, in einer anderen App.

Die Infrastruktur ist da, wir brauchen das Facebook nicht mehr, wir bauen es uns modular selbst zusammen, ohne kommunikative Streuverluste. Die Effizienz bleibt erhalten. Heute weiß ich, hätte mir mein selbstgewähltes Konglomerat aus Kommunikations-Apps vor Jahren zur Verfügung gestanden, wäre ich ebenfalls nach China geflogen. Ich würde heute schreiben – das Smartphone war der Heilsbringer.

Der Autor ist auch auf Facebook erreichbar: www.facebook.com/clemens.weins